Relativ neu:Bedenkliches Windows Media-Player Update
[Datenschutz] (http://www.heise.de/newsticker/data/cp-30.06.02-001)
Mit dem jüngsten Sicherheitsupdate für den Windows Media Player räumt sich Microsoft in den beigefügten Lizenzbedingungen
das Recht ein, auf dem PC des Anwenders automatisch Kopierschutzsoftware zu installieren. Wie zuerst auf der Website
BSDVault berichtet, enthält die EULA (End User Licence Agreement) jetzt einen entsprechenden Passus.
Demnach kann Microsoft die so genannten Sicherheitsupdates, die das Abspielen oder Kopieren der mit Digital Rights
Management geschützten Inhalte verhindern sollen, ohne direkte Benachrichtigung und Zustimmung des PC-Besitzers einspielen.
Das Unternehmen verpflichtet sich lediglich dazu, "sich zu bemühen", das Update auf einer nicht näher bezeichneten Website
in nicht näher spezifizierter Weise zu erläutern.
Die Änderung der Lizenzbedingungen ist offenbar ein Teil von Microsofts Sicherheitskonzept Palladium, das wiederum im
Zusammenhang mit der von Intel propagierten Trusted Computing Platform Alliance (TCPA) zu sehen ist. Beide Initiativen
stehen in zunehmender Kritik. So wiesen "The Register" am Freitag auf eine ausführliche Analyse der Zusammenhänge und
Implikationen von Palladium und TCPA hin, die Ross Anderson von der Cambridge University verfasst hat. Anderson warnt,
die geplante Technik bringe keinen Mehrwert für den Anwender, sondern zerstöre den Mehrwert des PCs, indem sie die
Anwendungsmöglicheiten einschränke.
Etwas älter:
Spionagefunktion im Windows Media Player entdeckt
Ueber die Mailingliste BugTraq wurde jetzt bekannt, dass der mit Windows XP ausgelieferte
Windows Media Player 8.0 protokolliert, welche DVDs mit der Software auf dem eigenen Rechner
gesehen werden und diese Informationen an Microsoft weitergibt. Microsoft reagierte umgehend
und ueberarbeitete seine Privacy Policy zum Windows Media Player.
http://www.golem.de/0202/18401.html