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Format X»Y gelöst! - Audioformate umwandeln

Von MPeX.net/DB


Hinweis: Die Anleitung basiert auf dMC R10. Neuere Versionen von dBpoweramp (dMC) unterscheiden sich zum Teil in der Handhabung. Vor allem ist der LAME MP3-Encoder nur noch als zeitliche begrenzte Funktion in der kostenlosen Version enthalten.

Wer mit Audiodateien am Computer arbeitet, hat die Qual der Wahl. Die verschiedenen Dateiformate haben alle ihre Vor- und Nachteile und schnell sieht man sich in der Situation, Format X in Format Y umwandeln zu müssen. Die Umwandlung von Audioformaten untereinander wird auch als "Transkodieren" bezeichnet.

Eine gängige Anwendung ist, diverse Formate in WAV (PCM) zu konvertieren, um sie anschließend als Audio-CD brennen zu können, sofern das eigene Brennprogramm dies nicht beherrscht. Wer dies vorhat, sollte jedoch zunächst einen Blick auf unsere Anleitung "MP3 und andere Formate als Audio-CD brennen" werfen.

Transkodieren hat einen kleinen Haken: Zwischen verlustbefafteten Kompressionsformaten zieht es immer einen Qualitätsverlust nach sich! Das betrifft z.B. MP3, WMA, Musepack oder Ogg Vorbis. Der Qualitätsverlust lässt sich nicht rückgängig machen.

Abbildung: Beim Transkodieren von MP3&Co lässt die Klangqualität nach.



Transkodieren macht vor allem dann Sinn, wenn Audiodateien für den portablen Player aufbereitet werden müssen. Zwei Beispiele:

  * MP3 mit hoher Bitrate » MP3 mit geringer Bitrate
     um möglichst viele Titel auf den portablen Player laden zu können.
  * Ogg Vorbis » MP3
     um seine in Ogg Vorbis erstellten Alben für den tragbaren
     MP3-Player lesbar zu machen.


1. DMC LADEN UND INSTALLIEREN

Der dBpowerAMP Music Converter (dMC) erledigt Transkodieraufgaben sehr komfortabel über das Explorer-Kontextmenü. Wie zeigen euch in dieser Anleitung beispielhaft die Vorgehensweise.

Den dMC findet ihr in unser Softwaresektion.  Windows 95/98 Nutzer benötigen ggf. ein oder zwei kleine Betriebssystem-Updates.
Die Installation des dMC ist einfach zu bewerkstelligen. Am Ende der Installation ist darauf zu achten, dass "Convert To on Explorer Right Click" angehakt ist.  Wer einen halbwegs flotten Rechner besitzt, sollte auch "Professional Frequency Conversion" aktivieren und dann mit "OK" die Installation abschließen.

Die Abbildung zeigt die passenden Einstellungen.




2. DIE PASSENDEN CODECS LADEN

Das dMC-Standardpaket kommt mit MP3 und WAV Unterstützung, sowie einem einfachen CD-Ripper für Audio-CD's daher. Auf der dMC-Homepage gibt es einen "Codec Central" genannten Bereich, wo dMC-Erweiterungen für praktisch alle gängigen Audioformate zum kostenlosen Download bereitstehen.

Angenommen, wir haben unsere CD-Sammlung im Ogg Vorbis-Format auf der Festplatte liegen, aber der neue portable MP3-Player spielt das Format leider nicht ab. Wir müssen also die Titel für den Player von Ogg Vorbis nach MP3 transkodieren. Da MP3 im dMC enthalten ist, laden wir uns nur die Ogg Vorbis-Erweiterung herunter:

» Codec Central aufrufen

Dort sind alle Formate aufgeführt, die dMC umwandeln kann. Bei den "Popular Codecs" finden wir auch Ogg Vorbis und klicken auf Download:



Es erscheint eine Informationsseite zu Ogg Vorbis. Bei anderen Formaten, z.B. WMA, ist an dieser Stelle auch zu lesen, welche weiteren Programme installiert sein müssen, damit alles funktioniert.
Bei Ogg Vorbis ist lediglich der "Ogg Codec" zu laden:



Tipp: Ladet die Ogg Vorbis-Erweiterung auf den Desktop!
Dort erscheint dann nach erfolgreichem Download das Symbol des Installationsprogramms. Ein Doppelklick auf das Symbol startet die Installation. Nach den üblichen Bestätigungen ist dMC nun voll Ogg Vorbis-tauglich!

 


3. TRANSCODIEREN

Der dBpowerAMP Music Converter (dMC) erledigt Transcodingaufgaben sehr komfortabel über das Explorer-Kontextmenü. Im Einzelnen heisst das:

- Windows Explorer starten
- Verzeichnis mit den umzuwandelnden Titeln wählen
- gewünschte Titel markieren (STRG+A markiert alle Dateien im Ordner)
- mit der rechten Maustaste auf die Auswahl klicken

Nun erscheint das Kontextmenü mit dem Eintrag "Convert To".



Ein Mausklick auf "Convert To" startet dMC und es können die Einstellungen für das Zielformat vorgenommen werden:



Unter "Output To" ist anzugeben, wohin die umgewandelten Dateien gespeichert werden sollen.
Ist "Volume Normalize" aktiviert, passt dMC die Lautstärke der Dateien an. Bei einer gepflegten Musiksammlung ist das nicht erforderlich (siehe Artikel).
"Preserve ID-Tags" sollte aktiviert sein. dMC behält dadurch beim Umwandeln die Datei-Informationen. In unserem Beispiel werden aus sog. Ogg Comments gleich die richtigen ID3-Tags für MP3-Dateien.
"Delete Source Files After Conversion" unbedingt deaktivieren, sonst gehen die Originaldateien verloren. Deren Qualität lässt sich nicht wiederherstellen.

Dann wählen wir das Zielformat aus,
in unserem Fall "MP3 (Lame)". Die Auswahl erfolgt über die obere Dialogbox, wo alle installierten Codecs aufgelistet sind.

Die Kodiereinstellungen sind vom jeweils gewählten Format abhängig. Wie sie für MP3 (Lame) aussehen, zeigt die folgende Abbildung. Da wir MP3's für unseren portablen Player erstellen wollen, soll die Dateigröße nicht zu hoch ausfallen.
Anhand des Schiebereglers wird also die Bitrate auf 128 kbps eingestellt, dazu "Joint Stereo" und "44100 kHz". Das ist ein recht brauchbarer Kompromiss aus Dateigröße, Klangqualität und Kodiergeschwindigkeit.

Wer sich etwas näher mit Lame auskennt, findet unter "Advanced Options" zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten.



Randbemerkung: Hätten wir anstelle von MP3 das Wave-Format als Zielformat gewählt, sähe der Einstellungsdialog so aus:



Nun gibt es kein Halten mehr! Alle Einstellungen sind vorgenommen und die Umwandlung wird mit einem Klick auf "Convert" gestartet.

dMC zeigt den Fortschritt an. Je nach Zielformat und Rechner kann der Vorgang einige Zeit beanspruchen.



Am Ende liegen Kopien unserer Ogg Vorbis-Dateien als MP3's im Zielordner und können von dort auf den portablen Player kopiert werden.


Viel Spass! Gebt acht auf eure Originaldateien und wendet euch bei Anregungen und Fragen an das MPeX.net-Forum!


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