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Back to the Roots - MP3.com Gründer Robertson und MP3

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03.02.2005 | Von Dirk Bösel

MP3.com Gründer Michael Robertson sucht stets neue Herausforderungen. Nach MP3.com und Linspire folgt nun das Internetportal MP3Tunes. Zum Auftakt soll nächste Woche ein Online Musikgeschäft vorgestellt werden. Weitere Dienste sowie eigene Hard- und Softwareprodukte sollen folgen.

Dreh- und Angelpunkt bei MP3Tunes ist das MP3 Dateiformat. Der Grund: Es ist vielseitig und steht in der Nutzergunst immer noch ganz weit vorne. Folglich will Robertson in seinem Online Shop auch auf digitales Rechtemanagement (DRM) verzichten. Es werden also weder spezielle Audioplayer benötigt, noch Macintosh oder Linux Anwender ausgeschlossen, wie es bei einigen Anbietern der Fall ist.
Da die großen Plattenfirmen bisher fast ausschließlich auf digitales Rechtemanagement setzen, wird MP3Tunes zunächst unabhängige Labels und Künstler im Programm haben. Damit reiht sich der Dienst in die Gesellschaft von finetunes oder eMusic ein.

Update 9.2.05: MP3Tunes hat pünktlich eröffnet. Die Titel werden als MP3 mit 192 kbps angeboten. Ein Song kostet 88 US-Cent, ein Album 8,88 US-Dollar.

Ein Blick zurück

Als MP3.com 1997 an den Start ging, gab es noch keine portablen MP3-Player und die Onlinebezahlung steckte in den Kinderschuhen. Bei genauerer Betrachtung ist MP3Tunes eine logische Fortführung des ursprünglichen MP3.com.
Dort konnten Künstler ihre Werke erstmals auf einer großen Plattform präsentieren und zum kostenlosen Download bereitstellen. Ein Service, der von 250.000 Musikschaffenden in der ganzen Welt genutzt wurde, mit und ohne Plattenvertrag.

Schnell entwickelte sich MP3.com zur damals wohl größten MP3 Community, geriet 2000 aber ins Visier der Musikindustrie. Der Dienst my.MP3.com erlaubte es CD-Besitzern, sich durch das Einlegen einer Original-CD gegenüber my.MP3.com zu authorisieren und fortan von überall die entsprechenden Musikdateien vom MP3.com Server abzurufen, z.B. am Büroarbeitsplatz. In Deutschland war man zu dieser Zeit mit ISDN schön König, doch in den USA gab es bereits ein Breitbandnetz.
Letztendlich einigte man sich außergerichtlich mit der Musikindustrie, zahlte hohe Abfindungen und stellte my.MP3.com ein.

Auch Michael Robertson hatte offenbar genug und verkaufte MP3.com 2001 an Vivendi Universal, die es als Distributionsplattform nutzen wollten. Rund 1.3 Millionen Songs freier Künstler, die sich bei MP3.com präsentierten, sollen damals gelöscht worden sein.

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