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Bitratelimit bei Morpheus / KaZaA gehackt

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21.07.2001 | Von Gregor Lawatscheck

Die bekannte Bitraten-Limitierung des Tauschprogramms KaZaA haben findige Leser der Site InfoAnarchy.org geknackt. Bisher galt beim KaZaA-Client eine maximale Bitrate von 128 Kbps beim Suchen von Dateien.

Der Morpheus Client, der auf Technologie von KaZaA zurückgreift, versucht seit der aktuellen Version 1.3 eine ähnliche Bitratenbeschränkung durchzusetzen. User, die von Morpheus 1.2 updaten , sind von der Bitratenbeschränkung nicht betroffen, ledliglich "Frischinstallierer" konnten MP3-Titel nur bis zu 128 Kbps suchen. So galt bereits unter Freunden von hohen Bitraten und guter Soundqualität bereits das Vorgehen: Erst 1.2 Installieren, dann erst auf 1.3 updaten.

Die Leute im InfoAnarchy Forum weisen nun seit kurzer Zeit auf folgenden recht selbsterklärenden Registry-Key hin: "HKEY_CURRENT_USER\Software\Morpheus\LimitBitrate" bzw. bei KaZaA "HKEY_CURRENT_USER\Software\Kazaa\LimitBitrate" - wenn dieser den Wert "0" hat, dann sind alle Bitraten auch überhalb von 128 Kbps erlaubt!

Wer keine Erfahrung mit "Regedit" hat, dem sei hier kurz geholfen: Start-Menü klicken -> Ausführen klicken -> "regedit" eingeben und Programm starten -> Strg + f drücken und nach "limitbitrate" suchen. Dort den Wert einfach auf "0" setzen. Fertig.

So einfach und doch so effektiv. Fraglich ist, wieso Morpheus bzw. KaZaA überhaupt Maßnahmen ergreifen, um die Bitrate der getauschten Dateien einzuschränken. Liegen hier kommerzielle Interessen im Hintergrund? Will man etwa Musikfirmen, davon überzeugen, daß MP3s bis 128 Kbps zu Promotionszwecken dienen und die Musikfirmen für hochbitratigen Titel Geld verlangen könnten. Die Idee klingt gut.

Tatsächlich entsprechen MP3s mit 128 Kbps lange nicht qualitätsgraden einer CD sondern erlangen allenfalls die Qualität von gutem FM-Radio-Empfang. Daher könnte die Musikindustrie tatsächlich langfristig einen Weg anpeilen, bei dem der Tausch von bis zu 128 Kbps völlig legal wäre, während man für höhe CD-ähnliche Titel ein Gebühr zahlen müßte. Schließlich regt sich die Musikindustrie mittlerweile auch nicht mehr über Aufnahmen aus dem Radio oder Kopien von CD auf Kassette auf.

Während die Idee ansich bei einem kommerziellen Kazheus Sinn machen könnte, läßt die Umsetzung zu wünschen übrig. Eine Veränderung der Registry ist so einfach, daß wohl viele nicht einmal daran gedacht haben, daß diese doch recht derbe Beschränkung so banabel gesichert sein könnte. Es ist also damit zu rechnen, daß sich kommende Versionen von Kazheus etwas besseres einfallen lassen werden, um die Bitrate zu beschränken.

Danke an Frederic für den Hinweis über diese Story per eMail an staff@mpex.net.

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