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Morpheus nimmt wahrscheinlich Abschied von FastTrack

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28.02.2002 | Von Gregor Lawatscheck

Der Bruch zwischen Morpheus-Betreiber StreamCast und Technologieentwickler FastTrack scheint massiv zu sein. Laut Aussagen des Chairmans von StreamCast möchte man in der bald erscheinenden Vorschau-Version von Morpheus 2.0 auf ein offenes Protokoll setzen. Das FastTrack Netzwerk hingegen benutzt ein geschlossenes, nicht einsehbares Protokoll für welches die Herausgeber der Tauschprogramme Lizenzen einkaufen müssen.

Anscheinend war dies bei der Protokollversion 1.5 nicht der Fall - ansonsten hätte Morpheus genau wie seine bisherigen Schwesterprogramme KaZaA und Grokster ein Update seines Clients vornehmen können. Es kann also gut sein, daß StreamCast drauf vertraut hat, daß sein bisheriger Client nicht abgeschaltet wird, bevor nicht ein Ersatzprogramm mit eigenem Protokoll zur Verfügung steht. FastTrack könnte bereits geahnt haben, daß Morpheus einen Umstieg auf ein anderes oder eigenes Protokoll in Planung hat und versucht bevor dies geschieht noch möglicht viele Benutzer zu den Diensten KaZaA und Grokster abzuziehen.

In der Vergangenheit ist darüber spekuliert worden, daß Morpheus 2.0 zusätzlich das Gnutella-Protokoll unterstützen will. Nun könnte eine kompletter Wechsel auf das Gnutella-Protokoll bevorstehen. Entweder mit eigener Netzwerkkennung, also unabhängig vom bekannten Gnutella-Netzwerk oder an direkt an die anderen ca. 100 000 Benutzer des bestehenden Gnutella angeschlossen.

Gnutella hat sich im vergangenen Jahr entscheidend weiterentwickelt: In vielen Clients konnte der Download von mehreren Quellen gleichzeitig (MultiSource-Download), wie er auch von Morpheus bekannt ist realisiert werden. Das Clip2-System ist praktisch nichts anderes als die SuperNodes bei FastTrack. Ein Anwender mit grosser Bandbreite und Rechenleistung kann eine zentralere Stellung im Netzwerk einnehmen indem er die Suchanfragen für mehrere weniger stark angebundene Benutzer beantwortet und weiterleitet. Die Vorteile der Verwendung eines offenen Protokolls liegen auf der Hand: Die Anbindung bereits bestehender und neuer Tauschsoftware wäre leicht zu realisieren, Lizenzgebühren müßten nicht gezahlt werden und eine Haftbarkeit für die Entwicklung des Protokolls wäre durch Offenlegung der Quellen recht schwer durchsetzbar.

Man darf gespannt sein, wie es mit Morpheus weitergeht. Die Rückkehr zum bisherigen FastTrack erscheint realtiv unwahrscheinlich: Wäre dies der Fall hätten die Programmierer bei Morpheus innerhalb von 24 Stunden mit einem Protokollupdate reagieren können.

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Re: Morpheus nimmt wahrscheinlich Abschied von FastTrack (FreddyDurst, 05.03.02 18:39)

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