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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 25.02.2003 - 14:35 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Die Frage der Abwärtskompatibilität zu Mp3Player/Autoradio hat sich für mich nie gestellt. Bei mir gings nur ums alleinige Archivieren meiner eigenen Sammlung in einem in einem für mich optimalen Format und kompromissloses Rippen.
Vor zwei Jahren hat sich für mich die Frage eines Formatwechsels noch nicht gestellt. da gabs grad mal die ersten akzeptablen Lame-Versionen, Musepack war bei 0.20 (hab ich schon benutzt) und Ogg war nur unter Insidern ein Gespräch.
Meine Hörtest mit meinem Equipment haben ergeben das für mich Musepack der optimale Kompromiss ist. Wenn ich vor einem Jahr Rücksicht auf irgendwelche HardwarePlayer hätte nehmen müssen wäre meine Entscheidung nur bedingt anders ausgefallen. Andererseits verfüge ich über andere technische Möglichkeiten als die meisten Leute. Ich kann mir jederzeit auf der Basis eines "Via Epia" Mainboards einen passiv gekühlten Player bauen der musepack, Ogg-Vorbis und Divx abspielt. Das ich diese Möglichkeit habe disqualifiziert mich aber nicht wenn ich sage "fürs Archivieren" war Musepack für mich die geeignetste Lösung. Außerdem habe ich schon erwähnt das ich diese fertigen Portables nicht benutze. Für mein persönliches Nutzerprofil war Musepack die Richtige Entscheidung. Immerhin bin ich zufrieden damit und da müssen die meisten erstmal hinkommen. Irgendwelche Optionen die ich hätte nutzen können intressierten mich ab dem Zeitpunkt meiner Entscheidung eigentlich nicht mehr so sehr.
Wenn ich will kann ich auch mein vorhandenes Material transcodieren und auch DVD-Player nutzen. Andererseits kann ich aktuell auf alle Vorteile des am weitesten entwickelsten Encoder zurückgreifen.
Die einzelnen Nutzer-Profile Ogg, Musepack, Lame und Lossless find ich unter www.audiohq.de.vu gut beschrieben. Villeicht können sich ja daran einige orientieren. Wenn man sich dann entschieden hat sollte man eben auch mit Nachteilen und entgangenen Möglichkeiten leben können. Nach dem Kauf eines Computers muss ich auch damit leben das es 6 Wochen später ein neueres Modell gibt das neue Möglichkeiten bietet.
Gruss |
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Pintu Postet sich warm
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Verfasst am: 25.02.2003 - 19:44 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Hallo
@Lame: in einem vorherigen Posting hast du geschrieben: <<Mit Cuesheets und dem passend zu deinem Laufwerk richtig eingestellten OFFset kannst Du digitale 1:1 Kopien Deiner Cds extrahieren. In Verbindung mit Musepack für das Lossy Encoding und mit deinem guten Equipment dürfte sich damit das technisch machbare Optimum umsetzen lassen.>>
Ich habe jetzt auch ein bisschen mit MPC-Images und cue's experimentiert. Allerdings finde ich das ein bisschen unkomfortabel. Mit WinAMP in Verbindung mit Mp3Cue kann ich nicht komfortable Playlists erstellen und Compilations aus Verschiedenen Images Machen. Mit FootBar geht das zwar, allerdings ist Footbar komischerweise recht "träge" und ich habe sogar immer kleine Pausen zwischen den Tracks einer Imagedatei!
Der Vorteil der Images ist der, dass ich eben 1:1 Kopien habe, und das ich theoretisch keine Gaps habe. Jedoch kann ich das mit dem Anti-Gap Plugin für WinAMP auch machen (das funktioniert eigentlich wunderbar).
Kann man mit cue's noch anders umgehen? Wenn nicht sind diese für meinen Zweck recht ungeeignet. Ich habe ja nicht vor Sicherheitskopien auf meinem PC Abzulegen, sondern eben ein Archiv zu erstellen.
Lame, wie hast du das gemeint?
MFG
Jörg |
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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 26.02.2003 - 00:48 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Ups, hier würfelst Du aber einiges durcheinander, lag sicher an meiner ungenauen und wenig differenzierten Beschreibung.
Der eigentliche Zweck von Cue dateien und CD-Images ist das spätere Brennen, das hast Du richtig erkannt. Mit dem von Dir verwandten Verfahren bleiben sie trotzdem abspielbar.
Weiterhin ist es auch richtig, daß es nur mit Anti Gap Plugins und Crossfadern möglich ist ineinanderübergehende MP3-Titel abzuspielen.
Das Abspielen der "Marillion - Misplaced Childhood" zB gelingt mit einem komplett in Lossless- oder Musepack encodiertem Album originalgetreu und Gapless, ohne Pausen oder Klickser in den Übergängen. Das ist einer der entscheidenden Vorteile.
Mit Mp3 ist das eben nicht möglich. Wer viele Livecds hat kennt das angesprochene Problem zur Genüge.
Zu der Frage wie ich archiviere folgendes:
Nur von wirklich excellent aufgenommen CDs die mir über den Weg kommen, mache ich mir Images. Sind nur wenige, villeicht so 2 oder 3 im Monat. Die höre ich mir dann an, bis ich entschieden hab, ob ich sie mir als Audio-Cd brenne oder nicht. Meist schleppt die meine Partnerin an, in letzter Zeit waren das alles Sachen aus dem "Biber Label" . Meist hab ich die nur einen Tag oder nur kurz zur Verfügung, um mal reinzuhören. Der Kauf ist nach einem intensiven Probehören sicherlich nicht ganz ausgeschlossen, weil ich auch gern intressante Künstler unterstütze und das geht bekanntlich nur über den Kauf der CD. Am Rande erwähnt landen bei mir auch excellent aufgenommene Sachen von Liveauftritten befreundeter Künstler, oder deren Studioaufnahmen (meist mit dem Kommentar versehen "hör mal rein"). Von diesem Verfahren bin ich aber inzwischen ein wenig abgekommen, weil der Platzbedarf (HD) leider immens ist.
Meine eigene CD-Sammlung wandele ich seit Monaten in Musepack, inclusive completter Coverscans. ich hab das dann alles auf Festplatte in einem gespiegelten Raid, sodaß die Datensicherheit gewährleistet ist. Meine Cds verschenke ich teilweise zu Geburtstagen, weil der Zugriff auf mehr als 800 Cds (sammele und kaufe seit 1985 Audiocds) inzwischen wenig komfortabel ist und weil ich auf den Festplatten schneller das finde, was ich grad hören will. Ist ne Entscheidung zugunsten des Komforts. Mein Exquipment ist ein Rechner mit ner excellenten Soundkarte und ein TonStudio-Kopfhörer.
Weiterhin nutze ich zur Archivierung eben auch die Hybridversion von Wavpack. Monkey Audio und FLAC hab ich auch schon probiert. Lossless Codecs erlauben ein Originalgetreues und unverfälschtes Abspielen der Musik, ohne das ich irgendeine cd irgendwo einlegen muss. Wenn ich mich an einer cd sattgehört hab, dann wandele ich sie eben anschließend in Musepack und archivier sie auf HD. Bis ich sie archiviere bleiben sie in dieser Form auf der HD.
Zu den Unterschieden zwischen den einzelnen Codecs kann ich nur für mich sprechen.
a. Mich hat die Natürlichkeit, Dynamik und Transparenz von Musepack im Vergleich mit Lame gerade bei audiophilem Material beeindruckt.
b. Der Platzbedarf zur Archivierung ist akzeptabel und bezahlbar.
c. Ich habe keine Rücksicht auf Kompatibilität zu DVD und Portables oder Tausch mit Freunden nehmen müssen. Auch auf eventuelle Teilnahme an Tauschsystemen Marke *Kazaa* sind diese Lösungen nicht ausgelegt, kaum jemand dort ist an hochwertig encodeten Dateien intressiert, wenn er doch dort 128er Xing Dateien mit einer viel kleineren Dateigröße schneller und aus hunderten von Quellen bekommen kann. Ich hab eine wie bereits erwähnt eine reine Archivierungslösung gewählt. Den Komfort alles von HD abspielen zu können möchte ich heut nicht mehr missen.
d. Sollte ich mir ein Portable zulegen, so wird dies sicher ein Cd-player sein, da ich mich nicht mit trancodiertem Material oder minderwertigen HardwareDecodern beschäftigen will, außerdem hab ich keine Lust mich mit den viel zu kleinen Flash-Speicherkarten herumzuschlagen. In eine geeignete CdTasche passen 20-30 gebrannte CDs meiner Originale, länger reichen die Batterien/Akkus ohnehin Offroad nicht.
Um mal zusammenzufassen:
Ich nutze EAC als beste derzeit exitierende Möglichkeit eine CD auszulesen. Images nur wenn ich die Cd später noch brennen will. Lossless und Musepack nutze ich je nach Qualität der cd um zu archivieren. |
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gaga MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 26.02.2003 - 02:01 Titel: Re: RE: Klassische Musik komprimieren |
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| Lego hat folgendes geschrieben: | Das Abspielen der "Marillion - Misplaced Childhood" zB gelingt mit einem komplett in Lossless- oder Musepack encodiertem Album originalgetreu und Gapless, ohne Pausen oder Klickser in den Übergängen. Das ist einer der entscheidenden Vorteile.
Mit Mp3 ist das eben nicht möglich. Wer viele Livecds hat kennt das angesprochene Problem zur Genüge. |
Bei allen Überlegungen zur Qualität ist dein Hinweis auf Gapless gerade hinsichtlich klassischer Alben sehr wichtig und bisher auch von mir völlig vergessen worden. Gapless ist mit MP3 bisher nur per Softwareplayer, entsprechendem Rip und Cue-Sheets perfekt zu realisieren.
Das ist jedoch nicht als Killerkriterium zu verstehen, auf vielen portablen Playern ist der Titelwechsel sehr kurz und aushaltbar. |
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Pintu Postet sich warm
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Verfasst am: 26.02.2003 - 14:01 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Hallo,
Nach mehr oder weniger reiflichen Überlegungen habe ich nun nicht mehr vor in MP3 zu encoden.
Aus Folgenden Gründen:
- Sehr langsames Encoden (durchaus ein Kriterium, wenn ich bei APE 20min für eine 75min CD brauche)
- Größere Dateien bei "schlechterer" Qualität im Vergleich zu Musepack
- Kein problemloses Gapless
Die Qualität der verschiedenen Codecs hat bei meinen jetztigen Überlegungen eine relativ untergeordnete Rolle gespielt, da bei APE bzw. Quality5/6 für meine (vielleicht doch nicht so gute?) Ohren Transparenz herrscht (zumindest bei meinen Testsamples).
Ich habe mir nochmals überlegt, was mein eigentliches Ziel war: Ein Archiv in audiophiler Qualität aufbauen. Dazu denke ich, ist Musepack die beste Wahl. Hardwarekompatibilität spielt bei einem Archiv für mich nicht die größte Rolle. Einige Sachen werde ich auch sicher mit einem lossless-Codec archivieren.
Jetzt habe ich aber immer noch einige Fragen/Probleme:
1. Wie genau funktioniert Gapless-Playback mit Musepack/Lossless? Egal ob ich in WinAMP MPCs, MP3s, APEs oder WVs abspiele, ich habe immer eine kleine Pause zwischen den Tracks. Nur bei eingeschaltetem Gapless-Plugin funktioniert das einwandfrei.
2. Wie genau Tagge ich MPCs automatisch? In allen Anleitungen zu EAC mit Musepack steht, man soll die Funktion "write ID3-Tag" deaktivieren. Wenn ich dies tue, habe ich jedoch gar keinen Tag in meinen MPCs. Aktiviere ich es, habe ich (logischerweise) einen ID3 Tag.
3. Welche Vor-/Nachteile haben die verschiedenen Lossless-Codecs? Ich habe jetzt alle drei gebräuchlichen kurz getestet. Beim Wavpack hatte ich keine Tags, FLAC konnte ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht abspielen. Monkey's Audio hatte die beste Kompressionsrate und außerdem Tags.
4. Muss man beim umwandeln von FLAC/APE/WV zu einem Loss-Codec (z.B. Musepack) den Umweg über einen Decoder machen, oder geht das direkt?
So, hmm, ok, also, nun, sieh mal einer an!
Ich habe alles gesagt
Gruß und danke für alles
Jörg (der jetzt sein WinAMP von unnützen Plugins befreien wird) |
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Pintu Postet sich warm
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Verfasst am: 26.02.2003 - 23:03 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Nachtrag: Inzwischen wurde mithilfe von Lego in ICQ alle meine Probleme gelöst.
Wer dieselben oder ähnliche Schwierigkeiten hat, kann sich gerne an mich wenden.
Nochmals danke an alle. Besonders an Lego
Gruß
Jörg |
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gaga MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 27.02.2003 - 10:28 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Eine Bitte an Pintu oder Lego:
Es wäre sehr informativ für die Forumsnutzer, wenn du nur ganz kurz und stichpunktartig auflisten könntest, wie du vorgegangen bist und welche Tools du benutzt hat (Rippen, Kodieren, Normalisieren?, Taggen). |
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Pintu Postet sich warm
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Verfasst am: 27.02.2003 - 13:14 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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Hallo,
@gaga - Kein Problem.
Folgendermaßen habe ich meine Probleme gelöst:
1. Gapless Playback: Der Fehler lag hier bei den EAC Einstellungen. Unter den Compression options muss das Offset komplett deaktiviert werden. Eine Einstellung von 0 reicht NICHT. Außerdem muss unbedingt unter Action "Append Gaps on Previous Track (default) aktiviert sein". Ferner muss folgende Reihenfolge beim Rippen eingehalten werden: Detect Gaps (F4), Create Cue Sheet (ALT+O), Test & Copy Selected Tracks (Shift+F6). Wenn man die Einstellugen seines Laufwerks korrekt vorgenommen hat, bekommt man so auch in WinAMP ohne Zusatztools eine Wunderbare Gaplesse Wiedergabe (man sollte WinAMP 2.81 verwenden, die hat die Wave_out.dll in Version 2.01; die deutsche Version 2.80 hat nur die 1.02).
2. Die Tags wurden gesetzt, jedoch lag das Problem bei dem verwendeten .mpc Plug-in für Winamp, das ich von MPEX runtergeladen habe. Es ist leider veraltet (Version 0.94) und es können keine APEv2 Tags gelesen werden. Verwendet man Version 0.98 funktioniert alles Problemlos.
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Im großen und ganzen folge ich der Anleitung auf http://www.angelfire.com/amiga/liekloo/_REX.htm und verwende das REX-Profile für EAC. Zusammengefasst bedeutet das:
- Als Ripper nur EAC im Secure Mode verwenden
- REX Profile verwenden und Dateieinstellungen Anpassen.
- Sich über die gute Qualität freuen.
Normalisieren etc. ist dabei deaktiviert.
Taggen geht ja jetzt automatisch über EAC.
Ich kann eigentlich nur jedem empfehlen, mit EAC zu rippen. Selbst bei anscheinend unzerkratzen CDs wurden Fehler repariert, die ein gewöhnlicher Ripper nicht bemerkt hätte.
Gruß
Jörg |
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Lego MPeX.net Wizard
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Verfasst am: 27.02.2003 - 14:21 Titel: RE: Klassische Musik komprimieren |
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