Ein niederländischer Richter hat der Musiktauschbörse Kazaa eine Frist von zwei Wochen gesetzt, innerhalb der sie den Tausch urheberrechtlich geschützter Musikdateien technisch unmöglich machen soll. Anderenfalls müsse der Peer-to-Peer-Service seine Dienstleistung einstellen. Das berichtet der Branchendienst Webnoize am Freitag. Für den Fall, dass Kazaa auch nach dieser Frist den Tausch von Dateien mit Copyright-Vermerk zulässt, drohen pro Tag der Zuwiderhandlung 40.000 bis 800.000 US-Dollar Vertragsstrafe. Kazaa will gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Die Kazaa-Technologie stammt von der Firma Fast Track und wird auch von den den Tauschbörsen MusicCity, !Morpheus! und Grokster verwendet. Anwender der drei P2P-Börsen können ihre Dateien über die Plattformgrenzen hinweg tauschen. MusicCity und Grokster haben ebenfalls mit einer Klage von Filmstudios und Plattenlabels in den USA zu kämpfen. Nach Ansicht von Webnoize-Forschungsdirektor Lee Black offenbart die Entscheidung des Richters einen gravierenden Magel an technologischem Verständnis, weil KaZaa die Tauschbörse nicht kontrollieren könne. Allenfalls das Unternehmen FastTrack mit Niederlassungen in Dänemark, Schweden und den Niederlanden könne den Datenverkehr beeinflussen.
Quelle: http://www.internetworld.de/sixcms/detail.php?id=22598
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