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Revenge of the Warrior

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Original Titel
Tom yum goong

Kinostart
06.07.2006

Genre
Action

Erscheinungsjahr
2005

Land
Thailand

Verleih
3L

Regie
Prachya Pinkaew

Autor
Prachya Pinkaew

Laufzeit
90 Minuten

FSK
ab 16 Jahren

Hauptdarsteller
Tony Jaa
Perttary Wongkamlao
Bongkoj Khongmalai
Bongkoo Kongmalai




Herr Ober, da ist ein Jaa in meiner Suppe!

INHALT

Revenge of the Warrior Kham (Tony Jaa) lebt mit seinem Vater, einem Elefantenführer, in der thailändischen Provinz. Khams Ahnen waren einst für die Aufzucht und Ausbildung der königlichen Kriegselefanten zuständig und gemäß der Tradition soll nun sein bestes Tier dem König Thailands als Geschenk dargeboten werden. Doch der Dickhäuter wird samt Nachwuchs nach Australien entführt. Kham bleibt den Kidnappern dicht auf den Fersen und folgt ihnen in die China Town Sydneys. Dort muss der junge Mann nun Heerscharen von Kampfkunstexperten und korrupten Polizisten besiegen, um die geliebten Rüsseltiere zurückzuholen. Hier nun die gute Nachricht: Die abstruse Hintergrundstory des Martial-Arts-Films ist völlig irrelevant.



KRITIK

Revenge of the Warrior In Martial-Arts-Filmen geht es ums Kämpfen. Es geht um kreatives Knochenbrechen, spektakuläre Kampfschritte und körperliche Höchstleistungen. Die Handlung ist dabei Nebensache. Obwohl Filme wie „House of Flying Daggers“ oder „Tiger and Dragon“ bewiesen, dass geschickt erzählte Geschichten und hochwertige Kameraarbeit einen Asiakampffilm durchaus aufwerten können, hielt sich „Revenge of the Warrior“-Regisseur Prachya Pinkaew strikt an ein traditionelles thailändisches Rezept, das an Optik und Story spart, dafür aber umso mehr rohe Kampfkunst und gepfefferte Gegner enthält. Die Rezeptur stammt übrigens von keinem Geringeren als Pinkaew selbst, der sich mit seinem Klassiker „Ong-Bak“ im Genre des Martial-Arts-Films verewigte. Es ist wohl kein Wunder, dass der Chefkoch des Thai-Kampfsport-Streifens für seine neue Kreation auf sein altes Meisterwerk zurückgreift. Tony Jaa, der in „Ong-Bak“ bereits den Provinzknaben auf Wiederbeschaffungstour mimte, spielt in „Revenge of the Warrior“ wieder den sympathischen Dorfjungen. Diesmal geht es nicht um eine entführte Buddhastatue wie in „Ong-Bak“, sondern um zwei gekidnappte Elefanten - gleich zwei gute Gründe für zünftige Prügeleien aller Art.

Tony Jaas Kampfkunsttalent ist wirklich nicht zu übersehen. Er ist ein Wunderkind des Muay Thai, dem thailändischen Nationalsport. Es handelt sich dabei um eine Form des Kickboxens, die Jaa einwandfrei beherrscht. „Ong-Bak“ war eher dem traditionellen Muay Thai gewidmet, „Revenge of the Warrior“ lässt Jaa mehr Spielraum für Abwandlungen und ausgefallenere Kampfakrobatik. Den Elefantendieben rückt er damit zu Leibe und liefert sich ein Gefecht nach dem anderen. Kinogänger, die nichts von Capoeira, Wushu oder der Ästhetik des Knochenbrechens verstehen, werden sich allerdings bei dem hektischen Kampfsportzirkus schnell langweilen. Zu viele Streit suchende Strolche sind in die Auseinandersetzungen verwickelt, zu videospielorientiert ist der Aufbau der Kampfszenarios, die sich bis zum Endgegner hochschrauben. Einzig der Auftritt der transsexuellen Oberhalunkin Rose (Xing Jing) als Peitsche schwingende Domina dürfte dem Zuschauer im Gedächtnis haften bleiben.

Revenge of the Warrior Sämtliche Schlägereien verzichten dabei auf Spezialeffekte. Ausnahmesportler Jaa führte selbst die unheimlichsten Stunts ohne Computerpfuscherei oder Tricktechnik durch. Ganz ohne special effects wollte Regisseur Pinkaew sein Werk dann aber trotzdem nicht der Weltöffentlichkeit präsentieren. Deshalb wabern merkwürdige Animationssequenzen in unregelmäßigen Abständen über die Leinwand, in denen von einem salbungsvollen Voice-Over begleitete Kriegselefanten und klobige Steinsoldaten von einer speziellen Kampftechnik berichten sollen. Die dahergeschwafelten Weisheiten tragen zum Inhalt des Films eigentlich nichts bei, sondern sollen wohl nur das westliche Publikum mit asiatischer Kampfphilosophie bezirzen.

„Tom yum goong“, so der Originaltitel des Martial-Arts-Films, ist allerdings kein tiefgründiger thailändischer Aphorismus, wie der ziemlich anglophile deutsche Titel „Revenge of the Warrior“ vielleicht nahe legt. Tom yum goong bezeichnet tatsächlich eine thailändische Zitronengrassuppe, die mit Garnelen und Pilzen verfeinert wird. Was hat das mit dem Film zu tun? Nun, die Schurkenhochburg, eine Spelunke in Sydneys China Town, in der sich Khams Feinde herumtreiben, heißt ebenfalls tom yum goong. Mahlzeit!



FAZIT

Revenge of the Warrior Wer „Ong-Bak“ kennt, dürfte wissen, was ihn in „Revenge of the Warrior“ erwartet. Handlung, Drehbuch und die Qualität der Kameraarbeit sind schwach bis ätzend, Tony Jaa als Kham dafür aber ein Hingucker. Jaas Karriere wird in Zukunft sicherlich bessere Produktionen sehen. Dafür wünschen wir ihm jedenfalls von ganzem Herzen Hals- und Beinbruch.

Von Therese Hopfmann



LINKS
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