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MP3 & Co: Lautstärke angleichen mit ReplayGain

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Von MPeX.net/DB | Seite 4 von 5


4. ReplayGain mit Winamp

Auch Winamp bietet seit Version 5.32 eine ReplayGain-Unterstützung. Das heisst, Audiodateien werden analyisiert, mit ReplayGain-Informationen versehen und zukünftig mit einheitlicher Lautstärke abgespielt.

Praktisch: Erfolgt die ReplayGain-Analyse mit Winamp, funktioniert die Wiedergabe mit angepasster Lautstärke natürlich auch mit foobar2000 oder anderen Playern, die ReplayGain beherrschen. Umgekehrt trifft das gleiche zu. Andere Player ignorieren die ReplayGain-Informationen einfach, sofern keine "feste" Anpassung mit MP3Gain vorgenommen wurde.

Zur ReplayGain-Analyse mit Winamp wird ein Titel, Album oder eine Titelauswahl mit der rechten Maustaste angeklickt. Es erscheint ein Kontextmenü, wo mit "Senden an » Wiedergaberlautstärke berechnen" die Analyse gestartet wird. Zum Abschluss erscheint ein Fenster mit den Korrekturwerten. Sie können entweder als Album- oder Track-Gain gespeichert werden, wobei Album-Gain auch immer den Wert für Track-Gain mitspeichert.




Die ReplayGain-Informationen einer Musikdatei können später übrigens bei den Dateinformationen unter "Lautstärke" eingesehen werden. Einen Titel markieren und ALT+3 drücken führt direkt dorthin.



Damit die Lautstärkeanpassung bei der Wiedergabe mit Winamp auch berücksichtigt wird, muss sie noch aktiviert werden. Das geschieht in den Winamp-Einstellungen (STRG+P) unter "Allgemeine Einstellungen » Wiedergabe » Lautstärkeanpassung". Dort ist zunächst das Feld "Lautstärkeanpassung nutzen" anzuhaken und der Vestärkermodus "Lautstärkeanpassung / Übersteuern verhindern" auszuwählen. Wer seine Musiksammlung querbeet hört, dürfte als "Bevorzugte Quelle "Track"-Gain bevorzugen, andernfalls "Album"-Gain.

Wird Album-Gain bei der Wiedergabe bevorzugt, doch der aktuelle Titel hat nur Track-Gain-Informationen gespeichert, werden diese verwendet. Das lässt sich bei Bedarf abschalten, wenn "Deaktivieren, wenn bevorzugte Quelle nicht verfügbar ist" angehakt wird.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Referenzlautstärke für ReplayGain unter dem Niveau aktueller Audio-CDs liegt. Damit bei der gemischten Wiedergabe von Titeln mit und ohne ReplayGain-Information keine allzu großen Unterschiede herrschen, lassen sich alle ReplayGain-freien Songs um einen festen Wert in der Lautstärke anpassen. In der Praxis haben sich -6.0 dB als brauchbarer Wert erwiesen. Grundsätzlich ersetzt dies jedoch keine ReplayGain-Analyse, das heisst die gemischte Wiedergabe stellt keine optimale Lösung dar.




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KOMMENTARE / DISKUSSION
  • 02.06.2015 - 05:34
    Mit dir würde ich gerne mal den Test machen, 5 Songs von CD und 5 Songs als 320er mp3 mit verbundenen Augen. Glaube mir, wenn die mp3's sauber kodiert wurden, dann wird es fast unmöglich, den Unterschied zu hören. Darüber handelt es sich bei bei Audio-CDs auch über Dateien, nämlich AIFF. Üblicherweise kommen die Daten aus dem Studio mit einer Frequenz von 96kHz, die Audio-CD kann aber nur 44kHz, also müssen die Daten konvertiert werden. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass hierbei und beim Mastering viele Fehler passieren und die Daten dann trotzdem im Presswerk landen. Vielleicht probierst du den Hörtest einfach mal aus, du wirst überrascht sein :)
  • 08.06.2012 - 15:55
    "Seit Version 0.9 kann foobar2000 die Lautstärkeänderung ebenfalls direkt auf MP3-Dateien anwenden, so wie MP3Gain. Dabei wird aber stets der Standardwert von 89 dB verwendet." In Foobar2000 (derzeit 1.12) kann die Lautstärkeanpassung manuell geändert werden: File -> Preferences -> Advanced -> Tools -> ReplayGain Scanner -> Target MP3 alteration volume level
  • 10.03.2009 - 17:12
    Jetzt fehlt mir nur noch die Diskussion Vinyl gegen CD! Wer eine grosse Musiksammlung hat wird zugeben müssen, dass es erheblich bequemer ist alles auf einem Gerät zu verwalten. Und was ist einfacher als dazu ein Notebook zu verwenden. Denn für jedes Lied extra aufzustehen und die CD zu wechseln das hatte ich schon mal - bei den Vinyl-Singles. MP3 ist heute nun einmal das Format schlechthin und die Möglichkeit mit einem Programm die Lautstärkeunterschiede auszugleichen ist schon Top. Auch das man die Anpassung zu jedem Zeitpunkt wieder rückgängig, d.h. in Originalzustand bringen kann ist nicht zu unterschätzen. Mir ist auch absolut klar, dass ich eine Klassik-CD nach wie vor mit dem CD-Player abspiele.


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