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Qualität beim CD rippen
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Autor Nachricht
Emcee
MPeX.net Crew


BeitragVerfasst am: 12.02.2004 - 19:00    Titel: Re: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

scorpionking hat folgendes geschrieben:
Hä? Erklär mal bitte genauer!

Lieber nicht...
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TomPro
Gast


BeitragVerfasst am: 13.02.2004 - 16:07    Titel: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

CodeRed II hat folgendes geschrieben:
definitiv Joint Stereo weil es angepasster arbeitet.


ein Klares Jein

CodeRed II hat folgendes geschrieben:

Soll heißen Normales Stereo schränkt den Klang ein.
Wogegen Joint Stereo sich an dem Musikstück orientiert.


Falsch

Hier mein Versuch einer Erklärung:

Beim codieren eines Signals tauchen die Begriffe True- oder Joint- Stereo auf. Rein technisch gesehen haben beide Verfahren ihre Berechtigung. Für das codieren von Musiken oder Höhrspielen ect. gilt obrige Aussage, daß Joint-Stereo zu bevorzugen sei. Für einen Zweikanalton-Mittschnitt vom TV z.B. ist True-Stereo die bessere Variante. Dies liegt darin begründet, daß beide Verfahren das 2 Kanaliege Signal (und nichts anderes ist ja Stereo) anders bearbeiten.

Beim True-Stereo werden beide Kanäle unabhängig voneinander Betrachtet und Codiert. Jeder Kanal hat die Hälfte der Bitrate zur Verfügung egal ob mal an einer Stelle eine größere Bitrate für einen Kanal nötig währe oder nicht. Diese unabhängige Arbeitsweise ist überall dort von Nöten wo eine 100%ige Kanaltrennung (wie eben z.B. beim 2-Kanal-Ton) zwingent ist. Der Begriff Stereo ist hier eigentlich Fehl am Platze aber in der Consumerwelt ist der Bgriff 2-Kanal-Ton nicht so vertraut.

Beim Joint-Stereo wird ein Verfahren zur Codierung genutzt welches davon ausgeht, daß es eine gewisse Beziehung zwischen den beiden Kanälen gibt, was beim Stereo ja auch der Fall ist. Mathematisch eignet sich hier übrigens das MS-Verfahren (Mitte Seitenband) besonders gut.

L = Links ; R = Rechts ; M = Mitte ; S = Seitenband

M = L + R
S = L - R

L = (M + S) / 2
R = (M - S) / 2

Es ist leicht zu erkenne, daß im M-Signal viel mehr Information gespeichert ist als im S-Signal. Jetzt kann ich für die M-Signal-Codierung einen größeren Teil der Bitrate zur Verfügung stellen (welches gleichermaßen dem Linken und Rechten Kanal zu gute kommt). Ich gehe also ökonomischer mit der Bitrate um, welches insgesammt zu einer besseren Codierung führt. Wie gesagt stimmt dies aber nur für den Fall wo der linke und rechte Kanal viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Je größer der Unterschied zwichen Links und Rechts ist, um so größer wird das Seitenband-Signal, welches aber für die Codierung nur einen kleineren Teil der der Bitrate bekommt.

Fazit:

Es hängt stark vom Quellsignal ab ob Joint-Stereo seine Vorzüge auch wirklich ausspielen kann.



Übrigens wird die MS-Technik auch bei den Plattenspielern genutzt, dadurch bewahrte man früher die Mono-Kompatibilität für die altem Mono-Platten. Auch der Stereo-Rundfunk auf UKW wird in MS-Technik betrieben.


Gruß TomPro
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jenstv
Gast


BeitragVerfasst am: 18.03.2004 - 19:10    Titel: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

@ TomPro

soweit hast du alles klar ausgedrückt
es gibt noch weitere Auswahlkriterien:
bei kleineren Bitraten muß man etwas haushalten und setzt JointStereo ein, bei größeren Bitraten (über 128 kbps) geht man eigentlich zu Stereo über, da die Bitrate hoch genug ist um beide Kanäle getrennt zu berechnen

und noch was zu JointStereo:
es gibt die MS und die IS Kodierung
die MS-Kodierung erlaubt beim Decoding eine vollständige Wiederherstellung der Richtungsinformation, die IS Kodierung läßt dies nicht zu (spart dafür noch mehr Bandbreite)

cu
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hpl
Postet sich warm


BeitragVerfasst am: 19.03.2004 - 18:03    Titel: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

Eine gute Anlage deckt Fehler in der Kette schonungslos auf.Wie ich selbst erleben durfte kann schon der Austausch eines alten Gerätes und der Ersatz durch ein deutlich jüngeres und höherwertiges dazu führen das alles wie aus der Mülltonne klingt.
Als ich meinen alten gerade generalüberholten spitzenklasse Verstärker (Verstärker haben in der Kette eher geringeren Einfluß auf den Klang)nach 14 Jahren gegen ein neues Modell des gleichen Herstellers austauschte sandte ich ihn nach 3 Tagen zur Überprüfung an den Hersteller ein.Der Klang war eher schaurig.Die Überprüfung mit probehören ergab das Gerät war völlig in Ordnung.

Ich habe den Übeltäter dann gefunden.Es war der 2350 DM teure CD Spieler der bei Markteinführung der CD auf den Markt kam.
Das Gerät war durchaus nicht defekt und gehörte mit zu der Spitzengruppe bei der sich laut Fachpresse im gegensatz zu den 1300 DM teuren Billigspielern beim Hörtest keinerlei Unterschiede im Hörtest feststellen ließ.
Es wurde von vielen bei Markteinführung der CD bestritten das sich von einigen "Billigspielern" mal abgesehen in der 2000 DM Klasse überhaupt nennenswerte Qualitätsunterschiede feststellen lassen.

Ich habe mir zum testen dann einen 3000 DM
teuren Marantz und einen ebenfalls 3000 DM teuren Meridian mit modifiziertem Marantzlaufwerk fürs Wochenende mit nach Hause genommen.
Die Unterschiede waren gravierend und deutlich hörbar.
Das Beispiel zeigt das das was heute noch klanglich ok ist schon einige Jahre später nicht mehr den Anforderungen genügen kann.
Warum also mp3 mit 128 kbs herstellen wenn das risiko besteht das dies in einigen Jahren schon nicht mehr den Anforderungen genügen könnten.
Das ist doch doppelte Arbeit.
Ich mußte ohnehin schon feststellen das selbst die mit EAC Lame alt present standard und mit meinem im Audiobereich angeblich guten DVD Spieler abgespielten mp3 im vergleich zu den mit meinem alten Meridian CD Spieler abgespielten CDs relativ kläglich klingen.
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Lego
MPeX.net Wizard


BeitragVerfasst am: 19.03.2004 - 18:15    Titel: Re: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

hpl hat folgendes geschrieben:
Ich mußte ohnehin schon feststellen das selbst die mit EAC Lame alt present standard und mit meinem im Audiobereich angeblich guten DVD Spieler abgespielten mp3 im vergleich zu den mit meinem alten Meridian CD Spieler abgespielten CDs relativ kläglich klingen.


Diese Feststellung ist aber nun auch nicht wirklich neu. Mp3 gehört ohnehin nicht zu den Besten der Lossy Encoder und über einen DVD-Hardware Decoder abgespielt, schon gleich verboten. Du stellst viel zu hohe Anforderungen an mp3.

Für Dich wären wohl eher die Lossless Codecs intressant, im Lossy Bereich der Musepack Encoder. Aber selbst Musepack fehlt noch das gewisse Quentchen um an Lossless ranzukommen, das merkt man zwar nicht bei unbedingt bei ABX-Tests, die eher einem anderen Zweck dienen, aber beim längeren Hören der persönlichen Lieblings-CDs auf deren Klang man gewissermaßen "eingehört" ist.
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hpl
Postet sich warm


BeitragVerfasst am: 19.03.2004 - 18:24    Titel: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

Die Frage ist nur lassen sich diese Formate überall mit jedem x beliebigen DVD Spieler abspielen?
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Lego
MPeX.net Wizard


BeitragVerfasst am: 19.03.2004 - 18:44    Titel: Re: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

hpl hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist nur lassen sich diese Formate überall mit jedem x beliebigen DVD Spieler abspielen?


Als Audio-CD (CDDA) in jedem Falle.
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hpl
Postet sich warm


BeitragVerfasst am: 19.03.2004 - 19:15    Titel: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

Wenn ich richtig gerechnet habe macht mp3 mit alt present standard aus 1000 MB ca 240MB.Wie sieht es mit den in diesem Forum öfter genannten höherwertigen Formaten aus.Erzielen diese bei zumindest gleichwertiger Abspielqualität ähnliche Verkleinerungsergebnisse?
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Gast



BeitragVerfasst am: 20.03.2004 - 18:00    Titel: Re: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

jenstv hat folgendes geschrieben:

bei kleineren Bitraten muß man etwas haushalten und setzt JointStereo ein, bei größeren Bitraten (über 128 kbps) geht man eigentlich zu Stereo über, da die Bitrate hoch genug ist um beide Kanäle getrennt zu berechnen



Auch bei mehr als 128 kbit sollte man Joint Stereo nehmen, da dadurch die Qualitaet zum Teil deutlich besser wird. Normales Stereo bringt nur bei recht hoher Bitrate (256 oder 320 kbit) keinen groeßeren Qualitaetsverlust mehr mit sich. Aber man sollte generell Joint Stereo nehmen, da es keine Nachteile hat.
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Lego
MPeX.net Wizard


BeitragVerfasst am: 20.03.2004 - 18:09    Titel: Re: RE: Qualität beim CD rippen Antworten mit Zitat

hpl hat folgendes geschrieben:
Wenn ich richtig gerechnet habe macht mp3 mit alt present standard aus 1000 MB ca 240MB.Wie sieht es mit den in diesem Forum öfter genannten höherwertigen Formaten aus.Erzielen diese bei zumindest gleichwertiger Abspielqualität ähnliche Verkleinerungsergebnisse?


Musepack liegt in den Filegrößen bei Q5 (--standard) noch unter den Filegrößen von Lame. Du müßtest aber schon hunderte von Alben rippen um einen nennenswerten Gewinn für ein paar Alben mehr rauszuschlagen.
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