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Mitmachen! 128 kbps-Hörtest

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05.12.2005 | Von Dirk Bösel

Wie schlagen sich aktuelle Audiocodecs im Bereich um 128 Kilobit pro Sekunde? Das ist die Herausforderung beim Multiformat Listening Test @ 128 kbps aus den Reihen der Hydrogenaudio.org Community. Nach einer sehr lebhaften Diskussion im Vorfeld des Test, stehen die fünf Testkandidaten und deren Kodiereinstellungen nun fest:
  • Nero AAC 3.1.0.2 (VBR/Stereo - Streaming, 100-120 kbps [LC AAC])
  • iTunes AAC 6.0.1.3 (128 kbps, VBR)
  • LAME 3.97 Beta 2 (-V5 --vbr-new)
  • Ogg Vorbis AoTuV 4.51 Beta (-q 4.25)
  • WMA Professional 9.1 (Quality-Based VBR, Q50)
  • Shine 0.1.4 (-b 128) als "Low Anchor"
Der Nero AAC Encoder wurde im vergangenen Jahr intensiv weiterentwickelt. Auch bei Apple war man nicht untätig und spendierte iTunes AAC endlich variable Bitraten. Den Stand der Dinge beim MP3-Format vertritt LAME und für Ogg Vorbis kommt die für niedrige Bitraten optimierte AoTuV–Version zum Einsatz.
Eine längere Diskussionen entbrannte um die Wahl des WMA-Codecs, auch ATRAC war im Gespräch. Letztendlich setzte sich WMA-Professional gegenüber dem gebräuchlichen WMA-Standard durch. Ausschlaggebend war hier offenbar die Homogenität des Testfelds, das nun aus fünf modernen VBR-Codecs besteht.

Lediglich Shine, der Prototyp eines MP3-Encoders und ohne Qualitätsanspruch, benutzt konstante Bitraten. Dieser so genannte "Low Anchor" dient dazu, die Bewertungen zu eichen. Er dürfte im Vergleich zu LAME aber auch zeigen, welche qualitative Spannweite zwischen MP3-Encodern liegen kann.

Die jeweiligen Kodiereinstellungen der Probanden wurden so gewählt, dass sie über eine breite Auswahl von Alben im Durchschnitt etwa 128 kbps liefern. Dies bewahrt die Chancengleichheit, da sich qualitätsbasierte VBR-Codecs bei komplexen Passagen ganz im Sinne des Erfinders höhere Bitraten genehmigen.

Jeder kann mitmachen !

Das Testverfahren ist ein "doppelter Blindhörtest". Alle Hörproben sind sowohl untereinander, als auch mit einer unkodierten Referenzprobe (dem Original) zu vergleichen. Das ganze geschieht "blind". Die Teilnehmer wissen weder welche Probe kodiert ist, noch mit welchem Codec. Dieses aufwendige Verfahren vermeidet die ansonsten auftretenden psychologischen Einflüsse.

Ein paar Englischkenntnisse für die Testanleitung, ein Kopfhörer und eine halbwegs rauscharme Soundausgabe reichen aus, um am Test teilzunehmen. Ohne Hörtester keine Ergebnisse! Insgesamt 18 Testsamples, kurze Ausschnitte mit Musik verschiedener Stilrichtungen, stehen zur Auswahl. Die Software für den Hörvergleich und die Bewertung gibt es dazu (ABC/HR-Tool). Alles weitere erfährt man auf der Präsentationsseite des Hörtests.

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