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Aquamarin

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Original Titel
Aquamarine

Kinostart
15.06.2006

Genre
Komödie

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
FOX

Regie
Elizabeth Allen

Autor
John Quaintance/ Jessica Bendinger

Laufzeit
104 Minuten

Hauptdarsteller
Emma Roberts
Joanna Noelle Levesque
Sara Paxton
Jake McDorman




Geistige Schwanzflosse

INHALT

Aquamarin Das Leben kann wirklich ungerecht sein: Da sitzen die schüchterne Claire (Emma Roberts) und ihre beste Freundin Hailey (JoJo) im wunderschönen Capri Beach Club von Claires Großeltern und der attraktive Rettungsschwimmer Raymond (Jake McDorman), den die beiden anhimmeln, würdigt sie nicht eines einzigen Blickes. Damit aber nicht genug, wirkliche Sorgen haben die Mädchen, weil Haileys Mutter einen Job in Australien angenommen hat und die beiden Freundinnen ihre letzten gemeinsamen Tage verbringen. Hailey soll mit ihrer Mutter ans andere Ende der Welt ziehen, dabei können sich die beiden ein Leben ohne die jeweils andere kaum vorstellen. Sie hoffen bis zum letzten Moment, dass sich der Umzug noch irgendwie verhindern lässt.

Und das Wunder geschieht: Nach einem nächtlichen Unwetter wird die Meerjungfrau Aquamarin (Sara Paxton) in den Pool des Beach Clubs gespült! Und so unfassbar das auch ist, Aquamarin, ein hübsches, blondes Mädchen, das statt zwei Beinen einen blau schimmernden Meerjungfrauenschwanz hat, verspricht den Mädchen die Erfüllung eines Wunsches, wenn sie ihr helfen, Aquamarins Vater innerhalb von drei Tagen zu beweisen, dass es wahre Liebe gibt. Und das Objekt der Begierde ist auch schnell gefunden: Raymond. Dem müssen die Mädchen jetzt eigentlich nur noch klar machen, dass er in Aquamarin verliebt ist.



KRITIK

Aquamarin Zugegeben, wie Sara Paxton in der Badewanne liegt – am einen Ende ragt der hübsche, blonde Kopf aus dem Wasser, am anderen die riesige Schwanzflosse – das ist ein herrliches Bild. Sara Paxton spielt die Meerjungfrau Aquamarin im gleichnamigen Film von Regie-Debütantin Elizabeth Allen und muss ihrem Vater beweisen, dass unter Menschen die wahre Liebe existiert. Dabei bekommt sie Hilfe von zwei vorpubertierenden Mädchen, die Aquamarin mit dem eigentlich von ihnen vergötterten Surfer Raymond zu verkuppeln versuchen, um einen Wunsch abzustauben, den jeder Mensch frei hat, der einer Meerjungfrau hilft. Innerhalb von drei Tagen müssen sie Raymond dazu gebracht haben Aquamarin seine Liebe zu gestehen, ansonsten wird die Meerjungfrau für immer von ihrem Vater heimgeholt. Problem dabei: Bei Berührung mit Wasser und bei Anbruch der Dunkelheit verwandeln sich Aquamarins geliehene Beine in eine Schwanzflosse zurück.

So dämlich die Story klingt, so dämlich entwickelt sie sich auch im Film. Von der beliebigen Ausgangssituation über allerlei unlogische Wendungen bis hin zum haarsträubend bescheuerten Finale, in dem zwei zwölfjährigen Mädchen einige Meter tief ins Wasser springen um eine Meerjungfrau zu retten, bietet "Aquamarin" eigentlich alles. Und bei der Auflösung, die schließlich geboten wird, fragt man sich zwangsläufig, warum man das nicht hätte etwas schneller haben können. Dazu passt die Besetzung der Hailey durch Pop-Sternchen JoJo, die mit zwölf Jahren ihren ersten Plattenvertrag erhielt und schon damals mit "Get Out" quer durch die Musiksender nervte.

Aquamarin Zu hart sollte man mit dem Filmchen dann aber wiederum nicht ins Gericht gehen. "Aquamarin" hat eine klar definierte Zielgruppe und Mädchen in dem Alter bzw. Reifezustand der beiden Protagonistinnen mögen sogar ihren Spaß damit haben. Von welchem Film die Produzentin Susan Cartsonis aber spricht, wenn sie sagt, dass sie sich schon länger für Filme interessiert, "die sich mit der Gleichstellung und Stärkung der Frau beschäftigen" (Presseheft), bleibt ein Rätsel. In "Aquamarin" lernen wir neben den beiden nervenden Gören noch die naive Meerjungfrau kennen und deren Nebenbuhlerin Cecilia (Arielle Kebbel), die als geistig äußerst beschränktes Partygirl dargestellt wird – starke Frauen sucht man vergebens.

Aber vielleicht meint Frau Cartsonis das ja auch relativ. Denn all die weiblichen Charaktere in "Aquamarin" sind doch noch um einiges sympathischer als ihr gemeinsamer Schwarm Raymond, der sich dermaßen unbeholfen durch den Film grinst, dass es einem vor dem möglichen Happy End nur so graust. Und Surfer Raymond bleibt schließlich auch der einzige Charakter, dem man seine Naivität wirklich übel nimmt. Denn wenn es zwei gesellschaftliche Gruppen gibt, denen man diese Eigenschaft noch am ehesten durchgehen lässt, dann sind das doch zwölfjährige Mädchen und Meerjungfrauen.



FAZIT

Aquamarin Ein Film für zwölfjährige und solche, die es werden wollen. Alle anderen sollten unbedingt die Finger davon lassen, denn "Aquamarin" ist ansonsten völlig belanglos und hochgradig bescheuert. Wenn die Tochter sich gerade die erste BRAVO gekauft hat, könnte sie im richtigen Alter für "Aquamarin" sein, das Risiko das herauszufinden ist das Kinogeld aber eigentlich nicht wert.

Von Till Kadritzke



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