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MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich???

 
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ZerOz
Gast


BeitragVerfasst am: 10.04.2002 - 03:46    Titel: MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

Hallo,
wenn man sich die Foren von HydrogenAudio (aber auch viele andere) so ansieht, müsste man ja fast meinen, MP3 sei ein schlecht klingendes und veraltetes Format. Und das, nachdem ich fast meine komplette CD Sammlung in den letzten Tagen ins MP3 Format mit LAME --alt-preset standard überführt habe. Geschockt von so vielen negativen Posts über MP3, habe ich heute mal die hoch gelobten alternativen Formate getestet. Ogg Vorbis, Musepack (aka MPC, MP+) und AAC. MP3Pro hab ich aussen vor gelassen, der niedrig Bitrate Bereich interessiert nicht, da es mir in erster Linie um Archivqualität geht.
Vorteil bei allen ist auf jeden Fall die Geschwindigkeit. LAME kann da bei weitem nicht mithalten und nervt schon fast, eben weil das Encoden so lange dauert. Aber dank Exact Audio Copy kann man ja einen ganzen Stapel CDs erstmal einlesen und während der Umwandlung was anderes machen (bei mir vorzugsweise schlafen).
Jetzt zur Klangqualität:

OGG Top
MusePack Top
AAC Top
LAME Top

Also ich kann absolut keine Unterschiede zwischen den Formaten raushören. Wohlbemerkt hab ich bei allen sehr gute Qualitätseinstellungen verwendet. Und ein schlechtes Gehör hab ich auch nicht unbedingt. 128er MP3s verraten sich ziemlich schnell bei den Hi-Hats, bei 160er wird es extrem schwer und bei 192 kbit/s ist es bei normaler Musik (keine Testsamples) für mich eigentlich nicht mehr möglich Unterschiede zu hören. Aber eben wegen so machen Testsamples hab ich noch eine Qualitätsstufe draufgepackt und benutze jetzt nur noch --alt-preset standard und nicht mehr CBR192. Für mich kein Unterschied zum Orginal hörbar bei Bitraten um 220 kbit/s.
Da ist der nächste Vorteil von den alternativ-Formaten: die Dateien werden meistens kleiner als bei MP3, man spart also Plattenplatz.
Aber überzeugt bin ich deswegen zur Zeit noch nicht, von MP3 Abstand zu nehmen. Speicherplatz habe ich genug und die Encodingzeit überbrücke ich schon irgendwie. MP3 hat den ungeschlagenen Vorteil, breit unterstützt zu werden. Hardware, Software, Tauschbörsen, etc.. Jeder kann halt was mit MP3 anfangen. Für Musepack wird es wegen irgendwelchen Patenten wahrscheinlich nie Hardwareplayer geben, AAC ist ziemlich unbekannt, nur OGG ist mir etwas sympatisch, da die ersten Hardwareplayer schon in Aussicht sind. Aber deswegen nochmal alles neu encoden, zumal kaum jemand die Qualitätsunterschiede je hören wird (darauf kommt es in erster Linie ja an) und Speicherplatz und Encodingzeit mit immer grösseren Datenträgern und schnelleren Prozessoren immer unwichtiger werden?

Bitte um Meinungen,
ZerOz

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ilikedirt
Gast


BeitragVerfasst am: 10.04.2002 - 08:41    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

ein beispiel: mpc ogg und aac sind gapless. für mich sehr wichtig bei live-cds oder dj-mixen

hardware player: bisher noch nicht entscheidendes kriterium für mich

geschwindigkeit: sehr wichtig. mpc top.

für mich stellt sich also eher die frage: warum sollte ich mp3 weiterbenutzen, wenn andere formate diese vorteile bieten. einziger nachteil der neuen formate ist die hard- und software unterstüzung.

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Schlotter
MPeX.net Guru


BeitragVerfasst am: 10.04.2002 - 13:15    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

Es stellt sich für mich vor allem die Frage, für welchen Anwendungszweck das Audiomaterial gedacht ist. Ich unterscheide zwischen Sharing , Archivierung usw.

Zum Sharing codiere ich mittlerweile ausschließlich mit Ogg Vorbis und Musepack, bessere Qualität bei geringerer Dateigröße im Vergleich zu Lame und den Alt-Presets. Das Ergebnis sind dann häufige Anfragen, was ogg bzw. mpc ist, warum ich den Titel nicht als Mp3 vorliegen habe blabla, so trägt man halt auch zur Verbreitung eines Formats bei, wenn auch nur im Kleinen.

Zur Archivierung vor allen Dingen geliehener CD nutze ich zur Zeit Monkey's Audio, also losless, und kann später jederzeit auf das Original zurückgreifen.

Mp3 ist und bleibt wohl noch eine Weile das Format wegen der angesprochenen breiten Hardware-Unterstützung. Es gibt nichts besseres als die Mix-CD in den DVD Player zu schmeißen und sich 8-12 Stunden um nichts kümmern zu müssen. Aber das heisst ja nicht, dass man sich mit den Gegebenheiten zufriedengeben muss. Wenn bessere Formate existieren, die zudem noch free sind wie Ogg Vorbis, sollte der Druck auf die Industrie erhöht werden diese Formate zu unterstützen, indem massiv dafür geworben wird, und solche Petitionen wie die von Benjamin Lebsanft sind ein guter Anfang.

Und zur Qualität: Ich hab schon bei dem ach so gescholtenen r3mix-Preset aufgehört, grosse Unterschiede zu hören. Aber eben weil ich um die vielen Problemsamples weiß, nutze ich die jeweils aktuellen Presets um einfach möglichst sicher zu gehen. Was mich aber auch nicht daran hindert --r3mix weiter zu benutzen, wenn ich soviele Songs wie möglich in guter Qualität auf eine CD brennen will.

Nichts gegen die Leute von Hydrogen Audio, schließlich haben wir auch ihnen die ständige Weiterentwicklung von AAC bis Ogg Vorbis zu verdanken, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass einige dort tatsächlich Flöhe röcheln hören

Gruss
Schlotter

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foxx
Gast


BeitragVerfasst am: 14.04.2002 - 19:59    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

@Schlotter:
kann alles unterschreiben, was Du sagst. Vor allem das mit den "Flöhen husten hören" bei hydrogenaudio.

Habe auch schon von monkey's audio gehört, und wollte eigentlich erstmal testen, bevor ich hier antworte (leider hat die Zeit zum Testen nicht gereicht)!

Was ich nicht ganz verstehe:
Warum greifst Du für die legale Sicherungskopie der CD des besten Freundes auf "monkey's audio" zurück? Das "lossless" komprimieren kostet sicherlich auch Zeit, die Kompressionsrate kenn ich nicht (dürfte aber nicht so berauschend sein).

Frage: Ist eine "Sicherungskopie" 1:1 (mit Nero etc./ vor allem bei den heutigen Preisen, auch für Audio-Rohlinge) unter dem Aspekt "time is money" nicht viel sinnvoller, als das ganze Hin und Her um "lossless compression"?

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Schlotter
MPeX.net Guru


BeitragVerfasst am: 15.04.2002 - 12:52    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

Da ich Musik häufig bearbeite aber wenig Platz auf der Festplatte habe, ist Monkey's Audio ein guter Weg, die Größe unter Beibehaltung der Qualität zu reduzieren. Deswegen ist es natürlich von Vorteil, das Material in diesem Format vorliegen zu haben, von wegen time is money
Die Kompressionsrate liegt bei ca. 60%, so bekomme ich meist 2 - 3 Alben auf eine CD.

Gruss
Schlotter

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foxx
Gast


BeitragVerfasst am: 15.04.2002 - 18:48    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

@schlotter:
60% ist besser, als ich vermutet habe. Der Gedanke, 2-3 CD's ohne Qualitätsverlust auf einen Rohling zu packen, ist ja auch toll.
Mein Gedanke ging leicht in eine andere Richtung: Im Freundes- und Bekanntenkreis hätte ich leicht Zugriff auf "tausende" CD's, die ich (theoretisch) alle haben will und kann. Das "Brennen" kostet schon Zeit, warum soll ich zusätzliche Zeit für die Kompression investieren, nur um "paar Euro" für Rohlinge einzusparen?
Gut, jeder hat da andere Zwänge und setzt da andere Prioritäten...
...ich persönlich seh' das halt auch unter dem Faktor Zeit!

Gruß
foxx

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gaga
Gast


BeitragVerfasst am: 15.04.2002 - 19:09    Titel: RE:MP3 Alternativen: OGG, MusePack, AAC... Lohnt es sich wirklich??? Antworten mit Zitat

Kann ich im wesentlichen alles unterschreiben, besonders den Hinweis auf die Prioritäten. Wenn ich vor allem meine eigenen CD's komfortabel am PC und auf meinen portablen Playern hören will, führt an MP3 kein Weg vorbei. Archivqualität (lossless) spielt keine Rolle, sondern Kompatibilität. Wozu also mit Ogg und Musepack kodieren, wenn ich erst in ein oder zwei Jahren davon profitieren kann?
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