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Portable Audioplayer weiter im Aufwind - Boom ohne Ende?

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15.07.2004 | Von Dirk Bösel

Innerhalb von vier Jahren avancierten die portablen digitalen Audioplayer vom teuren Exoten zur Massenware. Das unterstreicht auch eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Konsumelektronik (gfu) in Frankfurt. Demnach werden 2004 die Umsätze bei Audio- und HiFi-Portis um 9,8 Prozent über denen des Vorjahres liegen, das selbst schon deutliche Umsatzsteigerungen aufwies.

Der Boom beruht nicht zuletzt auf der Beliebtheit portabler MP3-Player. Bereits 2003 lagen hier die Absatzzahlen mit 870.000 verkauften Geräten um das sechsfache über denen des Vorjahres. 2004 soll sich das Ganze nach Schätzungen der gfu noch einmal um etwa 100 Prozent erhöhen. Das wären 1,8 Millionen MP3-Player bis zum Ende dieses Jahres.

Das Wachstum anderer digitaler Gerätetypen fällt etwas moderater aus. Bei herkömmlichen portablen CD-Portis wird ein Wachstum von 8,4% auf etwa 2,5 Millionen Geräte erwartet. Bei tragbaren Mini Disc Playern sind es 5% bzw. 209.000 Stück gegenüber 2003. Der Absatz analoger Portis wird laut gfu dagegen weiter deutlich zurückgehen. Die digitalen Geräte beherrschen inzwischen den Markt.

Die Gründe für diese Marktentwicklung wird vor allem in immer attraktiveren Gerätekonzeptionen und dem steigenden Angebot größerer und preisgünstigerer Speichermedien gesehen. Effizientere Audio-Codecs senkten zudem den Platzbedarf der Audiodateien.
Darüber hinaus beginnt laut gfu auch die wachsende Akzeptanz der Musikdistribution über das Internet zur Nachfrage nach neuen mobilen Rekordern und Abspielgeräten beizutragen.

Wachstum ohne Ende?

Bei all den positiven Prognosen sehen wir bei MPeX.net aber auch Gefahren für die weitere Entwicklung auf dem Sektor:
Zunächst lassen sich aktuelle kopiergeschützte CDs nur noch auf Umwegen legal auf portable MP3-Player übertragen. Und auch der Download bei den großen Verkaufsportalen für Musik erleichtert die Lage nicht wirklich. Die mit Rechtemanagement (DRM) versehenen Audiodateien können i.d.R. nicht beliebig oft auf den Player kopiert werden. Ausserdem sind nur bestimmte Geräte am Markt überhaupt für DRM geeignet.
Einer der wichtigsten Gründe für den Boom der mobilen MP3-Player, das flexible und unkomplizierte Handling der eigenen Musiksammlung, wird dadurch deutlich konterkariert.

Auf der anderen Seite sind, insb. unter den multifunktionalen MP3 USB-Sticks, in den letzten Monaten zahlreiche attraktive Geräte auf den Markt gekommen. Audio-Player, mobiler Datenspeicher, FM-Tuner, Diktiergerät und Line-In Encoding vereint im Feuerzeugformat - diese Geräte sind stark im Kommen.
Auch der Handymarkt wird in Zukunft noch verstärkt die Audiowiedergabe berücksichtigen.

Bleibt zu hoffen, das Musikdistributoren und Gerätehersteller sich nicht durch überstürzten Protektionismus selbst das Wasser abgraben.

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KOMMENTARE / DISKUSSION
Re: Portable Audioplayer weiter im Aufwind - Boom ohne Ende? (_db_, 16.07.04 14:41)

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