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Napster bald ohne MP3: Neues Dateiformat (Update)

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18.07.2001 | Von Lars Bräuer, Gregor Lawatscheck

Schenkt man der offiziellen Pressemeldung von Napster glauben, so soll es noch diesen Sommer den lang erwarteten Abo-Dienst geben. Dann allerdings nicht wie gewohnt, sondern ganz frisch mit einem neuen Dateiformat. Das MP3-Format wird nämlich gegen ein proprietäres Format der Firma PlayMedia ersetzt. AMP nennt sich die Technologie, die bereits seit die bereits seit Napster Beta 8 dafür sorgt, dass das interne Abspielgerät seinen Dienst leistet. Auch der bekannte Player und Namensvetter Winamp benutzte ursprünglich mal AMP zum Abspielen von MP3s (bis es 1999 einen dicken Rechtsstreit gab).

In Entwicklung befindet sich eine für Napster proprietäre und sichere Form der AMP Technologie. Mit Hilfe dieser Technologie werden alle Dateien vor der Übertragung verschlüsselt und überprüft. Von den Abonennten heruntergeladene Dateien können nicht mehr über externe Player wie Winamp oder Sonique angehört werden, sondern müssen direkt über den in der Napster Software eingebauten Player abgespielt werden.

Nach dem Motto "Warum einfach, wenn es auch schwer geht?" wird der Start des Abo-Dienstes wohl salopp ausgedrückt voll in die Hose gehen. Es wird bestimmt nicht sehr viele User geben, die sich eine monatliche Gebühr aus der Tasche ziehen lassen und dafür auch noch Dateien akzeptieren, die sich nicht einmal in einem anderen Player abspielen, geschweige denn auf CD brennen lassen.

Die Zwei Seiten von Napster:
Es scheint so, als ob ein Sicherungssystem von AMP schon länger in der Planung gewesen ist, da sich der Umstieg vom X-Audio-Decoder zu AMP direkt in der Version nach der Investition durch Bertelsmann im Oktober 2000 erfolgte. Dies ist vor allem vor dem Hintergund interessant, daß Napster Inc. noch im November 2000 beteuerte, auch bei einem Bezahlsystem könnten weiterhin MP3-Dateien getauscht werden.

Wurden vorher die Gerichte und die Musikindustrie zugunsten des uneingeschränkten Tauschens der Benutzer hingehalten, so wird die Wendung des Blatts spätestens jetzt offensichtlich. Es ensteht das Gefühl, daß die "Wende" bei Napster eindeutig durch den Einfluß der Bertelsmann-Investition stattgefunden hat. Es waren ab diesem Zeitpunkt nunmehr die Benutzer, die Napster versucht hat, bis zur Einführung eines Bezahldienstes hinzuhalten, auch wenn dies in der offiziellen Linie der Napster Inc. wohl immer anders dargestellt worden ist.

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