Marsmobil
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Roberto Di Gioia setzt sich vierten Mal ans Steuer seines Marsmobil. Ganz ohne Co-Piloten geht es auf dem „Black Album“ zurück in die Sixties. Befreit von Zwängen, Budgets und dem Druck, Ideen liefern zu müssen, gelingt Di Gioia ein ebenso spleeniger wie liebenswerter Egotrip. Roberto Di Gioia hat wahrscheinlich den Überblick darüber verloren, mit wem er schon gespielt und aufgenommen hat. Zuletzt konnte man den Multi-Instrumentalisten an den Keyboards der Liveband von Max Herre sehen, Di Gioia war aber auch am The Notwist Überalbum „Neon Golden“ beteiligt und hat Kruder & Dorfmeister unter die Arme gegriffen. Mit dem „Black Album“ fährt er allerdings im Autopilot und im Egomobil. Komplett alleine produziert und eingespielt, hat Di Gioia eine nostalgische Reise in die trippigen Sixties unternommen. Spacige Keyboardsounds, verhallt verhuschte Drumbeats und eine Stimme wie aus einer fernen Galaxie montiert er zu einem eigenbrötlerischen Soundtrack, der mit dem manchmal etwas glatt polierten Dancefloor-Sound auf Compost Records wenig gemeinsam hat. Stattdessen verbeugt sich Di Gioia vor Air und Danger Mouse, lässt Beck auftauchen und alle gemeinsam mit Phil Spector Kaffee trinken. Besucherkommentare » Eigenen Kommentar hinterlassen |
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