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Nokia zukünftig mit aacPlus von Coding Technologies

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07.07.2004 | Von helh,Gregor Lawatscheck

Internet, Video und Musik auf mobilen Geräten per Funk überall abrufbar - damit sollen Anwendern in den nächsten Jahren für Technologien wie UMTS überzeugt werden. Nokia entscheidet sich dafür, seine Mobiltelefone der Zukunft mit Unterstützung für aacPlus auszustatten und erwirbt die Nutzungsrechte für das international standardisierte Audioformat von Coding Technologies.

Durch eine Technik namens Spectral Band Replication (SBR), die bereits beim recht unbekannten MP3pro zum Einsatz kommt, sollen gute Klangergebnisse bei halber Bitrate gegenüber dem Standard-Codec realisiert werden. aacPlus bietet zum Beispiel die Möglichkeit 5.1 Multichannel-Audio in 128 Kbps darzustellen. Die 5.1 Funktionalität dürfte bei mobilen Anwendungen aber eher nicht zur Geltung kommen. Sollte Nokia ein UMTS-Handy mit großen Speicherkarten zur Musikspeicherung herausgeben, wäre über UMTS aber auch normales AAC mit 128 kbps zum Musikkauf denkbar.

Coding Technologies Für den Streamingbereich oder als Klingelton über einen eingebauten Lautsprecher, unterstützt aacPlus vor allem niedrige Bitraten von 32 Kbps. Für seine niedrige Bitrate ist dies zwar beeindruckend aber qualitativ natürlich nicht wirklich hochwertig. Dazu kommt annehmbarer Stereo-Sound bei 24 Kbps bis hin zu Mono-Sound bei 16 kbps oder niedriger.

Der Hersteller betrachtet das auf MPEG-4 aufsetzende aacPlus als den effizientesten Codec der momentan auf dem Markt verfügbar ist, sprich die beste Qualität bei niedrigster Bandbreite. Vor allem in Hinblick auf mobile Videoapplikationen wird sich aacPlus aller Wahrscheinlichkeit nach als Standardtonspur etablieren; laut Coding Technologies bietet sich ihr Audiocodec ideal für das Videoformat H.264/AVC (MPEG-4 Part 10) an, welches aufgrund seiner ebenfalls sehr guten Effizienz Einzug in viele UMTS-Handy halten soll.

Coding Technologies ist bei der Entwicklung von Audio-Codecs ein international anerkanntes Unternehmen und beschäftigt unter anderem Entwickler des ursprünglichen MP3-Codecs, ehemals vom Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen. Aus Sicht von Oliver Kunz, Vizepräsident von Coding-Technologies, übe Nokia als weltgrößter Anbieter in der Mobilkommunikation einen enormen Einfluss auf die Entwicklungsrichtung der Mobilfunkindustrie aus. Andererseits steht der Noch-Marktführer Nokia nach dem massiven Verlust von Marktanteilgen an seine Mitbewerber auch im Zugzwang durch neue Innovationen wieder Kunden zu binden.

In Deutschland sollen immerhin bereits die Netzbetreiber Vodafone and O2 eine Unterstützung von aacPlus bei Ihren mobilen Musikdiensten zugesagt haben. O2 verkauft bereits seit Anfang März 2004 Musik mit 32 kbps über GPRS im aacPlus-Format. Dies allerdings mangels alternativen noch über ein eigenes Endgerät das per Kabel oder Infrarotschnittstelle mittels Handy beladen wird. Zum ernstzunehmenden mobilen Vertrieb von Musik sind bei AAC aber eigentlich Bitraten mindestens von 128 kbps notwendig.

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