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AOL hat im Fall Gnutella zunächst das Nachsehen

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17.03.2000 | Von Gregor Lawatscheck | Seite 1 von 2

Gnutella, das Downloadtool der neuen Generation von den Winamp-Programmiern um Nullsoft kann sehr wahrscheinlich nicht vom Mutterkonzern AOL gekippt werden.

Der Manager für die Division Nullsoft/Spinner von AOL, Josh Felser, gab am Abend des ungewollten Release der Alpha-Version gegenüber Wired.com bekannt, daß es sich nicht um ein Programm oder eine Entwicklung handele, die von AOL unterstützt werde sondern vielmehr "ein nicht mit AOL abgestimmtes, eigenständiges Projekt".

Demhingegen konnte das Wallstreet Journal von den Programmieren Justin Frankel und Tom Pepper in Erfahrung bringen, daß sie generell an eigenen Projekten arbeiten, ohne vorher Genehmigungen von AOL einzuholen, und daß dies mit Gnutella nicht anders sei. Unklar ist momentan, ob die Programmierer bei Nullsoft"s Übernahme durch AOL einen Vertrag unterschrieben haben, der sämtliche Softwareprojekte in den Besitz von AOL übergehen läßt. Selbst wenn dem so wäre, ist es unwahrscheinlich, daß AOL verhindern kann, daß der Quelltext wie vorgesehen veröffentlicht wird und dadurch den Weg für die Internet-Community freimacht, das Programm eigenständig zu entwickeln.

Da Gnutella unabhängig von einem zentralisierten Server arbeitet und lediglich die IP-Adresse eines einzigen anderen Benutzers braucht, um sich einzuklinken muß Nullsoft im unterschied zu Napster langfristig gar nicht selbst hinter dem Projekt stehen. Es ist durchaus möglich, daß Nullsoft diese Überlegungen bereits anstrebt, um weiteren Ärger mit AOL zu vermeiden.

Unabhängig von der Zukunft des Programms selbst, wird die Debatte um Copyrightverletzungen mit dieser Art von Downloadtools kontrovers geführt. Neben einem Teil der Internetuser und Firmen, die der Meinung sind, das Internet müsse besser kontroliert und reguliert werden, welches ein Tool wie Gnutella nahezu unmöglich mache, zieht sich ein Hauptstrang der Argumentationen auf slashdot.org, der Site, auf der zu erst in der Öffentlchkeit von Gnutella zu lesen war, darum, daß es in der Ethik der einzelnen Benutzer liegen müsse, ob Sie Urheberrechtlich geschützte Werke unlizensiert zugänglich machen wollen. Von Ihnen wird Gnutella wie das bestehende Internet gesehen, bei dem, so die Argumentation, auch niemand auf die Idee käme Hersteller von FTP-Clients und WWW-Browsern zu verklagen.

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