@SONICblueDie _grundsätzliche_ Idee des Rio Receiver finde ich genial. Wo ich erschreckt ins Stocken kam, war
1. die Anschlußidee über Telefondose und
2. der Preis in Dollar gemessen an den Fähigkeiten des Geräts.
Zu 1: Ich habe einen ISDN/DSL Andschluß, somit existiert in meiner Wohnung keine "normale" Telefonverkabelung, schon gar nicht wie in USA eine Vierdraht-Verkabelung bis in die Waschküche. Wenn das ganze (ähnlich wie die ISDN-Geräte von Teles) intern störungsfrei über eine ISDN-Verkabelung ginge - was sicherlich nicht gerade positive Auswirkungen auf den Preis hätte - könnte ich mir das schon eher vorstellen.
Anders sieht das ganze aus, wenn ich irgendwann anfange, CAT5 quer durch meine Wohnung zu verlegen... Zur Zeit ist aber nur ein Anschluß im Wohnzimmer (Spiele-PC am Fernseher) und alles weitere, inklusive 100/10 MBit-Switch, im Arbeitszimmer (was auch sicherlich noch nicht Standard in deutschen Wohnungen ist!).
Zu 2: So ein Gerät (egal ob standalone oder als Komponente einer Stereoanlage) ist eine gute Idee, aber entweder fehlen diverse Funktionen, oder es ist preislich völlig uninteressant (wenn ich den US-Preis von $300 in Relation setze zu den $170 des RIOvolt, der in Germanien mit 500,- Öcken zu Buche schlägt --> ab 900,- DM aufwärts!)
Mich würde z.B. interessieren, so ein Gerät komfortabel als Wecker nutzen zu können oder über die Stromleitung mit Daten versorgt zu sehen. Eine Anpassung an ISDN halte ich für unrealistisch. Das Gerät hat auch keine eigene Festplatte (oder CD-Laufwerk oder so) zum Speichern eigener Songs unabhängig vom Server oder zum Aufbauen einer eigenen Serverfunktionalität.
Nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: vom Grundkonzept des Rio Receivers war ich völlig begeistert!! Ich kann - im Gegensatz einiger Leute hier - auch keinen rechten Sinn daraus erkennen, den Rio Receiver als "Internet-Radioempfänger" zu betrachten. Dazu müssten diverse (illegale) MP3-Seiten im Netz erst mal anfangen, als "Rio-Server" zu funktionieren, da legale Sites mein Interesse an Musik entweder nicht, oder nur zu uninteressanten Preisen decken könnten. Mal völlig abgesehen von der (bei mir vorhandenen) Flatrate...
Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre aus dem Rio Receiver eine Art Familie von Audio-Komponenten zu machen: Der Receiver wie bisher; ein Gerät, daß als Server arbeiten kann; ein Gerät, daß CDs oder andere Audioquellen zur Verfügung stellt (codiert) oder auf dem Server ablegen kann; beliebige Kombinationen daraus, etc. pp.
Denn wie schon erwähnt: Strom kostet in Deutschland Geld und einen ganzen PC Tag und Nacht laufenzulassen, ist nicht billig. Ein Stand-Alone-Server könnte hingegen sehr stromsparend ausgelegt werden und sich auch weitestgehend abschalten, wenn keine Musikanforderungen kommen...
Reicht das als Anregung bzw. Reaktion?
Grins
Akadi