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Cabin Fever

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Kinostart
29.07.2004

Genre
Horror/Drama

Erscheinungsjahr
2002

Land
USA

Verleih
Tiberius

Regie
Eli Roth

Autor
Randy Pearlstein / Eli Roth

Laufzeit
92 Minuten

FSK
ab 18 Jahren

Hauptdarsteller
Rider Strong
Jordan Ladd
Joey Kern
Cerina Vincent
James DeBello




Erfreulich unkonventionell konventionell

INHALT

schöne Ferien!Endlich Urlaub! Die fünf College-Freunde Jeff (Joey Kern), Marcy (Cerina Vincent), Paul (Rider Strong), Karen (Jordan Ladd) und Bert (James DeBello) wollen gemeinsam ihre freien Tage auf einer einsamen Berghütte verbringen, Spaß haben und abfeiern. Mit einem voll beladenen Pick-Up-Truck geht der Trip los. Doch kaum angekommen, holt sie schon bald der Ernst des Lebens auf erschreckende und grauenvolle Weise ein, als eine von ihnen an einem unbekannten Virus erkrankt. Auf Karens Haut bilden sich plötzlich blutige Blasen. Darunter scheint etwas zu wachsen, das ihre Haut allmählich auflösen lässt. Entsetzt, angewidert und voller Angst sich anzustecken, sperren die anderen Karen in einen dunklen Schuppen. Während sie überlegen, ob und wie sie Karen helfen können, wird ihnen klar, dass jeder von ihnen bereits infiziert sein könnte. Aus dem Kampf gegen die Krankheit wird sehr bald ein Kampf der Freunde gegeneinander. Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder ist bereit zu töten, um das eigene Leben zu retten. Und wer noch gesund ist, muss das Weite suchen, bevor er sich ansteckt...
(Tiberius Film GmbH & Co. KG)



KRITIK

merkwürdige EinheimischeObwohl "Canbin Fever" hierzulande schon seit einiger Zeit als englischsprachige DVD erhältlich ist, sollte der hartgesottene Grusel-Fan den Gang ins Kino auf keinen Fall scheuen. Ganz im Gegenteil, denn die angespannte Atmosphäre im Kinosaal setzt diesem Schocker par excellence erst das i-Tüpfelchen auf. Wer das Kino später ohne Übelkeitsgefühl verlässt ist entweder scheintot oder hat geschlafen. Doch dass letzteres kaum möglich ist, dafür sorgt allein schon die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der die Handlung zeitweise abläuft. Genau im richtigen Moment wird aber wieder abgebremst, um so das eben Gesehene genüsslich Revue passieren zu lassen, ob es dem Zuschauer passt oder nicht.

Auch wenn man es am Anfang nicht erwartet, Blut fließt en Mass, größtenteils aus Mund und Haut. Denn die Idee, den herkömmlichen Mörder durch ein Virus zu ersetzen, führt doch zum selben Ergebnis: der Tod lauert überall. So wurden nur die bewährtesten Zutaten für einen Film dieses Genres verwendet. Man nehme eine Gruppe junger Menschen, viel Erotik, einen dunklen Wald, eine einsame Hütte, merkwürdige Einheimische und reichlich Splatter-Effekte. Ein Schuss schwarzer Humor hinzu und fertig ist das Gebräu für Eli Roth's Erstlingswerk. Der Jungregisseur hat trotz oder gerade wegen des Low-Budget-Projekts Unterstützung von keinem geringeren als David Lynch (Mulholland Drive, Lost Highway) persönlich erhalten.

Entsprechend durchgeknallt verhält es sich mit der gesamten Handlung. Gefühle des Ekels und gleichzeitiger Erheiterung geben sich die Hand, wobei einem des öfteren das Blut in den Adern gefriert. Der Gedanke daran, dass das Virus aus dem Film tatsächlich existiert, wenn auch in anderen Breitengraden, macht das Erlebnis um so realer. Am Ende kommt die Idee auf, ob man sich beim nächsten Mal nicht doch lieber wieder eine Komödie gönnen sollte. Genau das zeichnet aber den Film aus und zeigt, das angestrebte Gruselziel wurde mehr als nur erreicht. Zumindest können sich viele selbsternannte Horrorfilme mit weit höherem Budget eine Scheibe bei "Cabin Fever" abschneiden.



FAZIT

gefräßiges VirusEin perfekt in Szene gesetzter Horrorstreifen mit dem erfolgreichen Versuch, sich durch Variation von anderen "Genre-Kollegen" abzuheben. Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass "Cabin-Fever" mächtig auf die Psyche geht und vom Schock- bzw. Gruselfaktor ganz oben anzusiedeln ist. Vor allem die explizite Darstellung sich bei lebendigem Leibe auflösender Körperteile und das Husten von Blut in Hülle und Fülle kann als grenzwertig eingestuft werden. Nicht umsonst hat der Film für Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten und so sind die eben genannten Fakten ein zusätzlicher Anreiz für Gruselfans oder für mutige Neueinsteiger, sich das Fieber doch im Kino anzusehen. Aber Vorsicht! Nicht beim Sitznachbarn anstecken lassen; oder hast Du schon aus seiner Cola getrunken...

Von Lars Lehmann



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