| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Lego MPeX.net Wizard
|
Verfasst am: 07.02.2005 - 20:49 Titel: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
... sind sie überhaupt intressant ?
... Onlineverkauf von Musik-Daten die Zukunft ?
... was ist überhaupt intressant an dieser Musikdistributionsform die derzeit zu vielen Kennern noch als Irrweg erscheint ?
kurze Statements und einige Gedankengänge meinerseits:
Welche kommerziellen DRM-Formate sind populär ?
Aus meiner Sicht sind WMA/ASF und Quicktime AAC/M4P derzeit noch Randerscheinungen, die nur durch die OnlineShops einen gewissen Bekanntheitsgrad (teilweise auch eher zweifelhaften) bekommen und keinen Deut besser sind als LAME-mp3. Insbesondere die Bedeutung dieser "Dönerbuden zur Musikdistribution" wird angesichts eines sehr kleinen Marktanteils und geringer Gewinne sehr überschätzt.
Millionen abgesetzer Dateien täuschen darüber hinweg, daß die Betreiber meilenweit entfernt von ihren Gewinnerwartungen sind. Der Bekanntheitsgrad resultiert weniger aus dem Umstand weitgehender Zufriedenheit der Nutzer, sondern ist eher durch den Frust aufgrund der maximal möglichen "Entrechtung der Benutzer", Gängelung und Bevormundung zu verdanken. Den Rest des Bekanntheitsgrades macht die teuere Werbung im TV.
Was hier an fehlender Usability und Benutzerfeindlichkeit abgeht, ist aber nur ein leichter Vorgeschmack auf die zukünftigen Pläne der Industrie mit Paladium, Longhorn TCPA und Co. Der Weg den hier die Musikindustrie in Tateinheit mit großen Softwarekonzernen geht, führt geradewegs in den Untergang, Liquid Audio und Popfile.de sind gute Beispiele wie man durch zuviele Einschränkungen Geld in den Sand setzen kann und DRM-Formate für die Katz entwickelt. Es fehlt der Dialog mit dem Konsumenten, der sich an Zweckmäßigkeit und Kompromissen beiderseits orientiert.
Bei fast allen XP-Nutzern zwar vorhanden ist der WMA Encoder, aber er wird nur von Anfängern benutzt, die auch schnell die Grenzen des Windows Media Players im Audiobereich kennenlernen. Ein einziges standardmäßig gesetztes Häkchen seitens MS macht aus einer Musiksammlung nach einer Betriebsystem-Neuinstallation Datenschrott. Auch die Formaterweiterung und positiv zu wertenden Verbesserungen seit Vers. WMA 9.x mit WMA VBR (Pro) und Mehrkanalfähigkeit ändern daran wenig. Immerhin ist WMA 9.x jetzt Gapless Playback-fähig und somit aktuell sogar höher entwickelt als alle iTunes-Lossyformate. Der schlechte Ruf von WMA und grenzenlose Selbstüberschätzung seitens des Anbieters rächen sich an dieser Stelle.
Jeder weitere hinzukommende Codec im Bereich der verlustbehafteten Formate um die Ratio 1:7 herum ist zwar eigentlich überflüssig, außer er bringt mindestens schon mal Gapless Playback und flexibles Tagging mit, aber wird von den newsgeilen Medien willkommen geheißen als Ablösung für mp3, so bedeutungslos und nichtsagend diese Formulierung auch mittlerweile sein mag. Auch das AAC-Format erscheint etwas vermutlich etwas aus diesem Grund verfrüht im Markt und gibt sich im Gesamtkonzept noch etwas unsicher, defizitär und schüchtern. Selbiges gilt für AACplus, welches nur ein sehr eng spezifiziertes Einsatzgebiet hat, aber bereits eine Weile durch O2-Onlineshops (und AOL ?)verkauft wird. Alle genannten werden vom quelloffenen Multitalent Ogg-Vorbis von 32 kbps bis hinauf in die transparenten Bitraten flankiert und mitunter überschätzt.
Populismus ?
Musepack, Ogg und weitere Alternativen werden nach wie vor von den Meinungsmachern in Deutschland ignoriert, allen voran den Computer-Fanzines. Außer der Nennung und auffallend gutem Abschneiden bei Multiformat-Tests erscheint kaum etwas in Computermagazinen. Es fehlen einfach die in der Vergangenheit üblichen "Jubelperser" und millitanten Fans, die sich formatwechselwillig und empfehlungsfreudig durch Foren vagabundierend von Lossy zu Lossy hangelten.
Wirkliche Formatwechselwillige landen angesichts großer Volumina von Festplatten bei Lossless und verabschieden sich aus dem verlogenen Lossy-Zirkus. Die fehlende Berichterstattung über freie Formate wird sich wohl kaum ändern solange CHIP, DataBecker-Zeitschriften, PC-Welt und Co. von den meisten versierteren Computernutzern zur Meinungsbildung herangezogen werden. Allenfalls Computerfanzines aus dem Verlagshaus Heise haben sich in den vergangenen 7 Jahren dann und wann einmal zu positiver Berichterstattung hinreißen lassen, mehr war leider nicht drin. Es entstanden zwar Ansätze zu Entstehung einer Subkultur, daraus geworden ist allerdings wenig.
Frickelware
Artikel für versierte Nutzer sind ohnehin eine Seltenheit, INFO-Domains zum Thema wie etwa AudioHQ oder MPEX.net offenbar nur für eine zwar langsam wachsende aber zahlenmäßig geringe Gruppe von vermeintlichen "Hobbybastlern" intressant. Themenorientierte Sonderhefte im Zeitschriftenhandel besprechen meist nur "1000 Tipps zu iTunes, MusicMatsch Juxbox und Co." Es gehört aber eigentlich nicht viel Mut dazu sich auf die vermeintlichen "Frickelware" einzulassen. Seit Jahren stehen einige sehr informative und auch umfangreiche Infoseiten zur Verfügung, die sich im Netz nur langsam herumsprechen. Als Beispiel sei zB MPEX.net genannt, die seit Jahren den Bereich Winamp und mp3 glänzend abdecken. Noch immer überwiegt in den Medien die extrem ärgerliche gleichzeitige Nennung von Audiokompression im Zusammenhang mit Filesharing (Kopierbörsen). Nutzer von Programmen zur Audiokompression sind aber nicht immer auch zwingend auch Filesharer, vielmehr ist mE der starke Trend festzustellen, daß versierte Dauer-Nutzer von Audiokompressionssoftware feststellen, daß im Filesharing fast ausschließlich minderwertige Dateien getauscht werden und deshalb innerhalb kurzer Zeit eine sehr starke Oppositonshaltung einnehmen, wenn sie unberechtigt mit Filesharern in einen Topf geworfen werden. Meinereiner zählt sich übrigens zu dieser Gruppe, ich hab mit dem Musik-Rotz der im Netz erhältlich ist, überhaupt nix am Hut.
Höhrere Transferraten im Bereich der Internetzugänge ermöglichen es zwar dem Normalo und Filesharer in erster Linie "mehr" anstatt "besser" zu saugen. Die Mehrheit der Filesharer entscheidet sich aber wohl für eher Mehr. Falsche Richtung (!). Eigentlich müßte aber schon längst der Run auf die Lossless-Kopierbörsen ausgebrochen sein, was nicht wirklich der Fall ist.
Eigentliches Ziel der Audiokompression ist:
Nicht kopiergesperrte Audio-CDs oder Teile daraus per Software für den Eigenbedarf so zu kopieren, daß sie verlustfrei (oder definiert verlustarm) transformiert, transportiert, vermischt und archiviert werden können. Es wird hiermit versucht, sie auf Datenträgern unterschiedlichster Art abspielbar zu machen und mit vertretbarem Aufwand über unterschiedliche Medien zu übertragen, weiterzuverarbeiten. Wohlgemerkt unter Berücksichtigung der Eigenschaften selbsterstellter Medien, der Übertragungswege und der großen Vielfalt vorhandener Hardware- oder Computersysteme. Geschieht dies mit einer möglichst geringen Nominalbitrate, so nennt man das eine effektive Transmission (Übertragung) der Inhalte.
Lossless-Formate haben in Zukunft für Archivierungszwecke die größte Chance auf zunehmende Verbreitung, wenn die Festplattengrößen im Consumerbereich weiterhin so rasant wachsen. Solche Entwicklungen finden sich allerdings in den Medien die sich ua auch mit Audiokompression beschäftigen, kaum Aufmerksamkeit.
Um Verbrauchsmusik für mobile Player herzustellen, ist es ziemlich egal welches Lossy-Format man benutzt, sie werden gewöhnlich aus einer hochbittigen Quelle (seltener von CD), als niederbittige Kopien erstellt, eine Weile konsumiert und anschließend wieder gelöscht. Wer braucht in diesem Bereich mehr als das heute gebotene? Bei der Technik der mp3-Player selbst hat sich doch seit Jahren im Wesentlichen nichts getan, außer vielleicht beim Fassungsvermögen.
Wenn man über zukünftige Audiokompressionsformate berichten will, sollte man sich weniger auf das aktuell Benutzte konzentrieren und warum es wie benutzt wird. Das war übrigens auch Grund warum mp3 und andere Lossy-Formate auf AudioHQ nicht Hauptgegenstand wurden. Die einzige Entscheidung für ein Lossyformat die wir zukunftsweisend fanden, war die Arbeit an OGG-Vorbis mit Vorbis.AudioHQ. Diese Integration der Inhalte war naheliegend und zwingend, weil es sich um den einzigen Codec handelt, der über die komplette Bandbreite hin eingesetzt werden kann und uns zusammen mit Musepack empfehlenswert erschien. Zukünftige Nischenprodukte wie etwa AACplus intressieren aber eigentlich versierte Nutzer wenig und sind eigentlich nur Leute von Intresse, die vor einer Kaufentscheidung für eine Hardware stehen.
Zunehmend ärgerlich ist, daß trotz mehrjähriger Aufklärungsarbeit in der Tagespresse, TV und im WWW nach wie Audiokompression synonym mit mp3 behandelt wird. Synonym bedeutet, daß das Wort und tiefere Bedeutung mit mp3 gleichgesetzt wird. Dies ist umso ärgerlicher, weil es sich mp3 bereits um ein retardiertes und seitens der Industrie nicht mehr weiterentwickeltes Format handelt, auf dem besten Weg zur Abandonware. Die einzigen Entwickler die seit Jahren noch an diesem Format weiterarbeiten sind die LAME-Entwickler, der quelloffenen Variante von MPEG 1 Layer 3. Erst LAME hat das Format zu einem transparenten Audiocodec gemacht. Die Erfinderfirmen gaben sich bereits mit "CD-Qualität" um 128 kbps zufrieden.
zukünftige Themen können sein:
- wie und mit welchen Programmen kann man alle angebotenen Vorteile verschiedener Audioformate nutzen
- wie kann man aus einem Rechner eine höhere Audioqualität herausholen, "mein Rechner als Multifunktions-Media-Compi"
- kostengünstiges Tuning von Audio-Hardware, Upgrade-Beratung,
- Entwicklung im Bereich freier Formate und MPEG 7, welche ja alle Fehler der Vergangenheit korrigieren soll
- was überhaupt alles schief gehen kann, qualitative Nutzungsanalayse (Lernen aus Fehlern)
Zusammenfassend kann ich aus meiner Erfahrung nur folgendes sagen
Die Formate unterscheiden sich eigentlich innerhalb ihrer Klassen nicht oder nur kaum. Weder die "freien Entwicklungen" noch die kommerziellen Formate haben mittlerweile überragende grundsätzliche Vorteil, sind sich leider sehr ähnlich in ihrer Performanz. Die Existenz des einen deklassiert keine der anderen Alternativen, hier entsteht ein riesiges Feld in dem potentielle Nutzer beraten werden wollen.
Ratio 1:2 Lossless-Formate, man suche sich aus, welches die sympathischste Dateiendung hat, ansonsten gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Selbst die kommerziellen Anbieter wie etwa MS, Real Networks und Apple haben sie für sich entdeckt und bieten seit den vergangenen beiden Jahren Lossless Varianten ihrer proprietären Formate an.
Ratio 1:7 Hier kann man aus einem Überangebot wählen. Musepack ist der performanteste, Ogg der "freieste" und LAME-mp3 der beste für mp3-Rückwärtskompatiblität. Archiviert wird meist in transparenten Bitraten auf einem PC und da kann man sich unter den Formaten relativ frei eins aussuchen. Weitere Formate welche keine neuen Features mitbringen, sind meist völlig unnötig. Man zwingt damit nur die Nutzer dazu, sie in kompatiblere Formate "umzuwandeln", zu transcodieren, damit sie auf vorhandener Hardware laufen. Der sinn und Zweck zB von mp3 Surround ist es Lücken zu schließen, revolutionäre Entwicklungen sind nicht zu erwarten.
Ratio 1:10 und höher ergeben Verbrauchsbitraten, das Abspielgerät gibt die Rahmenbedingungen vor, man muß also das Format nehmen welches durch den Hardware-Decoder vorgegeben ist. Meist ist eine niedrige Bitrate zuungunsten der Qualität erwünscht. Auch hier sollte jeder seinen persönlichen Kompromiss finden können. Niemand wird ernsthaft anfangen AACPlus auf einem Rechner zu archivieren, son Zeugs gehört auf Handys oder ins Webstreaming/Webradio.
Meiner Meinung nach verändern sich die "Marktanteile" und Verteilungen der Formate auch seit Jahren kaum. Die in die Oberliga abwandernden versierten Nutzer die Lossless benutzen oder sich für ein neueres Lossy-Format entscheiden, findet man kaum als Hilfsbedürftige in Foren und die nachwachsenden Frischlinge werden sich mit ihnen sicher zahlenmäßig die Waage halten. Ich denke, daß die Zahl derer die Kontakt mit Audiokompression haben einfach nur global wächst, weshalb sich die Anteile verfestigen werden.
DRM-Formate von MS & Co.
DMR-Codecs werden ausschließlich von den Konzernen benötigt um ihre Ware an den Käufer zu bringen, niemand sonst braucht sie. Der Verbraucher selbst hat keinen zusätzlichen Nutzen oder Komfortvorteil durch einen Wechsel zu einem Firmenformat. Eine Chance über die Formatwahl mitzuentscheiden gab's sowieso nicht, man wird einfach nicht gefragt. Verlustbehaftetes Transcodieren (zB wma->mp3) in eine kompatiblere Dateiendung ist somit bei vielen Nutzern leider Pflicht, was aber bei den ohnehin nichttransparenten Bitraten kaum ins Gewicht fällt. Hierdurch entsteht ein zusätzlicher unnötiger Aufwand. Existierende Techniken wie etwa Containerformate werden leider nicht genutzt.
Plastisch erklärt, "willst Du Tüsney-Musik hören, must Du auch den Tüsneyplayer Blaue Blase installieren und die erforderlichen Komponenten für's Tüsney-DRM Format Grüner Stuss benutzen und natürlich auch fehlenden Komfort und fehlende Kompatibilität auf Dich nehmen". Ohne Blaue Blase und Grüner Stuss läuft sonst gar nix. Beide laufen selbstverständlich nicht auf allen Hardwareplayern, deshalb müssen auch noch zusätzlich die von Tüsney beworbenen Playerchen My First Ear vom Kooperationspartner "Fischa Preiss" gekauft werden. Wer sich den derzeit prominentesten Online-Musicshop für WMA/ASF mit DRM anschaut wird verstehen was ich damit meine. Der etwas verschämte aber kaufwillige Rocker in der Fernsehwerbung der heimlich kauft, wird sich umgucken was alles nicht geht. Nur wird in diesen Reklamesendungen wohl nie sein dummes Gesicht gezeigt werden, sowas gehört einfach nicht ins Weltbild der Befürworter von legalen Shops. Mittlerweile dürfte der "Rocker" nach einer kurzen Probierphase aber sicher auch wieder Filesharing nutzen, da bin ich fast sicher. Das dumme an der geschichte ist, daß die Betreiber nicht in Personalunion mit den Erzeugern der Inhalte arbeiten, weshalb die Online Music Shops gewissermaßen jede Spinnerei der Rechteinhaber-Industrie erfüllen müssen um zu ihrem "Content" zu kommen. Das ist die eigentliche Crux, weshalb diese Form der Musikdistribution nie aus ihrem Schattendasein herauskommen wird und die Läden noch lange Zeit ein "Dönerbuden"-Dasein fristen müssen. Dönerbude deshalb, weil es sich bei der verkauften Ware um etwas handelt, was den lokalen Heisshunger bekämpft, nichts mit "Vollwert" zu tun hat und in einem "Fast Food"-Ambiente konsumiert wird. Noch nicht einmal die Contentanbieter nehmen die Onlineshops ernst, deren Umsätze schon gar nicht. Online-Musicshops mit DRM werden in einigen Jahren als "Dinosaurier-Konzepte" bezeichnet werden.
Geht irgendetwas schief in diesem DRM-Zirkus, lassen sich zB Lizenzen nicht mehr reaktivieren, so ist immer der User schuld, egal wie kompliziert und verkorkst sich das Gesamt-System in seiner Usability oder Verstehbarkeit gibt. Anschließendes Telefonieren mit dem Support bei wenig versierten Nutzern ist damit irgendwie vorprogrammiert. Egal wie verbraucherfeindlich die derzeitigen technischen Umsetzungen sind, man muß sie akzeptieren, will man ein bestimmtes Angebot nutzen. Einerseits kriegt man beim Kauf eines mp3-Players erklärt wie leicht man eigene Musik von CD aufs mobile Gerät bekommt. Anderseits liegen vor den Nutzern dann aber inkompatible kopiergesperrte Dateien und Un-CDs, dies erscheint mir alles als ein großangelegter Unfug. Andere Wege den Player zu füllen gibts ja kaum, außer über einen PC. Der einzige Ausweg ist komplett auf den Nepp zu verzichten.
Der Kunde selbst braucht diese Firmenformate ohnehin nicht wirklich, kennt und nutzt bereits bessere wie etwa LAME-mp3 oder gar Lossless. Weshalb sollte er sich also diesen aufgenötigtem "Software-Zirkus" antun, es geht doch nur um ein paar Audiodateien die weit unter der CD-Qualität liegen. Die anachronistische "Fort Knox"-Mentalität der Anbieter solcher "verdünnten" Musikalien ist für Verbraucher eigentlich kaum nachvollziehbar, aber wohl Ergebnis einer tradierten Grundhaltung die Besitzstandswahrungsmentalität über die Bedürfnisse des erwünschten Kunden stellt. Hinzu kommt, daß er für das DRM-Rumgespinne auch noch 1 EUR pro Datei blechen sollen. Nutzer anderer Betriebsysteme als Windows werden komplett ausgeschlossen, brauchen sich erst gar keine Gedanken machen. Auch der iTunes Music Nepp richtet sich vornehmlich nur an Mac OS- und Windows-Nutzer, wollen eher als Statussymbol denn als wirkliche Alternative zum CD-Kauf und Filesharing verstanden wissen.
Gerade dieses fehlende Mitspracherecht und die vom Anbieter gewollt eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten, die nur dem Nutzer aufgebürdet werden, ärgern doch potentielle Kunden am meisten. Das macht einen großen Teil der Enttäuschung aus. Wer außer den Downloadshops braucht also DRM? DRM-Formate sollten also eigentlich keinerlei Chance haben in einem Markt mit freien Alternativen. Wenn sie es trotzdem haben, so liegt es an der TV-Werbung und an den juristischen Repressionen, die viele Neugierige zu den "legalen Alternativen" treiben, ist halt durch die Berichterstattung in den Medien grad auch in Mode. Wenig versierte Anfänger und blutige Neulinge bekommen hier in Massen ein wirklich falsches Bild von unserem Hobby. Letzendlich gibts nicht einfacheres als eine CD auf den PC zu rippen. Legal mögen diese Saftläden ja sein, aber Alternativen zum bisherigen sind sie keinesfalls. Wer unbelastet und ohne Vorurteil diese vermeintlichen "Alternativen" ausprobiert, dem vergeht bereits nach kurzer Zeit "hören und sehen" und meiner Ansicht nach kehrt der Großteil schnell wieder reuig zum bewährten Rippen eigener CDs zurück.
[QUOTE=Zitat eines EX-ITMS-Nutzers]Wenn ich Musik unbedingt haben will, dann kaufe ich mir lieber die CD und wenn ich die als komprimiertes Format z.B. für meinen Player brauch, dann rippe ich sie, in das Format und in der Bitrate, wie es mir passt![/QUOTE]
Nennt mich ketzerisch, aber dummerweise muß man Apple auch noch viel Erfolg beim Geschäft mit ihrem Online Music Shop wünschen.
Die "Alternativen" sind allesamt fest in der Hand von Microsoft/WMA/Windows Media Player, womit die Strategie seitens Microsoft bei jeder Installation von Windows eine Windows Media Player Zwangsinstallation vorzunehmen, aufgegangen wäre. Nicht umsonst ist diese Form der Distribution von Software Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen mit dem Microsoft.
Die Bösen
Die Eröffnung des MSN Music Shops zeigt, daß Microsoft jetzt auf dem Weg ist, den von anderen Anbietern erschlossenen Markt aufzukaufen. Alternative Shops wie der von AOL sind keine rechte Alternative, weil dort residiert die selbe verbraucherfeindliche Gesinnung wie im Hause Real und MS. Auch die Gesinnung des klonkurierenden Systems aus dem Hause Sony ist nicht davon zu unterscheiden.
Konkurrenzkämpfe ?
Zum Glück ist das Marktsegment des Online-Musikverkaufs nicht wirklich groß und vornehmlich auch nur angesichts der Bitraten darauf beschränkt als "Füllstationen für Ei-Pott und Co" zu dienen. Hier wird wie in einem Saftladen für teures Geld Saft verdünnt und in 128 kbps Dateien umgefüllt. Dieser verdünnte Trunk wird dann auch noch mit Verschlussmechanismen versehen, der nur mit "Markendosenöffnern" von Apple oder MS geöffnet werden kann. Lange kann man die Leute nicht für doof verkaufen, wirklich erfolgversprechend erscheint mir das Geschäftsmodell ohne einen Wechsel auf 100% Saftgehalt jedenfalls nicht. Und wie im realen Leben der Safterzeuger, nämlich den Orangen-Bauern in der dritten Welt geht das Hauptgeschäft an den eigentlichen Produzenten der Musik, den Künstlern, vorbei. Ich bin für Transfair-Saft.
Saftvorstufe
Auf die Hardware-Dongelung der Billigsäfte mit den proprietären iPott/WMA-Dosenöffner kann wahrscheinlich auch jeder Verbraucher verzichten. Selbst die Stiftung Warentest, die sonst mit sowas bei Produkten der Unterhaltungsindustrie kaum Probleme hat, hat dies negativ angemerkt.
Eine Alternative zum Kauf von MusikCDs sind sie keinesfalls, eher eine Form der "Dritt"-verwertung. Im Vordergrund stehen immer noch Merchandise und CD/DVD-Verkauf.
Das Geschäft mit Software-Kopiersperren erscheint mir ebenfalls etabliert und allgemein Akzeptanz bei den Musikanbietern zu finden? Die zugehörigen Patente innerhalb der entsprechenden Portfolios dürften den Höhepunkt ihres Wertzuwachses erreicht haben. Cactusshield und Co. sind die eigentlichen Gewinner der Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre. Der Wert solcher Firmen dürfte vermutlich von 0 auf mittlerweile "heftig teuer" gestiegen sein. Ich vermute aber mal, daß die Mehrzahl dieser Spezialfirmen ohnehin in Besitz der Musikkonzerne selbst sind, wäre aber intressant das zu überprüfen.
Es ist auch eine perverse Logik, diejenigen Repressalien auszusetzen und zu drangsalieren, die ein "legales Angebot" nutzen möchten. Der Käufer der Ware hat durch den "legalen Download" zusätzlich zum exorbitant hohen Preis größere Nachteile in Kauf zu nehmen als ein vergleichbarer Nutzer einer etwas weniger legalen Kopierbörse oder Angebotes, wie etwa bei einem spanischen oder russischen Anbieter.
Schlimmer noch der Download-Shop Nutzer muß sich von vielen Seiten zurecht für dumm erklären lassen, weil die Kopierbörsen-Nutzung sich doch eigentlich durch alle Gesellschafts- und Einkommenschichten hindurch etabliert hat und mit sozialer Akzeptanz verbunden ist. Ethisch moralisch versagt doch nicht ohne Grund bei den Menschen das Ungerechtigkeitsempfinden wenns ums "etwas besorgen" geht. Solange man "gesaugten Kram" nicht verkauft, befindet man sich in einem Umfeld und genießt gesteigertes Intresse der Umwelt. Derjenige der etwas "besorgen kann" bekommt doch immer noch in sozialen Zusammenhängen postivere Anerkennung und ist eher im Mittelpunkt zu finden, kann mitreden und in einer beliebiger gewordenen Medienwelt Schritt halten. Diese seit Anbeginn der Napster-Ära existierende Realität ist doch gelebter Alltag. Sie passt zwar nicht in die offizielle Lesart und auch nicht in eins sich immer konzentrierende Medienwelt die von Konzern-Konglomeraten längst gesteuert wird. Aber sie existert einfach, natürlich ungefragt neben einer auf Wachstum fixierten Industrie. Wenn man sich die Diskussionen um diese Analysen anschaut muss einem doch klar werden, warum Medienkonzerne solche eine Druck auf die Politik ausüber wollen und scheinbar auch können. Dennoch haben freie Kulturen, die Technologien befreien und den Nutzern übergeben die bessere Überlebenschance, weil sie sich einfach besser in die real erlebte umgebende Welt der meisten Menschen einbauen lassen. Das Verschenken und Tauschen von Dingen innerhalb des Kreises von Freunden und Verwandten ist einfach tausende von Jahren älter als das Bestreben seitens der Konzerne in diesen Bereich irgendeine Kontrolle über die Inhalte zu erlangen.
| Zitat: | | "Der fundamentale Akt von Freundschaft unter denkenden Wesen besteht darin, einander etwas beizubringen und Wissen gemeinsam zu nutzen. Dies ist nicht nur ein nützlicher Akt, sondern es hilft die Bande des guten Willens zu verstärken, die die Grundlage der Gesellschaft bilden und diese von der Wildnis unterscheidet. Dieser gute Wille, die Bereitschaft unserem Nächsten zu helfen, ist genau das, was die Gesellschaft zusammenhält und was sie lebenswert macht. Jede Politik oder jedes Rechtssystem, das diese Art der Kooperation verurteilt oder verbietet, verseucht die wichtigste Ressource der Gesellschaft. Es ist keine materielle Ressource, aber es ist dennoch eine äußerst wichtige Ressource." | Quelle
Das wird sich auch durch die wenigen Prozesse gegen ein paar bestens ausgesuchte Sündenböcke nicht ändern. Würden diese Sündenböcke ordentlich juristisch durch Anwälte unterstützt, ließe sich das Blatt sogar evtl. wenden und die hohe soziale Akzeptanz der Kopierbörsen wäre offensichtlich. Dann müßten neue Kompromisse ohne staatliche Eingriffe her. Derzeit müssen ja die Kopiersperren noch zusätzlich durch Gesetze geschützt werden, weil sie nicht funktionieren. Durch die UhG-Novellen bleibt es wohl aber beim derzeitigen Status Quo, daß Millionen von Menschen etwas tun und von etwas profitieren, was mittlerweile von Art, Form und Ausmaß her in jeden Fall schon unter dem Begriff "Teilhabe am kulturellen Leben in unserer Gemeinschaft" läuft. Gerade einkommensschwache und sozial Benachteiligte sichern sich über Filesharing eine "Teilhabe am kulturellen Leben", welches sie sich ansonsten früher durch Mitschnitte von TV, Radio etc. gesichert haben. Dies sollte jetzt nicht als Pladoyer für ein "Menschenrecht auf Filesharing" mißverstanden werden. Fakt ist aber, daß sich diese Personengruppen ohnehin wegen "Sozialhilfe und Co." das entsprechende Produkt nicht hätten leisten können. Entsprechend entsteht hier auch keinerlei Schäden durch ausfallende Gewinne.
Das ganze DRM-Zeugs verteuert übrigens auch die zu verkaufenden Produkte, der Nutzer selbst finanziert die Maßnahmen, die ihn selbst wiederum einschränken. Das ganze wird zusätzlich garniert durch überzogene Preisvorstellungen seitens der Anbieter. Kein vernünftiger Mensch macht das lange mit, ohne wenigstens in einem gewissen Maße mitbestimmen zu wollen. Würden die Künstler über neue Intressengemeinschaften in einen vernünftigen Dialog mit den Verbrauchern treten käme sicherlich auch für beide Seiten tragbarere Lösungen zustande. Derzeit aber profitieren von der fehlenden Dialogbereitschaft nur die Anbieter von digitalem Restriktionsmanagement und die Anwälte und Detekteien, welche auffällige Filesharer aufspüren und für die Juristerei nach "Wehrhaftigkeit" und sozialen Kriterien vorsortieren. Nicht ohne einen bitteren Beigeschmack bekommen zusätzlich Softwarekonzerne Zugriff auf einen Bereich der sich bisher eigentlich auch selbst regulieren konnte, zusammen mit der Monopolisierung und Konzentration zu Multimedia-Großkonzernen eine bedenkliche Entwicklung.
Als Zumutung für unbefangene Kunden empfinde ich, daß es zu den vielen Restriktionen und Einschränkungen der DRM-Formate auch noch mehrere teilweise unterschiedliche zueinander inkompatible Formate gibt. Zur Vielfalt der Firmenformate iTunes m4p, Sony Connect, Real AAC, Musicload WMA/ASF kommen noch Einschränkungen hinzu hinsichtlich der Software und auch Abspielhardware. Auch hier wird potentiellen Benutzer etwas aufgezwungen, was er vielleicht vorher gar nicht wollte. Es ist ja nicht so, daß WMP, Sonicstage und Real Player zu den beliebtesten Software-Playern gehören oder der StandardDVDplayer ohne weiteres das Musicload-WMA abspielt, geschweige denn, daß man iTunes mp4 auf einem anderen Player als dem iPott abspielen könnte.
Mittlerweile hat aber sogar der mächtige Sony-Konzern seine Politik ändern müssen und zusätzlich zu seinem mittelmäßigen Atrac-Codec bei Hardware-Playern noch mp3 mit ins Sortiment genommen. Liquid-Audio ist übrigens auch ein gutes Beispiel dafür, wie ein von "Jubel-Persern" gefeiertes DRM-Format nach einem tollen Start innerhalb weniger Monate eine Bauchlandung erleben kann, weil es nicht gebraucht wurde.
Alle Umfragen unter an Download-Diensten Intressierten ergeben mit hoher Wahrscheinlichkeit, daß eigentlich alles nach kompatiblem mp3 schreit, weil damit direkt der mp3-Player gefüttert werden kann. Mittlerweile spielen ja selbst Küchengeräte auf Wunsch mp3 ab, nicht aber das DRM-Zeugs.
Der Einzelverkauf, der lediglich den alten Single/Maxi-Markt ersetzt, orientiert sich immer noch am Verkauf eines Stückgutes ähnlich einer CD oder eines Laib Brotes. In Wahrheit werden aber Daten verkauft, da können erlebnisse vermittelt werden, richtiges Entertainment, da muß sich die tradierte Musikindustrie noch mächtig umstellen, will sie den Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Diese Formen des bisherigen "Einzelhandels" wird spätestens verschwinden, wenn ABO-Dienste in Deutschland eingeführt werden. Für ABO-Dienste werden intrinsisches DRM (also Verschlüsselung die in der Datei selbst weitergetragen wird) nicht benötigt.
Artikel und Berichte über all diese Eigenheiten der Formate müssen also auch im Kontext mit ihrer vorherrschenden Erscheinungsform gesehen werden. Damit schreibt man aber letzendlich Werbeartikel für die Patentinhaber Microsoft, Real Networks, Coding Technologies oder Apple, wenn man sich in größerem Umfange mit Firmenformaten beschäftigt. Man macht sich somit zum verlängerten Arm der Downloadshops, ohne einen direkten Profit zu haben. Auch in Hinblick darauf, daß hinter den DRM und TCPA Firmenformaten auch eine Software-Patente-Industrie steht, die ohnehin niemanden mehr braucht, außer sich selbst (auch den Benutzer nicht), wäre eine größere Verbreitung von Firmenformaten eher als bedenklich anzusehen, zum Verbraucherschutz, Komfort und Wohlbefinden tragen sie jedenfalls nicht bei. Desweiteren dringen durch diese Software/Hardware-Sperren Konzerne in die Medienwelt ein, welche eigentlich dort nichts zu suchen haben, als Beispiel sei nur der Microsoft-Konzern genannt, dessen Utopien nicht überall in der Welt von Seiten der Regierungen dieselbe Unterstützung finden wie in den USA und deren barbarischen rücksichtlosen Vorgehensweise gegenüber Konkurrenten auch nicht unbedingt gerngesehen werden. Wobei MS ja mit dieser Art ökonomisch zu wirtschaften ja nicht allein steht und noch weitere große Konzerne direkt dahinter stehen und ähnlich operieren. Meiner Ansicht nach sind die allgemeinen Umgangsformen und Manieren die mit dem Exportschlager "liberalisierte Wirtschaftsformen" und größere "Freiräume für das internationale Agieren von Konzernen im Rahmen ihrer Wettbewerbsfähigkeit" aus den USA vorgelebt wurden, nicht unbedingt in Europa gewollt. Ich sehe keine Bereicherung der Kultur solchen Unternehmungen unbedingt auch noch in Europa Zugang zu Fernsehen, Presse und Unterhaltung zu erlauben.
ABO-Dienste verschiedener Formen werden mE den "Einzelhandel" mit Dateien ohnehin als "ersten zaghaften Versuch" und fehlgeleiteten Blödsinn einfach wegwischen. Dummerweise werden wir danach dann vermutlich immer noch über DRM in Form der Verschlüsselung von Streams reden müssen. Dann reden wir aber nur über Preise und wie hoch oder niederschwellig der Zugang zur Kultur für einkommensschache Gruppen sein wird. Währendessen wirds dem Filesharing weiterhin bestens gehen, weil er simpel, bequem und allerbestens sortiert ist. Das ganze entwicklet sich zu einer eigenen Gegen- oder Nebenkultur. In der Zukunft ist es denkbar, daß dort auch urheberechtsfreie Inhalte hohe Popularität erreichen können. Je nachdem welches Filesharing-Programm man heute nutzt, kann man schon heute solche zukünftigen ABO-Dienste ausprobieren. Emule-Nutzer bevorzugen Filme unterschiedlicher Qualitäten, Direct Connect bedient ScanComix-Liebhaber und Musiksammler gleichermaßen, Kazaa füllt nach wie vor den mobilen Player und auch für andere Vorlieben gibt die entsprechenden Programme und Communitys. Erst wenn es Medienformat-Anbieter gibt, die in einer dieser Disziplinen wie etwa dem Komfort oder der Auswahl, zu einem vernünftigen Preis, anstinken können, wird sich etwas ändern. Aber ganz sicher wird DRM dabei keine Rolle spielen, zumal Lösungen die von Menschen mit freiem Gedankengut verbreitet werden immer mehr Zuspruch finden. Man denke nur an die Beispiele OGG und Linux. Letztenendes war mp3 aus meiner Sicht auch nie als ein Endanwender-Format und Codec geplant, die heutige verbreitung eher ein Unfall. Richtig gut, weit verbreitet und von Repressalien befreit wurde es aber durch die LAME-Entwickler. Nur diese freie Form als LAME und in Teilen der Radium-ACM-Codec (Warez) haben den heutigen "Stand der Dinge" überhaupt erst herbeigeführt. Audiokompression und Lossy Formate wären niemals so verbreitet wie heute, hätte ein Konzern die Regie übernommen und die Rahmenbedingungen vorgegeben unter der eine Erstellung und Verbreitung von Inhalten möglich ist. Utopien seitens Bill Gates und "Disney's Erben" gehen allerdings in eine ganz andere Richtung und versuchen immer mehr eigentlich vergemeinschaftlicher Teile (Allmende) den Menschen zu entziehen und unter ihre Kontrolle zu bringen, daran direkt zu verdienen.
Auch auf die Gefahr hin dem Zeitgeist zuwiderzulaufen, der sich vor einem seine eigenen Kinder fressenden grenzenlosen Casino-Kapitalismus auf die Knie wirft, denke ich hat die Idee einer freien Kultur mehr Chancen auf Verbreitung. Selbstverständlich ist es legitim im Sinne wirtschaftlichen Gewinnstrebens eigene Produkte schützen zu können, aber in letzter Instanz hat immer noch Kunde König das letzte Wort, was eventuell zur Konsequenz hat, daß ungeliebte Produkte wie etwa DRM-behaftete Formate zum "virtuellen Regal-Blei" werden, nur noch softwaregeschichtlich eine Rolle spielen.
PS: Ausgangspunkt meiner Überlegungen war die naheliegende Erkenntniss, daß DRM/Kopiersperren und Firmenformate eng miteinander verquickt sind, Filesharing seit Jahren etabliert und sich die gegensätzlichen Postionen seit Anbeginn der Napster-Ära kontrovers gegenüberstehen. Alle Argumente sind bereits ausgetauscht, allen bekannt. Alle Parteien haben sich irgendwie in ihre eigenen "in sich geschlossenen Weltbildern" im wahrsten Sinne verrannt. Schlimmer, sie geben sich autistisch und zitieren Texte und beliebige Phrasen die die Vergangenheit betonen, betrauern, aber bei der Bewältigung wenig hilfreich sind. Für Anfänger ergeben sich hieraus Probleme, die in ihrer Benutzerfeindlichkeit mitunter kaum tragbar sind und eigentlich zu nichts nütze. Sie konterkarieren die eigentlich zunehmende und auch lobenswerte zunehmende Benutzerfreundlichkeit innerhalb der Consumerprodukte, bestes Beispiel ist hier die iTunes Jukebox. Seit Jahren kommen allerdings wirkliche Innovationen nur aus dem Bereich der freien Entwickler, während aus dem Bereich der kommerziellen Entwickler nur das bereits Bekannte in neuer Form wiederaufgelegt wird.
weiterlesen:
Free Culture - Lawrence Lessig und http://www.lessig.org
Das Ende der Musikindustrie - Janko Röttgers
Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum
Warum Sony es verpasste, ein iPod-ähnliches Produkt anzubieten
Der Filesharing-Dino Napster kommt zurück
Microsoft und Macrovision
Bill Gates und sein gestörtes Verhältniss zur Wahrheit _________________ Signaturen sind oft überflüssig!
Zuletzt bearbeitet von Lego am 08.02.2005 - 11:47, insgesamt 3-mal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Lego MPeX.net Wizard
|
Verfasst am: 07.02.2005 - 21:10 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
Ich bitte darum diesen Text einer kritischen Prüfung zu unterziehen, ich erwarte diverse Widersprüche.
 _________________ Signaturen sind oft überflüssig! |
|
| Nach oben |
|
 |
Tirmellon MPeX.net AllStar
|
|
| Nach oben |
|
 |
Conspiracy Postet hier einiges
|
Verfasst am: 08.02.2005 - 20:21 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
Ich frag mich wer sich das kommplett duchrliest.
Ich mein nach der hälfte ab ich aufgehört ! |
|
| Nach oben |
|
 |
Frank_Bicking MPeX.net Guru
|
Verfasst am: 08.02.2005 - 20:32 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
| Ich fand's grad packender als mein Vorlesungsskript. |
|
| Nach oben |
|
 |
Helium Fan Ist hier öfters
|
Verfasst am: 09.02.2005 - 20:55 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
Hi Lego,
sehr ansprechender Artikel.
Ich sehe zwar nicht das Ende der Musikindustrie und auch nicht das Ende von DRM, bin aber der Meinung, dass wir beide unter den gegebenen Hard- und Softwarelösungen nicht mehr zwangsläufig benötigen.
Künstler können alternativ selbst frei oder bezahlt anbieten und Verbrauchern auch die freie Formatwahl lassen. Je mehr das um sich greift, umso größer wird der Druck, verbraucherfreundliche und fair bezahlte Kundendienste zu schaffen. Tauschbörsen sind längst von legalen Radiostreaminglösungen überholt worden und je langsamer die Lernkurve, desto schwerzvoller wird sie für jene, die glauben mit heutigen Angeboten langfristig profitabel arbeiten zu können.
Gruß HeliumFan |
|
| Nach oben |
|
 |
twofivesix Postet sich warm
|
Verfasst am: 22.02.2005 - 14:50 Titel: Re: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
| Frank_Bicking hat folgendes geschrieben: | | Ich fand's grad packender als mein Vorlesungsskript. |
Genau das gleiche habe ich auch gedacht.
Der Artikel ist sehr gut, es werden viele verschiedene Aspekte angesprochen. Super auch, dass das Thema Globalisierung kurz angeschnitten wurde.
Was in dem Artikel fehlt: Meiner Meinung nach müssen die Bands handeln, sie haben sehr viel Macht, von ihnen hängt es ab, ob wir in Zukunft nur noch DRM-Krüppel-Dateien hören oder nicht.
---
Ich frage mich, weshalb nur wenige Bands diesen Weg gehen: Ein kostenpflichtiger Bereich auf der Website wäre sicher für viele Bands eine gute Alternative zur bestehenden Ordnung. (Nebenbei wird dafür auch kein Label benötigt.)
Zuerst sollte es möglich sein, Alben/einzelne Songs gegen einen Obulus herunterladen (ohne DRM, in diversen Formaten (z.B. wav, mp3 VBR, mp3 192 CBR, ogg)). Bands, die tolle Musik machen (oder eine gute Marketingabteilung haben ) könnten mehr Geld für ihre Lieder verlangen.
Zusätzlich bietet die Band den richtigen Fans einen kostenpflichtigen "Super-Fan-Bereich" an. Dort gibt es z.B.
- Alben/einzelne Songs zum herunterladen (ohne DRM, in diversen Formaten (z.B. wav, mp3 VBR, mp3 192 CBR, ogg))
- Lyrics
- Bootlegs
- Bildergalerie
- Interviews
- Musikvideos zum herunterladen
- Konzertmitschnitte (Audio + Video)
- CD-Cover (evtl. zum selbermachen)
- spezielle Versionen von bestimmten Liedern
- unveröffentlichte Songs
- Wallpapers
- Community (Chat, Forum)
- Newsletter, RSS-Feeds (ideales Werbemedium für die Band)
- Fan-Shop (t-shirts, Poster, Autogramme)
- ... (mir fallen noch Dutzende weitere Sachen ein, die jedes Fanherz höher schlagen lassen)
Als Special Events (zB. zeitlich begrenzt, nur für die ersten 1000, nur für jeden 100., nur für 5 zufällig ausgewählte Fans) könnte man den Musikfreunden z.B. folgendes anbieten:
- Ermäßigung für Konzertkarten
- Prozente im Fanshop
- Verlosung
- Jeder der eine bestimmte CD bestellt, bekommt diese zum halben Preis
- live-Chat mit der Band
- VIP-Karten für ein Konzert
- 1 Tag mit der Band verbringen
- ...
Es gäbe soviele Möglichkeiten und ich bin mir sicher, dass ich bei meinen Lieblingsbands für einen speziellen Fanbereich einen monatlichen Betrag zahlen würde.
Bei den restlichen Bands würde ich die Lieder einfach einmalig gegen Bezahlung (Überweisung, paypal, Kreditkarte ect.) herunterladen.
---
Eine andere Variante für eine Zukunft, wie sie mir auch gefallen würde:
Wenn die Band auf CDs verzichtet, nur auf herunterladbare Audio-Dateien setzt und für den Benutzer unhörbare Wasserzeichen in die Songs einfügt, wäre das Problem "Raubkopien" ebenfalls aus der Welt. Der Benutzer würde sich freuen, da er mit seinen Dateien all das machen kann, was er will. (Sogar seinen Freunden könnte man Kopien geben, jedenfalls wenn man ihnen soweit vertrauen kann, dass sie die Dateien nicht weitergeben)
Der Künstler würde sich freuen, weil seine Kunden zufrieden sind und die Dateien trotzdem nicht im größeren Umfeld verbreiten werden.
---
Gründe, weshalb ich kaum mehr CDs und überhaupt keine DRM-Krüppel-Dateien im online-Shop kaufe:
- Kopierschutz. Der Kopierschutz verhindert folgendes: Wenn ich mir eine CD gekauft habe, wird diese gerippt und landet danach in einem dunklen Schrank. Den Großteil meiner CDs habe ich noch nie auf CD gehört). Die Audio-Dateien höre ich danach über den PC an meiner Stereoanlage oder auf meinem mp3-Player
- CDs sind im Vergleich zu anderen Unterhaltungsgütern wahnsinnig teuer. Wenn ich dann noch bedenke, dass ich mit dem Kauf einer CD millionenschwere Werbekampagnen der Musikkonzerne, die Entwicklung von Kopierschutzmechanismen, millionenverdienende Eintagsfliegenbands (siehe: minderwertige Musik, Cover-Songs) sowie Klagen gegen Tauschbörsenbenutzer oder p2p-Websites finanziere, kaufe ich mir viele CDs doch nicht.
- unfaire Vergütung der Künstler
Ich könnte noch weiterschreiben, aber mein Skript wartet...  |
|
| Nach oben |
|
 |
Lego MPeX.net Wizard
|
|
| Nach oben |
|
 |
Lego MPeX.net Wizard
|
Verfasst am: 10.08.2005 - 01:40 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
Mittlerweile hat auch die Computerpresse das Thema "legalen Online Musik Nepp" entdeckt. Intressant in diesem Falle der Aspekt wenn Konsumenten "Opfer" der Unfähigkeit von "Neppster" (Musicload T-Online/MS) werden und sie ihr eigenes System nicht im Griff kriegen.
Vorsicht Kunde! Schwupps – da war die Musiksammlung futsch!
Man mag jetzt über die etwas triviale Aufbereitung für computerversteher lächeln, aber man kommt zum selben Ergebnis wie ich.
DRM ist Mist.
... vor allem dann wenn man Hardware-Upgrades an seinem Computer vornimmt und sich die Neppster-Kaufloads nicht mehr abspielen lassen. Selber schuld.
Wie DRM einen bereits monopolisierten Markt gegenüber Konkurrenten und "Second Hand" absichern können, sieht man in Zukunft am Beispiel der Lehrbücher in den USA. |
|
| Nach oben |
|
 |
oller Postet sich warm
|
Verfasst am: 29.10.2005 - 19:03 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
Hallo Lego,
ich bin eigentlich nur zufällig über den Artikel gestolpert. Ich suche gerade einen DRM fähigen (MS WMA) Player.
Du gehst von der Vorausetzung aus, dass man Musikstücke kauft. Unter dieser Voraussetung gebe ich Dir 100% Recht.
Nur - ich glaube die Voraussetzung ist falsch. Du hast ja die Abo Angebote auch kurz angesprochen.
Ich glaube dass diese Geschäftsform die Zukunft darstellt. Zumindest hoffe ich das. Diese Kaufangebote zu 99Cent pro Song sind meiner Meinung nach völlig daneben.
Ein Abo bzw. eine Flatrate finde ich dagegen super.
Ich habe jetzt seit Januar 2004 eine Flatrate (WMA Format) und solange ich Zuhause bin kann ich hören was ich will. Da es sich um einen Livestream handelt bin ich aber nicht in der Lage die Songs auf einen Player zu laden.
Da kommt das DRM ins Spiel. Seit ein paar Wochen bietet der Dienst das ganze auch Mobil an. Es bleibt dabei bei einer Flatrate (es werden keine einzelnen Songs gekauft). Ich kann soviele Songs/Alben auf meinen Player übertragen wie ich will - gigabyteweise wenn ich will.
Einzige Einschränkung: Kündige ich mein Abo verfallen die Rechte (per DRM) nach 4 Wochen.
Wechsle ich den Dienst oder die Technik verlier ich also nur die Mühe die ich in die Zusammenstellung meiner Playlists gesteckt habe. Die Songs bekomme ich beim neuen Dienst auch wieder.
Das alles weis ich vor Vertragsabschluss.
Ich muss mich also entscheiden:
1.) CD kaufen und rippen
2.) Downloaden und pro Song 99c zahlen
3.) Monatspauschale und soviel ich will aber nur solange ich zahle.
Für mich persönlich ganz klar die Nummer 3.
Andere denken da vieleicht anders. Aber neben der Riesenauswahl und dem unbekümmerten herunterladen/anhören muss man auch sehen, dass diese Dienste irre bequem sind. Und dass sie einem Musik zugänglich machen, die man sonst kaum finden würde.
Unter diesem Gesichtspunkt muss ich sagen, dass ich DRM für ne tolle Sache halte. Ich miete die Songs auf Zeit. Wie sich der Vermieter und die Plattenfirmen gegen Missbrauch schützen ist mir erstmal egal -vorausgesetzt es funktioniert bei mir reibungslos.
So sehr ich versuche MS zu hassen (Windowsserver - ADS - Domäne - ACL's - bäh), in diesem Punkt haben die wohl als erste die Zeichen der Zeit erkannt. Die Musikindustrie würde nie diese Vetriebsform (Flatrate) zulassen wenn ihre Rechte nicht entsprechend geschützt wären.
Ob jetzt die 15 Dollar (US) pro Monat für diesen Service gerechtfertigt sind oder nicht mag dahingestellt sein. Ich finde den Preis gerechtfertigt und zahle gerne.
Für 15$ bekomme ich:
1.) 1-2 CD's
2.) 15 Songs im Download
3.) die freie Auswahl aus ca. 1,4 Millionen Songs. Das ist der Stand heute. Es kommen jeden Tag mehr Stücke hinzu als man hören kann.
(jetzt bitte nicht das Qualität vor Quantität Argument bringen - natürlich ist da ein Haufen Scheiss dabei - aber eben auch eine riesen Menge an Stücken die mir gefallen. Finden muss ich die natürlich selbst. Und da es eine Flatrate ist habe ich damit auch kein Problem. Erst mal auf Verdacht runterladen und dann in Ruhe anhören/aussortieren - geht halt nur mit ner Flatrate oder mit nen riesigen Geldbeutel.)
Wie gesagt: Ich nehm die 3.
Gruss Oller |
|
| Nach oben |
|
 |
Lego MPeX.net Wizard
|
Verfasst am: 29.10.2005 - 20:03 Titel: Re: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
| oller hat folgendes geschrieben: | Hallo Lego,
ich bin eigentlich nur zufällig über den Artikel gestolpert. Ich suche gerade einen DRM fähigen (MS WMA) Player. |
Hi Oller.
| Zitat: | | Du gehst von der Vorausetzung aus, dass man Musikstücke kauft. Unter dieser Voraussetung gebe ich Dir 100% Recht. |
... und Alben als Bundle von mehreren Einzeldateien.
| Zitat: | | Nur - ich glaube die Voraussetzung ist falsch. Du hast ja die Abo Angebote auch kurz angesprochen. |
Nunja, heute würde ich den Artikel etwas anders schreiben, als im Winter vergangenen Jahres. Die damals spontane und auch etwas genervte Herangehensweise wäre in jedem Falle eine andere.
Ich würde mich "vehementer" aber klarer strukturiert über die teilweise primitive Verkaufspsychologie und die TV-Reklame äußern, "Querverweise" auf die anstehenden Broadcast-Flags einbauen, das alberne HD-Theater und deren AACS, mit der wohl ganze Nationen von heute auf morgen angesichts nur eines "korrumpierten Gerätes" von HD-Auflösung auf DVD-Auflösung zurückgeschaltet werden könnten. Alles schön rundgelutscht im TV-Fachgeschäft und im XP-Nachfolger VISTA eingebaut.
Die vielen Dinge, die mir damals spontan durch den Kopf gingen, würde ich heute in eine andere Form bringen, weil durchaus intressante Gedankengänge (die auch kommentiert wurden) drin sind. Bisher hatte eine Überarbeitung des Statements eine nidrige Priorität.
| Zitat: | | Ich glaube dass diese Geschäftsform die Zukunft darstellt. Zumindest hoffe ich das. Diese Kaufangebote zu 99Cent pro Song sind meiner Meinung nach völlig daneben. |
Aber sie sprechen wohl mehr Menschen an, als man annimmt, auch wenn sie vielleicht primitiverweise einfach nur Prinzipien der frühen "Klingeltonportale" kopieren. Napster und ähnliche sind mit ihren Abos jedenfalls von den Gewinnen her, nicht so der Hit. Im Vorfeld der Planungen zum Abo-Napster mussten die Macher bei Bertelsmann wirklich bei den Geldgebern betteln gehen um den Kapitalbedarf zu decken.
| Zitat: | | Unter diesem Gesichtspunkt muss ich sagen, dass ich DRM für ne tolle Sache halte. Ich miete die Songs auf Zeit. Wie sich der Vermieter und die Plattenfirmen gegen Missbrauch schützen ist mir erstmal egal -vorausgesetzt es funktioniert bei mir reibungslos. |
Definiere reibungslos.
Definiere spürbar oder "nicht vordergründig"
Definiere lästig und unbequem
| Zitat: | | Die Musikindustrie würde nie diese Vetriebsform (Flatrate) zulassen wenn ihre Rechte nicht entsprechend geschützt wären. |
Sehe ich auch so, nur über die Form und die Zumutbarkeit einiger Dauernervensägen sollte ein Dialog angefangen werden, damit nicht immer die ehrlichen Kunden die Zeche zahlen.
Im Prinzip glaube ich es Dir gern, daß Dir das Abo-Modell gefällt. Im Prinzip sind sogar alle Einzelhandels-Dateien auch nur Produkte mit Verfallsdatum, weil eine langfristige Archivierung verhindert wird, irgendwann kommt man an sie nicht mehr ran, dann wars das.
Ich denke noch mal drüber nach, aber das Abo ist in der Tat die "ehrlichere Alternative", weil die Bedingungen von anafang an klar sind, auch wenn sich manche sich beschweren daß sie bei Abo-Ende den Zugang zu "ihrer Musik" verlieren. Ehrlicher als die "HighEnd-Klingelton-Branche" rund um Musiload und iTunes ist sie in jedem Falle. 15 Dollar erscheinen mir zwar nie und nimmer kostendeckend angesichts der hohen Lizenzkosten an die MusikVerlage, aber das werden wir ja sehen.
Nicht vergessen sollte man auch die gewaltigen Qualitätsunterschiede, von HandyStreams über 128er WMA zu einer echten CD. So gesehen sind nämlich Audio-AboDienste eher eine Variante der "PayTV"-Konzerne, die im TV das ausstrahlen was auf DVD nochmal wesentlich besser kommt. |
|
| Nach oben |
|
 |
oller2 Postet sich warm
|
Verfasst am: 29.10.2005 - 21:40 Titel: RE: DRM-Formate - Audioformate der Zukunft ? |
|
|
irgendwie habe ich mir durch das Abändern meiner email-adresse meinen oller versaut (ist inaktiv - keine Aktivierungsmail erhalten). Dehalb jetzt oller2
Definiere reibungslos.
Definiere spürbar oder "nicht vordergründig"
Definiere lästig und unbequem
reibungslos: Anstöpseln - übertragen - hören.
Leider gibt es da wohl noch Schwierigkeiten. Kann man im Supportforum nachlesen:
http://real.lithium.com/real/board?board.id=TroubleshootingRhapsody
Das Verhältnis von gefrusteten zu begeisterten Anwendern kenne ich leider nicht. Ich hätte nur gerne das bei mir funktioniert. Da hilft wohl nur: Ausprobieren.
Die beiden anderen Definitionen spar ich mir. Im Prinzip will ich es so Idiotensicher wie möglich.
Das 128er WMA nicht so gut kling wie eine CD weis ich. Habs ausgiebig ausprobiert. NAD 541i (CD) gegen Netgear MP101 (WMA) gegen NAD 533 (LP) . Ja es gibt einen Unterschied - für mein Hörvermögen (bin schon in 'mittlern Jahren') aber völlig unbedeutend. WMA ist etwas schlechter als CD und besser als die meisten LP's. Wobei der Unterschied nur beim direkten Vergleich auffällt und sehr sehr klein ist. So zumindest mein Empfinden. Als 'gewaltig' würde ich die Unterschiede auf keine Fall bezeichnen.
Ob aus den 15$ auch 15€ werden wenn diese Dienste erst mal in Deutschland sind bezweifle ich.
Meines Wissens ist Napster der einzge Dienst der bereits in Europa (nur UK) verfügbar ist. Nur statt 15Dollar (13Euro) wie in den US wollen die 15Pfund und das sind ca. 23Euro. Das wäre für mich so ziemlich die obere Grenze. Müsste ich mir reichlich überlegen.
Aber 15Euro würde ich wohl zahlen. Das ist auf alle Fälle mehr als ich pro Jahr für CD's ausgebe. Es wäre also für beide Seiten von Vorteil. Ich bekomme mehr (legale) Musik. Die Industrie bekommt mehr Geld von mir. Mehr kann keiner wollen. Die Menge an Musik die ich über mein Abo höre würde ich nie und nimmer kaufen (bzw. nicht mehr) |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
|