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Artikel: CELT beeindruckt beim 64 kb/s Multiformat Hörtest (2011)

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CELT beeindruckt beim 64 kb/s Multiformat Hörtest (2011)

(MPeX.net/DB) - Die Qualität verlustbehafteter Audiocodecs lässt sich technisch nur unzureichend vergleichen. Um feine Unterschiede zum Ausgangsmaterial aufzuspüren, ist das menschliche Gehör unersetzlich.
Im Umfeld der hydrogenaudio.org-Community werden regelmäßig Hörtests durchgeführt, an denen sich alle Interessierten beteiligen können.

Der aktuelle Multiformat listening test @ ~64kbps verglich vier moderne Audiocodecs bei 64 kb/s. Insgesamt 30 Hörproben waren von den Teilnehmern zu bewerten (wir berichteten).

Die Testkandidaten:
Das Ergebnis

CELT (Audioformat "Opus") gewinnt. Apple HE-AAC schneidet besser ab als Nero HE-AAC und Ogg Vorbis schließt zu Nero HE-AAC auf.

Der letzte Multiformat-Test mit 64 kb/s liegt über drei Jahre zurück. Zwei der damaligen Testkandidaten, Nero AAC/MPEG-4 und Ogg Vorbis AoTuV, wurden seitdem weiter verbessert. Apple QuickTime unterstützt neben LC-AAC inzwischen auch HE-AAC und ist damit für die 64 kb/s-Kodierung ebenfalls gut gerüstet.

Eine Überraschung stellt der Testsieger CELT (Opus) dar. Der Codec wurde wie Ogg Vorbis unter dem Dach der Xiph.Org Foundation entwickelt. Er ist quelloffen, steht unter einer BSD-Lizenz und ist damit frei von Lizenzgebühren. CELT ist außerdem Teil des hybriden Audioformats Opus.

CELT ist für äußerst niedrige Latenzzeiten konzipiert, also eine schnelle Kodierung mit geringer Verzögerung. Diese Eigenschaft beanspruchten bisher vor allem Sprachcodecs bei geringen Bandbreiten. Umso erstaunlicher ist die offenbar sehr gute Kodierqualität im breitbandigen Bereich. Denn hinsichtlich geringer Latenzzeiten können eigentlich keine aufwendigen Verfahren Anwendung finden, wie es zum Beispiel mit der Spectral Band Replication (SBR) bei HE-AAC v1 der Fall ist.

Damit eignet sich CELT sehr gut für Telefonie, Konferenzen oder Live-Übertragungen via Internet. Zu dieser Kategorie gehört auch die bisher noch überschaubare Menge an Programmen, die CELT verwenden.

Methodik

Verglichen wurden 30 Hörproben in einem "doppelten Blindhörtest", darunter verschiedene Musikrichtungen und Sprachaufnahmen. Mit Hilfe einer speziellen Software verglichen die Teilnehmer alle kodierten Proben sowohl miteinander, als auch gegen eine unkodierte Referenzprobe (das Original). Die Tester wussten weder welche Probe kodiert war, noch mit welchem Codec. Dieses aufwendige Verfahren vermeidet die ansonsten auftretenden psychologischen Einflüsse, wie beispielsweise eine unterbewusste Erwartungshaltung gegenüber Testkandidaten. Die Resultate wurden zudem verschlüsselt, um Manipulationen auszuschließen.

Die jeweiligen Kodiereinstellungen der Kandidaten wurden so gewählt, dass sie über eine breite Auswahl von Alben im Durchschnitt etwa 64 kb/s liefern, um die Chancengleichheit unter qualitätsbasierten VBR-Codecs zu wahren.

Im Testfeld repräsentiert iTunes AAC den so genannten "Low Anchor". Der Codec in einer niedrigen Qualitätsstufe (LC-AAC, 48 kb/s) diente lediglich dazu, die Bewertungen zu kalibrieren.

Ergebnisgrafik

Ein Codec wurde erst dann mit 95%-iger Sicherheit besser als ein anderer Testkandidat bewertet, wenn sich die vertikalen Linienbereiche im Diagramm nicht mehr überschneiden. Die Bewertungsskala für Tester reicht von 1 bis 5. Das entspricht in Worten ungefähr dem Spektrum von "sehr ausgeprägt" bis "nicht wahrnehmbar", bezogen auf den Unterschied zum Original. Bewertungen um 4 bedeuten "Unterschiede zum Original sind wahrnehmbar aber nicht störend".


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