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xander8698 Postet sich warm
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Verfasst am: 03.01.2006 - 14:42 Titel: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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Moin Experten !
Bin Anfänger was den LAME Encoder angeht, deshalb verzeiht meine eventuell dusselige Frage.
Ich versuche gerade, diverse CDs in bestmöglicher Qualität in MP3 zu rippen.
Bin dabei als erste ALternative auf das nette Proggi "dbPowerAmp Music Converter" gestoßen (ältere Download-Version mit LAME 3.93, wie es scheint). Dort kann ich beim eingebauten LAME VBR mit min 32Kbps max 320 Kbps konfigurieren.
2. Alternative ist wie hier im Infocenter beschrieben die Verwendung des -V 0 Presets mit LAME 3.97.
So weit so gut. Jetzt kommt die Frage:
Mein bisheriges Verständnis war, dass ich bei der ersten Alternative dem Encoder so viel sage wie "nimm dir alles was Du an Bits brauchst, um die Qualität zu erhalten, solang Du in den min-max-Grenzen bleibst". Bei der zweiten kann nicht viel mehr passieren (die Obergrenze ist ja über den MP3-Codec per se bei 320 definiert), durch das Preset werden nur weitere (mir nicht bekannte) Paraneter mitgegeben, die die Ausgabe optimieren sollen.
Aber WARUM sind dann die Files bei Anwendung der zweiten Methode rund 30% größer ??? Ist LAME 3.93 schlicht schlecht für meine Musik oder denke ich zu naiv ?
Wäre klasse, wenn mich jemand aufklären könnte, ich habe hier noch haufenweise Zeug zu konvertieren und nicht mehr lange Urlaub...  |
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Frank_Bicking MPeX.net Guru
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Verfasst am: 03.01.2006 - 16:27 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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Neben der Unter- und Obergrenze, die eigentlich in fast allen Fällen die gleiche sein müsste (32...320 kbps), gibt man beim VBR-Modus immer noch eine Qualitätsstufe von 0 (höchste) bis 9 (niedrigste) ein. Eine solche Option muss es zwangsläufig auch beim dbPowerAmp Converter geben.
Bei der Kommandozeilenversion von LAME geschieht das über den Parameter -V (siehe Übersicht).
Die höhere durchschnittliche Bitrate resultiert dann einfach aus der Verwendung höherer Qualitätsstufen.
Bei gleichen Qualitätsstufen geht die Tendenz bei neueren Versionen eher in die Richtung, dass die Bitraten kleiner geworden sind, bei gleich gebliebener oder sogar gestiegener Qualität, also genau das was man von einem Fortschritt in der Entwicklung erwartet. |
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Encoder MPeX.net AllStar
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Verfasst am: 03.01.2006 - 17:16 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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Und bevor du anfängst:
Ich halte für absoluten Overkill und Platzverschwendung. Kodier mal ein paar Lieder mit und versuche, einen Unterschied zum Original festzustellen (Sprichwort: ABX-Test).
Die meisten Menschen haben Probleme -V 4 oder -V 3 vom Original zu entschieden. Die Qualitätsstufe -V 2 ist die wohl am besten getestete/"entwickelte" und zielt auf Transparenz. Die höhere Datenrate bei -V 1 und -V 0 kommt meist nur Problemsamples zu Gute, hat aber in der Praxis quasi keine Relevanz mehr. |
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xander8698 Postet sich warm
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Verfasst am: 03.01.2006 - 17:25 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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Oh das hätt ich noch dazu sagen sollen:
In den weiteren Optionen kann man auch eine Qualitätsstufe einstellen, und zwar in zehn Stufen auf einem Schieberegler. Den habe ich bei meinen Tests auch auf "High" gesetzt.
Ob die zehn Abstufungen den -V 0...9 Presets entsprechen, weiß ich nicht bzw. bezweifle ich. Dann wäre 3.97 bei gleicher Quali auf höherer Bitrate und wenn ich richtig gelesen habe, gab es die -V-Parameter zu Zeiten von 3.93 noch nicht, oder ? |
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Frank_Bicking MPeX.net Guru
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Verfasst am: 03.01.2006 - 18:38 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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| Zitat: | | und wenn ich richtig gelesen habe, gab es die -V-Parameter zu Zeiten von 3.93 noch nicht, oder ? |
Such dir die Antwort bitte selbst heraus: http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=483 |
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xander8698 Postet sich warm
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Verfasst am: 03.01.2006 - 19:56 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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@ Frank_Bicking
OK, logisch und danke !
Oberstes Gebot in Foren: Lesen sollte vor fragen gehen, ich weiß... auch wenn man sich bei diesem Thema totsuchen kann !
Du meintest sicherlich auch ursprünglich nicht zwangsläufig den -V Parameter, sondern -q, also war mein zweites Posting nur halb mitgedacht
@ michselbst
@ Encoder
Da fällt mir die zweite Kopfkratzerei ein, die mir noch unter den Nägeln brennt:
Man soll ja lossy codierte Files möglichst nicht noch einmal neu encoden, da sich dann schnell die Kompressionsfehler "aufschaukeln". Aber was ist denn, wenn man die erste Codierung transparente Qualität hat ? Ist es dann auch für die 2. Codierung auf z.B. 128 kbit egal, wie weit man oberhalb der Transparenz liegt ? Oder ist hier -V 0 doch die sicherere "Basis" (oder beides nicht zu empfehlen, lieber doch FLAC ?)
Hmmm, ABX-Tests kenne ich nicht, werde mal nach dem Begriff forsten... auch Dir soweit Dank ! |
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Encoder MPeX.net AllStar
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Verfasst am: 04.01.2006 - 01:35 Titel: RE: LAME Einstellung -V0 oder VBR 32...320 |
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Mal ein Beispiel, das ich gerne nehme, um den Effekt beim Transkodieren zu veranschaulichen (ist natürlich nich exakt so, aber es verdeutlicht die Sache etwas).
Man hat 2 Gefäße voll Wasser. Das eine fasst 20 Liter (-V 2), das andere 25 Liter (-V 0). Wenn man nun beginnt, das Wasser aus beiden Gefäßen in leere umzufüllen (transkodieren) und dies immer wieder tut UND dabei annimmt, dass etwa gleich viel Wasser beim Umfüllen verschüttet wird (ja ich weiß, dass Verluste meistens proportional auftreten), ist das kleinere Gefäß schneller leer.
Kurzum: mit -V 0 bist du auf der sicheren Seite.
ABER: Beim einmaligen Transkodieren, um beispielsweise Musik für deinen portablen Player zu kopieren, wirst du den Unterschied wohl kaum feststellen.
Wenn dir das aber zuviel Kopfzerbrechen bereitet und du nicht schlafen kannst, weil du weißt, dass du einen Kompromiss eingehen musst, dann nimm bitte ein verlustfreies Format und schone deine Seele  |
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