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Artikel: Studie: 40 Prozent Zuwachs bei deutschen Webradios

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Studie: 40 Prozent Zuwachs bei deutschen Webradios

(MPeX.net/DB) - Knapp 2.700 deutsche Webradios sendeten Ende April 2010 ihr Programm über das Internet. Das entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich zugenommen hat auch die mobile Nutzung: Knapp die Hälfte aller Webradios sind heute mobil über das Handy zu empfangen

Zu diesen Ergebnissen kommt der Webradiomonitor 2010. Die Studie wurde im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) von der Berliner Strategieberatung Goldmedia erstellt und erscheint nach 2009 zum zweiten Mal.

Im aktuellen Webradiomonitor wurden im April 2010 insgesamt 2.692 deutsche Webradios erfasst. Davon sind 80 Prozent ausschließlich im Internet empfangbar, die anderen sind überwiegend Live-Streams der UKW-Radio-Sender. Hinzu kommen personalisierte bzw. nutzergenerierte Dienste wie Last.fm oder laut.fm sowie Webradio-Aggregatoren, zum Beispiel radio.de oder phonostar.de.
Letztere konnten gegenüber 2009 ihre Marktanteile deutlich steigern und werden laut Studie für die Reichweitengenerierung gerade kleiner Online-Only-Webradioangebote immer wichtiger. Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) entfallen bereits 17 Prozent der Reichweite Webradio-Angebote auf solche Aggregatoren.

Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 hören rund 11 Millionen Deutsche zumindest gelegentlich Webradio, 12 Prozent der Internetnutzer schalten es regelmäßig ein. In den vom Webradiomonitor 2010 erhobenen täglichen Zugriffszahlen sieht das folgendermaßen aus: Die Internet-Only-Sender gaben diese mit durchschnittlich rund 6.500 an, die UKW-Streams verzeichnen 13.500 und UKW-Submarken ca. 2.000 ausgelieferte Streams pro Tag.

Während UKW-Hörfunksender hauptsächlich am Morgen eingeschaltet werden, konzentriert sich die Nutzung bei Webradio der Untersuchung zufolge auf den Abend. Bei den Webradio-Angeboten der UKW-Sender sei die klassische Nutzungskurve im Tagesverlauf jedoch noch erkennbar: Die höchste Nutzung finde hier tagsüber und mittags statt. Webradio ergänze somit das klassische UKW-Radio.

Den Trend zur mobilen Webradionutzung, auch auf dem Handy, bestätigen rund 70 Prozent der befragten Sender. Sie sehen darin zugleich einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren. Rund 44 Prozent aller Streaming-Angebote seien heute bereits mobil empfangbar. Zugenommen haben auch die Mobile-App-Angebote der Sender: Mehr als 70 Prozent der UKW-Webradioveranstalter gaben an, über eigene Apps zu verfügen, durchweg alle für das iPhone.

In Sachen Vermarktung und Werbung fehle es dem Webradio dagegen an einer einheitlichen Reichweitenmessung. Die Erhebung der Nutzungsdaten sei noch immer unterschiedlich und erfolge zum Beispiel durch eigene Logfile-Auswertungen, externe Lösungen wie Tracking-Tools oder Nutzungsdaten des Streaming-Providers. Nur vergleichsweise wenige Sender seien durch IVW und AGOF erfasst.
Damit die Webradiobranche auch wirtschaftlich wachsen kann, halten neun von zehn befragten Webradio-Veranstaltern eine einheitliche Reichweitenmessung für unabdingbar.



Die Studie kann ab sofort unter www.blm.de (im Downloadcenter, Stichwort "Webradiomonitor") und unter www.goldmedia.de abgerufen werden.

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