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start78 MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 16.11.2004 - 20:06 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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@Dick:
Wer noch nichts davon gehört hat, daß Transcoding mit Qualitätsverlusten einhergeht, der hat auch noch nichts von ABX-Hörtests gehört... |
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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 16.11.2004 - 21:15 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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@start78
... wobei in diesem Falle ABX-Tests wenig bringen, es geht nicht um Transparenz, sondern es wird nach einer Einschätzung gefragt, die eigentlich niemand liefern kann.
zum Thema:
Die Frage kann einzig durch eigene Tests beantwortet werden, weil niemand voraussagen kann welche und wie krass die Transcodierverluste abhängig von der Musikart und bereits vorhandener Artefakte auftreten werden. Auch kann keiner vorrausagen wie sich die Transcodierverluste und bereits vorhandene Verzerrungen aus dem Endodieren in 128 kbps mp3 aufsummieren und welchen hörbaren Gesamteindruck sie auf dem zur Verfügung stehenden Abhörequipment ergeben. Die Vermutung, daß angesichts 64 kbps Zielbitrate keine Wunder zu erwarten sind und nix bei rumkommt ist nur naheliegend, weil 64 kbps nun wirklich nix mit mehr Qualität zu tun haben.
Sondern weil sie sehr nahe beim Klang eines "hier hör mal" liegen, wenn man mit seiner Freundin telefoniert und den Hörer vor die Lautsprecherboxen hält.
Erklärung:
Das Eingangsformat mp3 mit nominal 128 kbps ist schon keine wirklich allzudolle Qualität sondern Gebrauchs- oder Verbrauchsmusik um zB einen Kompromiss für portable Geräte einzugehen.
Diese vorhandene Qualiät könnte man abzüglich minimaler Transcodierverluste mit einer hohen Bitrate konservieren, allerdings ist das unsinnig.
Ausprobieren ist angesagt. Vertraue Deinen eigenen Ohren, jeder muß selbst wissen und lernen welche Kompromissse die "Richtigen" sind.  _________________ Signaturen sind oft überflüssig! |
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start78 MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 17.11.2004 - 08:00 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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@Lego:
Unter uns: Würdest Du es machen?
Mal abgesehen davon, daß Du Dich weder mit 128kbit-mp3s noch mit einem nur-Atac3Plus-Porty zufrieden geben würdest...
| Geffect hat folgendes geschrieben: | | Also hat ATRAC3plus 64 kbit schlechtere Qualität als MP3 128 kbit? Auch wenn man es auf einem ATRAC Gerät abspielt? |
Das spricht doch Bände über Vorwissen und Denkweise. Da sollte jemand schnell auf die richtige Fährte gebracht werden und nicht verunsichert werden, indem man einen guten Rat relativiert!
Wenn wir hier nicht gerade von einer 10000-Titel-Sammlung reden ist neu Rippen doch das Vernünftigste.
| Lego hat folgendes geschrieben: | | Diese vorhandene Qualiät könnte man abzüglich minimaler Transcodierverluste mit einer hohen Bitrate konservieren, allerdings ist das unsinnig. |
Man könnte! Aber es wäre mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar, warum man größere Dateien mit schlechterer Qualität haben will. Dann doch lieber auf 64kbit, frei nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, ..." |
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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 17.11.2004 - 11:43 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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| Zitat: | @Lego:
Unter uns: Würdest Du es machen? |
Gute Frage
Grundsätzlich würde ich ein Gerät kaufen oder mir schenken lassen, welches in erster Linie meine eigenen bereits existierenden Audiodateien direkt abspielen kann, um nicht ständig encodieren/transcodieren zu müssen. Die Geschwindigkeit der Lossy-Encoder und die Zeit für das Schreiben der Dateien auf den Player dauert mir entscheiden zu lang und ist mE auch gänzlich unnötig, würden die Hersteller mir Musepack oder Lossless-Player anbieten.
Schon aus diesem Blickwinkel sind Sony Geräte und mp3-Portable für mich völlig indiskutabel, weil alle Inhalte die auf einen Player überspielt werden immer transcodiert werden müssen. Mp3 wurde und wird von Sony nicht unterstützt, was einen weiteren Nachteil der Sony-Geräte darstellt. Nutzer sollen auch ihre Audio-Dateien (in Atrac) im Sonnnnny-Connäckt Onlineschopppp kaufen und nicht bei iTunes oder gar mit eigenen mp3 rumspielen, das ist die Logik dahinnter, so will es Sony. Entsprechend spielt der MD kein m4u/AAC oder WMA. Nicht anders macht es iTunes mit seinem AAC-Fornat, die spielen umgekehrt auch kein Atrac. Keine Sau würde sich für iTunes-AAC intressieren, gäbe es nicht den EiPott. Wiederum andersherum gesehen, ist Atrac ein Wort ohne nennnenswerte Bedeutung wenn man nicht gerade Sony MD Kunde ist. Beides sind gute Beispiele für proprietäre Formate und bewußt geschaffene Systemgrenzen, die man auch als "zueinander inkompatible Firmenformate" bezeichnen könnte.
Ich persönlich habe und erstelle übrigens bereits seit Jahren keine Mp3, AAC, Atrac und auch keine WMA, müßte also Lossy-Dateien ersteinmal aus meinen bevorzugten Formaten Musepack und Lossless erstellen oder "umwandeln", um einen der derzeit verkauften mp3/WMA-Player überhaupt in Betrieb nehmen zu können. Umwandeln ist aber mA eine affige, unnötige und auch zeitraubende Nebenbeschäftigung, egal ob ich es mit Atrac oder iTunes erledigen muss.
Eigentlich wäre ein Sony MD für mich wiederum doch intressant, weil wenn ich schon gezwungen wäre aus meinen Lossless-Formaten irgendwas "umzuwandeln" so kann ich es auch gleich auch gleich den MD direkt mit Lossless->Atrac3 füttern. Welches Format das Gerät "intern" benutzt ist mir dabei ehrlich gesagt wurscht.
Der Grund warum es außer Atrac, Ogg und mp3 Player auf dem Markt nichts gibt ist auch leicht zu erklären. Die meisten dieser portablen mp3Player, vornehmlich der iPod und auch MD werden mit Hilfe von Filesharing-Börsen, mitgeschnittenen Webradio-Songs und über Freundeskreis-Tausch befüllt. Diese Quellen für bereits "vorgefertigte" und encodierte Audiodateien fallen bei mir weg. Ich encodiere noch wirklich selbst. Die regelmäßige Befüllung mit WEgwerfqualitäten aus irgendwelchen Nepp-Shops wie etwa iTunes, Sony oder WMA popfile können sich nur Leute leisten, die auch sonst nur Klopapier mit Goldkante verwenden.
Der Grund warum seit einiger Zeit wieder vermehrt juristisch Front gegen Filesharer gemacht wird, ist übrigens genau dieser, Filesharing schwächt den Absatz der Online Music Shops.
Ansonsten ist die Technik in den Sony-Playern selbst von hervorragender Qualität und bietet mE besseren Preis-Gegenwert als ein "EiPott", der wie die meisten mp3Player kein Gapless Playback anbietet. AAC auf dem EiPott ist ebenfalls nicht Gapless. Ich hatte in der Vergangenheit mehrere portable DAT Geräte von Sony und DCC Geräte von Phillips und war recht zufrieden mit ihnen.
Alle bisher erhältlichen portablen unterstützen auch das von mir vverwendete Replaygain und flexible APE-Tagging nicht, entsprechend habe ich mir auch keins dieser Geräte angeschafft. iTunes-Soundtouch und ID3 Tagging kommmen für mich nicht in Frage.
Grundsätzlich wäre ich persönlich allerdings um einen Musepack-Player verlegen und warte auf ein derartiges Gerät, notfalls in der Form einen PDA oder als Subnotebook, was durchaus in greifbare Nähe rückt, da PDA und KleinstPCs mittlerweile bei 300-500 Mhz Prozessorleistung angekommen sind und MikroHDs durchaus bezahlbar werden.
Abschließend kann nur noch sagen, daß ich überhaupt gar nicht der Zielgruppe eines Herstellers für portable MikroHD- und Flash-Player entspreche. Ich nutze kein Filesharing mehr, habe kein Intresse an den nichttransparenten extrem teuren OnlineMusicShops mit ihrem DRM-Nepp, der nur dem Nepp dient und nur künstliche Inkopatibilitäten schafft um Kunden zu binden. Webradio schneide ich ebenfalls nicht mit.
zum Thema:
Als Fazit bleibt wiederum nur der Hinweis, daß ABX und das ganze Philosophieren rund ums "Umwandeln" sinnfrei ist, weil der machbare Klang portabler Player unmittelbar mit dem Platzbedarf für die Audiodateien kollidiert. Jeder normaldenkeende Nutzer möchte immer mehr Spielzeit auf seinem Gerät speichern als physikalisch draufpassen.
Jede im Markt erhältliche Speichergröße ist bereits vor dem Kauf immer zu klein, genauso wie PC-Festplatten immer zu wenig Kapazität haben oder einfach immer voll sind. Ist auch logisch, es gibt keinen teureren Speicherplatz, als eine leere Festplatte.
Jeder Nutzer muß für sich selbst entscheiden, welche Kompromisse er macht. Lossy in 128er Qualitäten und niedriger sind halt Verbrauchsmaterial, nicht mehr und nicht weniger. EX und HOPP. Genau diesen Markt bedienen ja auch die Online Music Shops mit WMA, Atrac und AAC. Sowie ich es hier beschreibe ist es nicht als Diskriminierung gemeint, sondern als nüchterne Beschreibung eines Nutzungsverhaltens. Umwandeln und die Notwendigkeit zum erstellen kleiner Dateigrößen ist derzeit eine simple Notwendigkeit, die sich aus der Art der Nutzung und dem Mangel an preiswerten Geräten ergibt, die großvolumige Speicher für Lossless-Formate oder Musepack mitbringen. Der Hinweis, daß eventuell das Rippen direkt von CD auf ein MD die Audio-Qualität verbessern könnte, muß nicht unbedingt richtig sein, bei einer Zielbitrate von 64 kbps (wie vom Threadersteller genannt) erstellt Atrac ohnehin nur noch Artefakte mit musikähnlicher Struktur, vermutlich ist ein Unterschied zwischen "vom Original gerippt" ud aus einer "mp3 umgewandelt" nicht mehr möglich. Meiner Erfahrung nach fallen zudem die Transcodierverluste zwischen den Formaten extrem sehr unterscheidlich aus, meist abhängig von der Musikrichtung. Insgesamt kann aber niemand eine generelle Empfehlung aussprechen welche Qualitätsstufe die geeignetste ist. _________________ Signaturen sind oft überflüssig!
Zuletzt bearbeitet von Lego am 18.11.2004 - 19:19, insgesamt einmal bearbeitet |
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start78 MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 17.11.2004 - 17:02 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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Gut. Wenn man großen Wert auf Transparenz legt, sollte man keine Kompromisse eingehen.
Für einen Normal-User, der nicht gerade unter Laborbedingungen hört, ist aber doch Lame aps gerade recht (mal abgesehen vom Gapless-Problem). Wer (wie ich) öfter mal ein paar Alben auf einen Porty schiebt, ist damit ganz gut bedient. Ich habe mir sogar ernsthaft überlegt, auf preset medium herunterzugehen ("Jede im Markt erhältliche Speichergröße ist bereits vor dem Kauf immer zu klein"`).
Was die Online-Angebote angeht: Dazu hab ich mich im CD-Thread bei AudioHQ schon ausgelassen. Wir denken da wohl in etwa gleich, gerade was Qualität und Kompatibilität angeht.
Nebenbei: Auf das Transcodieren von 128kbit-mp3s zu 64kbit-Atrac3Plus bin ich aus gutem Grund erst garnicht eingegangen (hast Du wohl übersehen). Ich wollte "Geffect" lediglich vor dem Fehler bewahren, in 256kbit-Atrac3Plus umzuwandeln.
Wie auch immer: Dem Fragesteller wurde letztendlich geholfen und das ist doch die Hauptsache. |
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Snoopy-1 MPeX.net Guru
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Verfasst am: 18.11.2004 - 02:12 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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Hallo,
will hier ja gar nicht mehr auf das Thema eingehen, das haben Lego und Start78 schon sehr Ausführlich und wirklich gut gemacht, was wann einer Qualität entspricht, sondern will vielmehr auf das "warum" was sagen.
Für mich ist ganz klar auch eine Lossless Datei (benutze FLAC) die bessere Wahl! Habe aber auch den grössten Anteil meiner Dateien "noch" in MP3 (aps). Das liegt daran, dass ich vor ca. 6 Jahren angefangen habe, meine Alben auf dem PC abzulegen und damals zum einen die Platten noch teuer waren und auch kaum Speicherplatz hatten! Es ist auch heute noch so, dass ich die meisten Lieder zuerst mal in MP3 ablege, mir diese zu gemüte führe und bewerte. Mist oder doch mal ein doppeltes Lied wird ausgemistet und entfernt, gute Stücke oder Alben, werden über kurz oder lang, suggsesive neu in "FLAC" eingespielt, mittlere Qualität wird auch künftig MP3 bleiben.
Das liegt daran, dass ich im Moment nur 2 Platten habe, wovon eine 80 GB und die andere 160 GB hat, somit nicht gerade Platz zum verschenken.
Mir ist es ohnehin ein Rätsel, wie manche eine Sammlung von 15.000 und mehr Files zusammenbekommen, die müssen, mal abgesehen von DJ's, wohl jeden Mist auf den PC ablegen. Ganz zu schweigen, ob man die überhaupt noch anhören kann (Zeit)!
Was das Filesharing anbelangt, gab es mal vor langer Zeit Napster und danach Audiogalaxy, wo ich zum einen sehr viel gefunden habe, was meiner Musikrichtung entsprach und man glaubt es kaum, es gab da auch wesentlich bessere Qualität (Lame aps encodiert oder zumindest 192 kb/s mit JS). Heute findet man fast nur noch mist (eMule, Kazaa), welche mit 160 kb/s und weniger encodiert oder gar reencodiert sind und dann auch noch mit irgendwelchen exoten, die schon gar nicht mehr weiterentwickelt werden, encodiert wurden. Das liegt aber auch daran, dass sich sehr viele absolut nicht mit dem Thema beschäftigen oder sich erkundigen, man sieht es ja auch immer wieder hier im Forum.
Nun, ich nutze Filesharing trotzdem noch, wenn auch sehr selten, versuche dann aber einigermaßen Qualität zum "anhören" zu bekommen, diese kommen aber nicht in meine übliche Sammlung rein.
Das liegt daran, dass ich mir die ziehe, wenn ich bei Bands mal reinhören will, oder wenn ich mir einbilde, das Lied muss ich jetz gleich und sofort haben. Über kurz oder lang, ersetze ich die Lieder meistens mit dem kompletten Album der Band, weil ich mir das gekauft oder manchmal auch ausgeliehen habe.
Fazit Filesharing kann auch sehr Kaufanregend sein
Noch was an Start78 und vor allem Lego: Ihr habt wirklich immer sehr gute und Objektiv verfasste Beiträge, die ich nicht nur in diesem forum gerne lese, das trifft auch auf Frank Bicking und ein paar weitere zu -> weiter so!
Gruß,
Werner _________________ Paranoid-> Die Welt für sich wirklicher zu sehen, als sie für andere ist! |
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Snoopy-1 MPeX.net Guru
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Verfasst am: 18.11.2004 - 02:32 Titel: Re: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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| Snoopy-1 hat folgendes geschrieben: | Das liegt aber auch daran, dass sich sehr viele absolut nicht mit dem Thema beschäftigen oder sich erkundigen, man sieht es ja auch immer wieder hier im Forum.
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Wollte hiermit nicht den eröffner des Threads angreifen, da es für mich in Ordnung ist, nachzufragen, wenn man etwas nicht weis. Jeder hat mal mit dem Thema angefangen!
Man sollte aber auch mal die vielen Möglichkeiten im Netz nutzen und sich mal Anleitungen anschauen, sich mit den entspr. Foren befassen und auch mal die Suche benützen.
Natürlich kann ich als Anfänger nicht gleich sagen, welche Beiträge von wem gut sind. Hat man sich aber mal so einige Foren angesehen, kann man auch sagen, wo und von wem es Qualitativ hochwertige Beiträge gibt. Leider vermisse ich das bei sehr vielen
Gruß,
Werner _________________ Paranoid-> Die Welt für sich wirklicher zu sehen, als sie für andere ist! |
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start78 MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 18.11.2004 - 08:24 Titel: Re: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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| Snoopy-1 hat folgendes geschrieben: | | Noch was an Start78 und vor allem Lego: Ihr habt wirklich immer sehr gute und Objektiv verfasste Beiträge, die ich nicht nur in diesem forum gerne lese, das trifft auch auf Frank Bicking und ein paar weitere zu -> weiter so! |
Das geht mir runter wie Öl, danke! :D
Ich dachte schon, ich wäre nur noch am motzen. Aber scheinbar gehöre ich nur zu den immer weniger werdenden, die komplett unnötige Fragen nicht einfach ignorieren.
Auch dieser Thread wäre vermeidbar gewesen und mit einem einzigen Link auf das Infocenter drastisch kürzer ausgefallen. Die entstandene Randdiskussion um Formatwahl hätte ich dann doch eher bei AudioHQ erwartet.
Zum Filesharing: Kaufanregung sollte imho die einzige Daseinsberechtigung für P2P sein! Was gefällt, wird gekauft (sofern möglich), Schrott wird wieder gelöscht... |
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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 18.11.2004 - 11:38 Titel: Re: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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| start78 hat folgendes geschrieben: | | Auch dieser Thread wäre vermeidbar gewesen und mit einem einzigen Link auf das Infocenter drastisch kürzer ausgefallen. |
Das bezweifele ich. Nicht immer können Anwender nur durch Lesen von statischen Inhalten, und das sind Infocenter und AudioHQ, das gebotene Wissen richtig einzuordnen und auf ihren Fall transferieren. Etwas Hilfestellung ist da schon manchmal gefordert und auch Sinn eines Hilfeforums und bei Nutzern die Eigenleistung zeigen auch berechtigt. Ohne diese zuordnende Hilfestellung verlieren Einsteiger angesichts der Fülle an Informationen relativ schnell den Überblick, das ganze endet in Überforderung und Frustration.
| start78 hat folgendes geschrieben: | | Die entstandene Randdiskussion um Formatwahl hätte ich dann doch eher bei AudioHQ erwartet. |
Genau diese Dinge sollen aber nicht nur auf AudioHQ stattfinden, sondern dort wo sie gesucht und gebraucht werden, nämlich in den Foren in denen "Umgewandelt" wird. Übertrieben formuliert: "Was nützen die tollsten Beiträge zum Thema mp3-Hardware auf einer .INFO Domain, wenn sie den Nutzer, welche hier auf MPEX oder anderen Foren heftig winkend ratsuchend rumstehen, nicht erreichen." Das Minimum ist verlinken um zu vernetzen. Meist kommt es aber ohnhin trotz verschiedener Schwerpunkte zur Kooperation und zum "ineinanderfließen der Inhalte", wie in diesem Falle.
Weiterhin gibt es zwischen mir und Frank klare Absprachen welche groben thematischen Grundzüge AudioHQ haben soll und was wir machen und was wir lassen. Angenommen ich habe ein sehr guten Beitrag zu Winamp geschrieben, so ist klar, daß dieser auf MPEX landen würde. Hier passt er thematisch und vom Umfeld her rein. Hier würden auch Nutzer zuerst danach suchen. Ein Expose über die Frage des "optimalen Paddings bei ID3v2.4 und Permancevergleiche" wäre vermutlich im mp3Tag-Forum oder auf der Helium-Homepage am Besten aufgehoben.
| start78 hat folgendes geschrieben: | | Zum Filesharing: Kaufanregung sollte imho die einzige Daseinsberechtigung für P2P sein! Was gefällt, wird gekauft (sofern möglich), Schrott wird wieder gelöscht... |
Nobler Spruch
Das widerspricht mit Sicherheit der Auffassung großer Teile der Nutzer von Kopierbörsen.
Im Vordergrund steht dort die möglichst preisgünstige Beschaffung von Musik bestmöglicher Qualität (soweit überhaupt möglich), mit möglichst geringem Zeitaufwand, für sich selbst und für Dritte. Der Faktor "reinhören und später eventuell kaufen" ist ein Ausnahmefall.
Die exzessive Nutzung von Kopierbörsen hat meist nur eine Motivation, nämlich eine Soziale. Filesharer genießen einen höheren sozialen Status, weil sie fast alles "besorgen" können und sie sich über Warez oberflächlich besser mit populären Anwendungsprogrammen auskennen.
Das allerdings wird erkauft mit einem immensem Zeitaufwand beim "Besorgen" selbst. Solche "sozialen Zusammenhänge" machen ja auch die manchmal auftretenden suchtähnlichen Phänomene aus, welche auftreten, wenn Filesharer von ihrem täglichen "Dope" getrennt werden. Außer über solche Zusammenhänge lassen sich "Crap-Kollektionen" aus Musik und Filmen in Größenordnungen von Terrabyte (TB=1000GB) die qualitativ meist über die gesamte Bandbreite gehen nicht erklären. Hier geht es um Aufmerksamkeit, Anerkennung und Status, nicht um kostenloses Vorhören und Planung eines späteren Kaufs. Das was erfahrene Kopierbörsianer auf ihren Rechner horten, könnten sie vermutlich nie bezahlen. Dummerweise hat die Story auch eine unangenehme Begleiterscheinung. Die leichte Beschaffung und der erhöhte Konsum läßt den Geschmack verflachen. In den wenigsten Fällen werden Alben mehrfach gehört. Macht auch wenig Sinn, wenn bereits weitere 30 GB für den nächsten Tag in der Esel-Queue stehen.
Schlimmer noch, der immense Aufwand für das Beschaffen von "Stoff" und das schaffen sozialer Beziehungen und "Connections" geht komplett von der Zeit ab, in der eine gute CD auch gehört werden will, bis hin zum Extrem, daß Filesharer überhaupt nie Album mal durchgehört haben oder wissen, daß was sie bereits alles auf ihrem Rechner zusammengerafft haben.  _________________ Signaturen sind oft überflüssig!
Zuletzt bearbeitet von Lego am 18.11.2004 - 14:01, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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start78 MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 18.11.2004 - 12:33 Titel: RE: MP3 in Atrac3plus - Qualtätsverlust? |
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Meine Rede!
Diese P2P-Junkies kommen dann auch mit so kreativen Ausreden wie "kopiert wurde doch schon immer" und fühlen sich durch eine Null-Niveau-Aktion des CCC auch noch in ihrem Glauben bestätigt: Musik muss kostenlos sein!
Gerade weil derzeit so viel Müll produziert wird
(paradoxerweise eine weitere Ausrede, als ob es gute Musik nur noch im P2P-Netz gäbe),
sollte Musik ihren Preis kosten...
Da aber das Kind eh schon in den Brunnen gefalllen ist, werde ich diese Diskussion langsam leid.
Nun muss ich mich eben mit Kopiersperren rumärgern und auf eine günstige Preisentwicklung hoffen. |
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