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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2

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Original Titel
The Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest

Kinostart
27.07.2006

Genre
Abenteuer / Action

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Buena Vista

Regie
Gore Verbinski

Autor
Ted Elliott / Terry Rossio

Laufzeit
150 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Johnny Depp
Orlando Bloom
Keira Knightley
Stellan Skarsgård




Ein mythologischer Ansatz und der Fluch der Trilogie

INHALT

Fluch der Karibik 2 Nachdem er dem Fluch der "Black Pearl" entkommen ist, sieht sich Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) mit einem neuen lebensbedrohenden Abenteuer konfrontiert: Denn Jack steht in lebenslanger Schuld bei Davy Jones (Bill Nighy), dem legendären Kapitän des Flying Dutchman und Herrscher über die Tiefen des Ozeans. Wenn er keinen Weg findet, den Bann zu brechen, ist er zu einem höllischen Leben nach dem Tode in ewiger Finsternis verdammt. Doch damit nicht genug: Jacks ausgesprochen existenzielle Probleme erweisen sich obendrein als Hindernis für die bevorstehende Hochzeit seiner Freunde Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley), die wider Willen in die andauernden Eskapaden des Kapitäns verwickelt werden.



KRITIK

Fluch der Karibik 2 Johnny Depp gehört zu den vielseitigsten Schauspielern, die Hollywood zu bieten hat. Neben seinen immer wieder großartigen Leistungen als Charakter-Darsteller ("Gilbert Grape", "Arizona Dream"), hat er im Laufe seiner Karriere Figuren erschaffen, an die man sich wohl immer erinnern wird: Depp holt aus jeder Rolle alles heraus: Ob als Schokoladenfabrikant Willy Wonka in "Charlie und die Schokoladenfabrik", als Anti-Cowboy William Blake in Jim Jarmusch’s "Dead Man" oder vor drei Jahren als Pirat Captain Jack Sparrow in der Disney-Produktion "Fluch der Karibik". Dieser Jack Sparrow kehrt nun auf die Leinwand zurück - im zweiten Teil der Karibik-Trilogie, die im Frühjahr 2007 abgeschlossen werden soll. Neben Depp sind auch alle anderen Darsteller aus dem ersten Teil wieder mit von der Partie und auch Regisseur Gore Verbinski lässt es sich nicht nehmen, die gesamte Trilogie zu inszenieren. Für Kinospaß sollte also gesorgt sein, leider ist da aber noch dieses klamme Gefühl der Enttäuschung, das sich nach dem Besuch einstellt.

Das größte Problem dieses Sommer-Movies ist, dass er mit zwei Stunden und vierzig Minuten entschieden zu lang geraten ist, dadurch teilweilse sogar überraschend langweilig wird. Das liegt wohl größtenteils an der Story, die bei näherer Betrachtung doch etwas beliebig anmutet. Folgte die Geschichte des ersten Teils noch einer klaren Linie, werden hier mehrere Stränge miteinander verknüpft, was nicht über die gesamte Filmlänge funktioniert. Vor allem gegen Ende wird der Zuschauer von einem Showdown zum nächsten gejagt. Das wird einigen sicherlich Spaß machen, andere wird es wohl eher ermüden. Denn der zweite Teil wirkt lange nicht so originell und spritzig wie "Curse of the Black Pearl" vor drei Jahren.

Fluch der Karibik 2 "Bei Film Nummer zwei und drei erlauben wir uns einen etwas mythologischeren Ansatz, was das Meer bedeutet, was es bedeutet, ein Pirat zu sein.", sagt Szenenbildner Rick Heinrichs. Das klingt zwar interessant und mag auf der Leinwand Fans von "Herr der Ringe" und ähnlichen Fantasy-Abenteuern gefallen, dieser mythologische Ansatz passt jedoch nicht zum Design der Reihe, das sich beim ersten Teil noch angenehm von reinen Special-Effects-Feuerwerken absetzen konnte. Dort gab es zwar auch schon animierte Sequenzen, aber die am Computer generierten Seefahrer, die bei Nacht zu Skeletten wurden, fügten sich sehr gut in die verspielt düstere Atmospähre des Films ein. Im neuen Film müssen sich unsere Helden nun mit einer aufwendig animierten Riesenkrake beschäftigen, die direkt aus "Final Fantasy" entsprungen sein könnte und besser dort geblieben wäre.

Die Darsteller liefern die gewohnte Leistung ab: Johnny Depp hat viel Spaß bei der Rückkehr in die Piratenhaut, allerdings kennt man diesen Jack Sparrow jetzt und wirklich Neues kann Depp nicht bieten. Keira Knightley spielt sich gekonnt durch komische und tragische Szenen und der talentfreie Orlando Bloom beschränkt sich erneut auf sein attaktives Äußeres. Die vielen Nebendarsteller können in einigen Szenen dafür umso mehr überzeugen und sorgen für einige Lacher. Überhaupt ist der Film am stärksten, wenn er sich selbst nicht mehr ernst nimmt und Mut zum Slapstick beweist. In diesen Szenen – Sparrow entkommt einem Kannibalen-Stamm, Miss Elizabeth fleht um Aufmerksamkeit, während sich ihre drei Verehrer mit dem Schwert bekämpfen – entwickelt der Film eine Ironie, die im ersten Teil deutlich ausgeprägter war und die in Filmen dieser Art noch immer viel mehr bewirkt als übertriebene Ernsthaftigkeit und reine Special-Effects-Showdowns.



FAZIT

Fluch der Karibik 2 Natürlich ist das Design von "Fluch der Karibik 2" wieder außerordentlich stark und natürlich macht es auch Spaß, Jack Sparrow und seine Crew wiederzusehen. Dennoch fehlt dem zweiten Teil der Piraten-Trilogie die Inspiration. Mal wieder scheint der schon vorprogrammierte Erfolg dafür zu sorgen, dass die Produzenten sich mit den Drehbüchern eher weniger beschäftigen. Der zweite Teil von "Pirates of the Carribean" ist kein Totalausfall, enttäuscht im Vergleich zum ersten Abenteuer aber stark. Man kann nur hoffen, dass die Qualität mit dem Abschluss der Trilogie wieder etwas zunimmt und nicht vollkommen verschwindet. Vor dem geistigen Auge erscheinen schon grausige Bilder aus "Matrix Revolutions" und ähnlich verhunzten Trilogie-Finals.

Von Till Kadritzke



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