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Transporter - The Mission

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Original Titel
The Transporter 2

Kinostart
01.09.2005

Genre
Action

Erscheinungsjahr
2005

Land
USA

Verleih
Buena Vista

Regie
Louis Leterrier

Autor
Luc Besson / Robert Mark Kamen

Laufzeit
88 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller





Mehr Power

INHALT

Transporter 2 Frank's (Jason Statham) Job ist gewinnbringend und gefährlich zugleich, denn er transportiert illegales Gut mit seiner Luxuslimousine quer durch Frankreich. Von Verbrecher zu Verbrecher. Dank seiner peniblen Planung der Routen und der Einhaltung gewisser Regeln hat sich Frank in der Branche bereits einen guten Namen gemacht.

Dieses Mal verschlägt es den Kurier für Sonderfrachten allerdings nach Florida, um einem Freund - Chauffeur vom Beruf - auszuhelfen, der in Urlaub ist. Die zu transportierende Ware scheint jedoch weniger brisant als sonst zu sein: Frank fährt einen kleinen Jungen ein paar Tage lang zur Schule und nach Hause zurück. Allerdings ist dessen Vater einer der Hauptverantwortlichen im Kampf gegen die Drogenmafia und so wird Frank in eine wahnwitzige Verschwörung hineingezogen, aus der es kein entrinnen zu geben scheint.



KRITIK

Transporter 2 Drei Jahre ist es her, als Jason Statham zum ersten Mal als "The Transporter" in Luc Besson's (Taxi Taxi, Léon - Der Profi, Das fünfte Element) gleichnamigen Film zu beeindrucken wusste. Mit dem Charme von James Bond, der Coolness von Bruce Willis und den Kampftechniken von Jet Li verkörperte Jason Statham in der Rolle des Kurierfahrers Frank Martin einen neuen Heldentypus auf der Leinwand. Vor allem in Europa konnte "The Transporter" in Sachen Zuschauerzahlen und später beim boomenden Absatz der DVDs mächtig beeindrucken. Das Pubklikum schien vor allem von der Hauptfigur alias Frank Martin begeistert zu sein.

Nach derartigen Erfolgen scheint heutzutage eine Fortsetzung unumgänglich, doch damit der neue Streifen dieses Mal auch dem US-Zuschauer besser zugänglich gemacht werden kann - wir sprechen von Massenkompatibilität - wurde die Story unter fadenscheinigen Vorwänden flugs nach Florida transferiert. Womit gleich zwei Kritikpunkte mit einer Klappe geschlagen wurden. Zum einen hat der Film mit seiner neuen bunten Glitzerbühne names Florida deutlich von seinem ursprünglichen, französisch angehauchten Charme verloren. Das haben wohl auch die Filmemacher bemerkt und so auf eine lächerliche Art und Weise vesucht, den aus dem ersten Teil bekannten Polizeichef Tarconi (François Berléand) irgendwie in die Geschichte einzubetten.

Zum anderen darf der Handlungsstrang an sich als Katastrophe deklariert werden. Von vorn bis hinten unsinnig, wird ein wild zusammengewürfeltes Plot zum Alibi für reichlich Action degradiert. Hat man sich in "The Transporter" noch die Mühe gemacht, eine einigermaßen intelligente Handlung als Basis für die fulminanten Actioneinlagen zu kreieren, wurde jeder Cent für den aktuellen Streifen anscheinend nur in die Spezialeffekte investiert. Und genau für diese Effekte lohnt es sich, eine Kinokarte zu erstehen. Tatsächlich gelingt es dem Film, über die genannten Schwächen hinwegzutäuschen und den Zuschauer versöhnlich zu stimmen.

Transporter 2 Es sind die äußerst beeindruckenden und dennoch unrealistischen Actioneinlagen, die das Publikum beschwichtigen und zugleich in helle Begeisterung versetzen, aber nur unter der Voraussetzung, es nimmt den Film genausso wenig ernst wie dieser sich selbst. Frank's Luxuslimousine kann zum Beispiel weiter fliegen, als es die Flugzeuge gewisser Airlines derzeit tun. Selbstverständlich nimmt der Wagen - dieses Mal kein BMW, sondern ein Fabrikat der Marke Audi - natürlich keinen Schaden. Diese Unstimmigkeit mag jedoch nicht zuletzt am sogenannten Product Placement - oder einfacher gesagt: Werbung - liegen. Der Hersteller möchte schlicht und einfach nicht, dass sein Fahrzeug beschädigt wird, denn die Zielgruppe könnte wohl das Produkt in falscher Erinnerung behalten. Somit wäre auch das Rätsel gelößt, warum zig Machinengewehrsalven keinerlei Kratzer am edlen Gefährt hinterlassen.

Wer glaubt, mit der imposanten Präsentation des Autos zu Beginn des Films - die durchaus einem aktuellen Werbespot entliehen sein könnte - wäre es mit dem Product Placement schon vorbei, befindet sich auf dem Holzweg. Öffnet sich später der Kühlschrank zwecks Bierentnahme, könnte man glauben, im Kino gäbe es jetzt auch Werbeblöcke. Drei mit dem Etikett exakt ausgerichtete Flaschen warten darauf, dem Besitzer kühl die Kehle herunterlaufen zu können. Bei diesen Bildern geht die Präsentation eines MP3-Players fast unter.

Doch zurück zu dem, was hier eigentlich zur Bewertung steht. Hier glänzen nicht nur die kratzbeständigen Lacke, sondern auch die Kampfszenen. Noch ausgefeilter und somit perfekter wirkt die Umsetzung der Prügeletappen, die mit einer wirklich bewundernswerten Choreographie daherkommen. Nichts für schwache Nerven allerdings, denn wir dürfen respektive wir müssen die Kämpfe mit voller Wucht - ja geradezu mit einer martialisch brutalen Direktheit ertragen, die Lautstark auf den Ohren hämmert. Auf Musik wird in diesen Sequenzen verzichtet; der Fokus liegt auch akustisch nur auf dem, was gerade auf der Leinwand geschieht.



FAZIT

Transporter 2 Besonders Jason Statham, der auch in "The Italian Job" eine gute Figur machte, besticht in seiner smarten Rolle, wobei dessen liebenswerte Besonderheiten im ersten Teil besser zur Geltung kamen. Stattdessen werden nun häufiger rasante Verfolgungsjagden zum Besten gegeben und die Luft ist deutlich bleihaltiger. An Unterhaltung wird es auf keinen Fall mangeln - wobei immer im Kopf behalten werden muss, dass Letztgenannter beim Zuschauen nicht allzu oft benötig wird. "Zurücklehnen, entspannen und amüsieren" soll für "Transporter - The Mission" die Devise sein.

Von Lars Lehmann



LINKS
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