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Artikel: Studien: Lautstärke und Hörgewohnheiten bei MP3-Playern

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Studien: Lautstärke und Hörgewohnheiten bei MP3-Playern

(MPeX.net/DB) - Bereits im vergangenen Jahr hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva den Schallpegel von zehn der in der Schweiz meistverkauften MP3-Player untersucht. Grundlage für den Gerätetest war die Euronorm 50332, die einen maximalen Schalldruckpegel von 100 dB(A) festlegt. Das Ergebnis: Acht der zehn Player hielten unter Verwendung der Originalhörer und eines standardisierten Testgeräuschs den Grenzwert ein.

Soweit so gut. Während bei Verwendung des Testgeräuschs auch der Dauerschallpegel wie in der Norm vorgesehen rund 10 dB unter dem Maximalpegel rangierte, sah dies bei aktueller Pop- und Rockmusik ganz anders aus.

Hier förderte die Studie sogar Dauerschallpegel von über 103 dB(A) zutage. "Dies bedeutet gegenüber 100 dB eine Verdoppelung der Schallenergie, entspricht dem Schallpegel einer Motorkettensäge und darf dem Gehör wöchentlich nur während einer Stunde zugemutet werden, wenn man nicht einen bleibenden Hörverlust oder Tinnitus in Kauf nehmen will.", heißt es in einer Meldung der Suva.

Offenbar hebeln moderne auf Lautstärke getrimmte Musikproduktionen die Messmethode der Norm aus. Diese Entwicklung in der Musikproduktion wird bei Musikfans schon längere Zeit unter dem Stichwort: "Loudness Race" diskutiert.

Mit nachgerüsteten Kopfhörern wurde im Einzelfall sogar ein Dauerschallpegel von 109 dB(A) und ein Maximalpegel bis 116 dB(A) gemessen, ohne dass gravierende Verzerrungen auftraten, die Hörer zum herunterregeln der Lautstärke veranlassen könnten.

Sind MP3-Hörer schlauer als ihre Player?

Nun beleuchtet eine aktuelle Suva-Studie auch den Umgang mit MP3-Playern in Bezug auf die Lautstärke. Schließlich entscheidet nicht alleine die Leistungsfähigkeit der Geräte über eine mögliche Gefährdung des Gehörs.

Dazu wurden in der Schweiz rund 450 Schüler befragt und ihr bevorzugter Schallpegel beim Musikhören gemessen. Das Ergebnis spricht für die eidgenössische Jugend. Sie hört ihre Musik mehrheitlich mit einem moderaten Schallpegel um 80 Dezibel, nur sieben Prozent der Befragten setzten ihr Gehör aufs Spiel. Die durchschnittliche Hördauer lag bei 100 Minuten täglich.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, das eigene Hörverhalten zu kontrollieren. Trotz aller technischen Finessen bieten die modernen Musikbegleiter nämlich oft nur einfachste Lautstärkeanzeigen ohne Skala oder mit willkürlichen Zahlenbereichen, kritisiert die Suva. Der Schallpegel im Ohr bleibe dagegen ein Geheimnis. Dabei könnten die Geräte durchaus den Schallpegel über einen bestimmten Zeitraum bestimmen und den Hörer warnen, wenn zu lange zu laut Musik gehört wurde.

Als grobe Orientierung für MP3-Player nach Euro-Norm, mit Originalhörern und aktueller "Laut"-Musik hat die Suva folgende Werte ermittelt. Wenn es im Ohr rauscht oder pfeift ist ohnehin Mäßigung angesagt.


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