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verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede
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Autor Nachricht
juvat
Postet sich warm


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 12:02    Titel: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

hallo.
mein erstes posting.

im zuge der mp3-kompression meiner (originooal)-cd´s kam ich hier hin. man liest ja immer wieder, dass 128bit encoding weitab nix mit cd-quality zu tun hat. hm. um QUALITÄTSHOHE mp3´s zur erzeugen, sollte man schon den --alt-preset standart, wenn nicht --alt-preset extreme nehmen.

also, ich hab das jetz mal ausprobiert, und um auf nummer sicher zu gehn, hab ich nen track von meiner "la grandeza de espana" genommen, ein hochfideles klassik-gitarren solo. erst 128bit VBR, encodiert via dbpowerAMP, dann "hochgradige" --alt-preset extreme encodierung via -->EAC, exter. LAME 3.90.3.
also, jetz hab ich ja meines erachtens schon ein gutes gehör, kann aber dennoch KEINE (auch keine nennenswerten) unterschiede hören!

liegt´s an mir, oder iss allgemeine verarsche bzw. dummschwätzerei im gange?
jetz kann mir ja einer kommen und sagen, "ja mit dem entsprechendem audio-equipment wie 5000 euronen verstärker und 20,000.- EUR lautsprecher der firma XYZ merkst den Unterschied dann schon", doch müsste dieses "statement" doch schon mit dazugeschrieben werden, wenn man z.B. solche:

www.koepenick.net/mp3.htm#programme

skripte ins WorldWideWeb stellt, oder wie sehen Sie dass?

mfg

done

ps. will hier keinen auf´s gemüt treten, aber ich will das echt mal wissen. und bitte jetz keine äusserungen wie "okay, wenn´sts nicht hörst, dann bleib bei deinen 128bits,.."
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 13:55    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

1. Gitarrensoli sind recht einfach zu kodieren. Bei solchen weniger komplexen Daten wird wahrscheinlich auch die durchschnittliche Bitrate der mit APS kodierten Dateien relativ niedrig sein.

2. Man brauch keine zigtausend Euro teure anlage um einen Unterschied zu hören. Meist reicht der PC mit ner ordentlichen Soundkarte schon aus. Kopfhörer wären sind für Hörtest natürlich unumgänglich.

3. Du beschreibst ein subjektives Empfinden. Um deine Behauptungen zu erhärten solltest du einen ABX oder ABC/HR-Doppelblindtest machen um sicher zu gehen, dass der Placeboeffekt keine Rolle in deiner Beurteilung spielt.

Die meisten Menschen hören nämlich nur das, was sie auch hören wollen, bzw. das was sie zu beweisen versuchen. (Kein persönlicher Angriff, sondern nur schlechte erfahrungen mit "Weltverbesserern")


4. Tu mir den gefallen und rede bei verlustbehafteten Kodierverfahren nicht von Kompression. Das sind 2 völlig verschiedene paar Schuhe.
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 14:11    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Punkte 1-3 und "Die meisten Menschen...blabla" okay, aber 4. :
Ohne jetzt viel ahnung von irgendwas zu haben, aber wenn ich ne datei (hier: *.wav) auf nen gewissen speicher reduzieren will, sprich "zusammendrücke" (hier: *.mp3), dann nen ich dass "komprimieren".
ich vertehe es also als die "Kompression unter Anwendung eines verlustbehafteten Kodierverfahrens"
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 14:31    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Bei Kompressionverfahren gehen keine Daten verloren.

Bei Kodierverfahren (MP3,Vorbis,Musepack,AAC) gehen Daten verloren.

Es ist also kein Kompression, sondern eine Kodierung.
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Frank_Bicking
MPeX.net Guru


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 15:22    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Zitat:
3. Du beschreibst ein subjektives Empfinden. Um deine Behauptungen zu erhärten solltest du einen ABX oder ABC/HR-Doppelblindtest machen um sicher zu gehen, dass der Placeboeffekt keine Rolle in deiner Beurteilung spielt.

Der Satz ist an sich richtig, lässt sich aber hier nicht anwenden, denn warum sollte jemand der keine Unterschiede raushört im ABX-Test plötzlich welche hören?
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 15:43    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Er soll das Verfahren anwenden, um zu sehen, welche Dateien er besser/schlechter vom Original unterscheiden kann.

Am besten Kopfhörer aufsetzen und testen. Dann hört man Unterschiede
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Footpilz
Ist hier öfters


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 15:48    Titel: Re: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Anonymous hat folgendes geschrieben:
Bei Kompressionverfahren gehen keine Daten verloren.

Bei Kodierverfahren (MP3,Vorbis,Musepack,AAC) gehen Daten verloren.

Es ist also kein Kompression, sondern eine Kodierung.


Soweit ich weiß wird bei MP3, neben der Reduzierung der Daten, auch noch die Huffman-Kompression verwendet. So ganz falsch ist es also auch nicht wenn man dafür das Wort komprimieren benutzt.

Schonmal versucht 'ne mp3 mit zip/rar/ace zu komprimieren? Da kann man kaum noch was an Platzgewinn rausholen.
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 15:56    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Du hast Recht, aber dennoch gehen Daten verloren. Also ist es letztlich keine Kompression mehr, auch wenn Kompressionsalgorhytmen verwendet werden !
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Smurfy
MPeX.net Groupie


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 16:20    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Analoges Beispiel aus der Bildbearbeitung:

Bei einigen Programmen steht in den Optionen fürs JPEG-Format Kompressionsverhältnis, Komprimierungsgrad und ähnliches. JPEG ist jedoch auch nicht verlustfrei.

Was stimmt jetzt Question Rolling Eyes Wink

Nachtrag: Selbst die Onlinehilfe von Photoshop spricht von JPEG Komprimierung.

Nebenbei steht da noch ein wenig über Lossless und Lossy Komprimierung drin. Razz
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 17:11    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

allo!

also, hock hier schon 2 stunden am pc und mach irgendnen schmarrn, im hintergrund hab ich die metallica "kill´em all" encodiert zu 128bit am laufen.
muss sagen, bei den solo-gitarrenriffs hör ich teilweise unanehmlichkeiten, wahrscheinlich die sog. "artefakte". es hört sich "klirrig" an.

werd mal die selben cd höherwertig KODIEREN, und dann schau ich mal.
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Gast



BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 17:39    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Der Vergleich mit JPEG hinkt !

Der Ausdruck Komprimierung wird nur benutzt, um dem Anwender eine Vorstellung von dem zu geben, was er da macht.

Wenn da stünde: JPEG-Kodierung, würden viele Leute denken, dass hätte was mit Verschlüsselung und nicht mit einer Reduktion der Daten zu tun.

BTW: Warum heisst z.B. LAME :
Lame Ain't an Mp3 Encoder

(Encoder heisst übersetzt Kodierer)

Also nix mit Kompression im Namen !

Bei FLAC heisst der Programmteil dann richtigweise Compressor. (Ist ja schliesslich auch verlustfrei)
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gaga
MPeX.net Wizard


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 18:04    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Zum Thema Hörerfahrung mit den ersten MP3-Versuchen:

Problemsamples, die einem fast vom Stuhl hauen, erleichtern Einsteigern die Erkenntnis sehr, dass MP3-Codecs bei 128-kbps völlig versagen können. Hier sind weder goldene Ohren, noch hochwertiges Equipment erforderlich.

Tipp: spahm.wav am besten einmal mit Fastenc/Musicmatch und 128 kbps kodieren.
Auch LAME mit 128 kbps versagt hier recht ordentlich (mit "-b 128" anfangen, dann ggf. "--alt-preset 128").

Für den Vergleich eignet sich der bereits erwähnte ABX-Test sehr gut ( ABX-Anleitung ). Aber wie gesagt, die Unterschiede springen einem auch schon ohne ABX förmlich ins Gesicht.

Musik hält eine ganze Reihe derartige, mehr oder minder deutliche, Probleme bereit. Empfehlungen für hochwertiges Kodieren kommen also nicht von Spinnern, die Flöhe husten hören, sondern sind i.d.R. gut gemeinte Ratschläge, die auf wirklicher Hörerfahrung basieren
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start78
MPeX.net Wizard


BeitragVerfasst am: 03.03.2004 - 19:43    Titel: Re: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Frank_Bicking hat folgendes geschrieben:
...warum sollte jemand der keine Unterschiede raushört im ABX-Test plötzlich welche hören?


du enttäuschst mich!

richtig lauten sollte das
"...der keine unterschiede rauszuhören glaubt...",
womit sich die frage von selbst erledigt hätte.

@gaga:
der sample haut mich um!
hätte ich nicht gedacht, daß lame 129abr da so versagt, obwohl es das file mit durschschnittlich 142kbit kodiert hat! muß wohl meinen platzsparwahn überdenken...
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juvat
Postet sich warm


BeitragVerfasst am: 04.03.2004 - 11:59    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

na toll.
jetz sitz ich gestern 5 h am pc und mach irgendnen schmarrn, im hintergrund laufen die encodierten 12 gig muke so dahin.
und da fällts mir auf, einschlägig:
gitarrensolos sind teilweise echt mit so "klirrigen" geräuschen behaftet, ferner kommts teilweise zu so seltsamen "knacksern".
fakt ist, das ich mit meinem schnulzigen celeron@400MHz jetzt 4 tage die kacke encodiert hab, würd sagen alles umsonst.

denn, und das iss jetz hier auch gleich mal noch meine frage: ein file, encodiert auf ner 128bit [VBR] Basis, nochmal auf beispielsweise 256bit zu encodieren, iss schwachsinn oder? (hab ich gelesen.) würd das gern hinterfragt haben, vorstellen könnt ich´s mir schon warum (denn wie soll ich aus daten, die ohnehin schon schäbig sind was besseres machen, bzw. dem mp3-encoding liegt ja das mittel des (nicht-hörbaren) frequenzabschlags zugrunde. der schritt zur beantwortung der frage "was passiert bei einer höherwertigen encodierung", z. B. 256bit, fehlt mir noch...
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Smurfy
MPeX.net Groupie


BeitragVerfasst am: 04.03.2004 - 12:03    Titel: RE: verschieden bitraten, dennoch keine unterschiede Antworten mit Zitat

Was weg ist, ist weg. Da kann man keine Verbesserung mehr rausholen. Eher wirds durch das Re-Encoding noch schlechter, auch bei höhere Zielbitrate. Rolling Eyes
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