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Artikel: No23Live - Pfiffige Radiolösung für Heimsender

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No23Live - Pfiffige Radiolösung für Heimsender

(MPeX.net/DB) - Radio über das Internet ist grenzenlos. Und Radio machen ist gar nicht so schwer. Eine einsteigerfreundliche Radiolösung für das lokale Netzwerk oder das Internet ist No23Live. Das kleine durchdachte Freewareprogramm ist mit wenigen Einstellungen sendefertig.
Im Gegensatz zum Sendebetrieb mit SHOUTcast oder Icecast ist für No23Live kein separater Server einzurichten. Er ist bereits im Programm integriert.



No23Live bedient sich der Aufnahmekanäle der Soundkarte. Die Audiodaten werden also nicht direkt von einem Player wie Winamp via Plugin gezielt an das Radioprogramm übertragen. Stattdessen wird vorzugsweise ein Aufnahmekanal verwendet, der gleich die komplette Audiowiedergabe des Rechners erfasst. Je nach Soundkarte nennt er sich meist "Stereo Mix" oder "What You Hear". Nachteil: Systemklänge wie Emailbenachrichtigungen oder ähnliches werden ebenfalls übertragen. Auch "Push to Talk" dürfte daher nur mit zusätzlichen Tools möglich sein.
Soll es etwas aufwendiger zugehen, also mit Mikrofon oder zusätzlichen CD-Playern, empfiehlt sich daher ein Mischpult und der Wechsel auf den Line-In Eingang als Aufnahmequelle.



Ein paar Angaben zum Sender, die maximale Hörerzahl, der gewünschte Port und schon kann man sich den Audio-Einstellungen widmen. Hier sind lediglich der Aufnahmekanal, die Lautstärke und die Kompression des Streams anzugeben. Mit DSL 1000 und 32 kbps lassen sich knapp drei Hörer direkt versorgen (DSL Upstream von 128 kbps). Maximal 50 Hörer sind möglich. Große Sprünge scheitern also nicht an der Software, sondern an der verfügbaren Bandbreite.

WMA ist Pflicht

Gesendet wird ausschließlich im WMA-Format. Ist der Windows Media Player 9 auf dem Rechner installiert, sind auch alle nötigen Codecs vorhanden. Da die Eingangssignale in Echtzeit umgewandelt werden müssen, sollte der Rechner einigermaßen flott sein und über ein gutes Gigahertz Taktfrequenz verfügen.
Ein integrierter Lautstärkeregler und die Pegelanzeige helfen, das Signal ggf. aus dem roten Bereich zu regeln. Ein 3-fach Equalizer peppt den Klang auf Wunsch auf.

Sind auch ein eventuell vorhandener DSL-Router und eine Firewall angepasst, steht dem Sendebetrieb nichts mehr im Weg. Ohne ein paar PC-Grundkenntnisse geht auch mit No23Live nichts. Soll ein lokales Netzwerk versorgt werden, erzeugt das Programm auf Wunsch eine Playlistdatei mit der lokalen Senderadresse. Ebenfalls möglich: Der Zugriff auf einen Windows Media Server.

Stets "Up To Date"

Steht der Sendebetrieb übers Internet auf dem Plan, stellt sich die Frage: Wie erreicht mich mein Publikum? No23Live lässt auch die Zuhörer nicht im Stich. Hier werden pfiffige Lösungen geboten: Auf Wunsch generiert No23Live automatisch Emails mit der aktuellen Senderadresse, um sie an Freunde zu versenden. An wechselnde IP-Adressen bei erneuter Einwahl, wie es bei gängigen Internetzugängen der Fall ist, wurde also gedacht.



Es geht sogar noch eine Stufe komfortabler! No23Live erstellt eine Playlistdatei sowie ein kleines Javascript für die eigene Homepage und lädt es bei Bedarf per FTP-Funktion auf den eigenen Webspace. Eine einzige Zeile Code in der Homepage genügt zur Einbindung des Scripts. Ein paar Klicks zu Beginn jeder Sendung reichen also aus, um anschließend den aktuellen Link zum Stream auf der Homepage anbieten zu können. Auf Wunsch wird anstelle des Links ein kleiner Player eingebunden, der nach einem kurzen No23-Jingle den Stream dudelt.

Unter Windows XP mit Internet Explorer als Browser funktionierte das Konzept beim Ausprobieren perfekt. Der automatische Text-Link zeigte im Firefox jedoch den Quelltext der Playlistdatei an, statt den mit Windows Media Streams verknüpften Player aufzurufen. Möglicherweise eine Sache der lokalen Anwendungsverknüpfungen. Grundsätzlich sollte es mit Firefox oder Opera funktionieren. Der eingebettete Player (WMP-Plugin) bereitete Firefox dagegen keine Probleme.
Unter Linux kann der Stream ebenfalls empfangen werden. Im Test klappte es mit dem VLC Media Player, sofern die per Email generierte mms://-Adresse eingegeben wurde. Der Text-Link bzw. der eingebettete Player auf der Homepage bleibt Windows-Nutzern vorbehalten.

Ausführliche Dokumentation

Eine ausführliche Hilfedatei beschreibt auf über 30 Seiten die Bedienung des Programms und liefert viele nützliche Hintergrundinformationen. Vorbildlich: Auch dem Thema DSL-Router und Firewall ist ein Kapitel gewidmet. Anhand einer Fritz!Box und der Windows XP-Firewall wird es beispielhaft gezeigt, wie die zum Sendebetrieb nötigen Port freizugeben sind.

Fazit

No23Live ist eine äußerst einsteigerfreundliche und durchdachte Radiolösung. "Schnell zum Erfolg!", lautet die Devise. Dank der guten Anleitung bleiben keine Fragen offen. Ein Highlight ist die Möglichkeit, seine aktuelle Senderadresse mit wenigen Klicks auf der eigenen Homepage zu publizieren oder per Email zu versenden.

Wer nach anderen kostenlosen aber plattformübergreifen Lösungen sucht sowie Wert auf MP3, Ogg Vorbis oder aacPlus legt, sollte sich in Richtung SHOUTcast oder Icecast orientieren (siehe auch Anleitungen im Infocenter).

Tipp: Sollen nicht nur selbstgeträllerte Volkwaisen oder Grimms Märchen im Dorfdialekt über den virtuellen Äther wandern, ist es ratsam sich vorab über mögliche Ansprüche von Rechteverwertern wie GEMA und GVL zu informieren. Radiolizenzen von der GEMA gibt es inzwischen recht unkompliziert und via Internet über den Lizenzshop.

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