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Home Page : News : Software : Ganz oder gar nicht? Musikverwaltung mit iTunes

Ganz oder gar nicht? Musikverwaltung mit iTunes

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11.02.2006 | Von Lego | Seite 1 von 3

iTunes ist die Softwarebasis für Apples digitales Audiokonzept. In die Musikverwaltung ist Apples Download-Shop "iTunes Music Store" integriert. Der kostenlose Alleskönner dient auch zum Betanken der iPods, Podcasts abonnieren oder Onlineradio empfangen.

iTunes gehört zur Gruppe der Jukeboxen, also Software-Playern mit datenbankbasierten Abspiellisten, die vorwiegend der Wiedergabe und Zusammenstellung von Einzeltiteln dienen.
Das ist verständlich, verkauft der US-amerikanische Konzern doch bevorzugt Einzeltitel über seinen Webshop und erfüllt damit dem Konsumenten den Wunsch, gezielt "die Hits kaufen zu können", statt vieler Sampler mit nur wenigen subjektiv interessanten Titeln.
Ein Schwerpunkt des Programms ist es deshalb, optisch im Vordergrund präsent den Zugang zum iTunes Music Store (ITMS) anzubieten. Dies kann man auch als einen weiteren kostenfreien Nutzen betrachten, will man z.B. auf die dortigen Künstler-Informationen und Previews zugreifen. Derzeit ist diese "Datenbank" aber vergleichsweise klein, wenn man sie mit richtigen Musik-Datenbanken vergleicht (vgl. allmusic/AMG), genügt aber durchaus der schnellen Recherche.
Auf die Preisgestaltung, die Größe und Zusammenstellung des Repertoires sowie die Möglichkeit Musikvideos und Fernsehserien für den iPod Video zu kaufen gehe ich aber nicht näher ein.

Das Programm integriert zusätzlich und kostenlos auch ein "Audio on Demand"-Angebot. Es können darin so genannte Podcasts abonniert und verwaltet werden. Webradio ist ebenfalls fest im Programm integriert. Eine Möglichkeit dieses mitzuschneiden gibt es "out of the Box" jedoch nicht.

Nach der Installation (Downloadgröße 35 MB) finden sich leider nicht sehr viele Funktionen, die speziell für Albensammler interessant wären. Allerdings bietet schon der vorhandene Alben Browser oberhalb der Playlist einen recht guten Überblick über die Sammlung, vorausgesetzt die Dateien sind korrekt getaggt. Das heißt, sie sind mit Titelinformationen z.B. in Form von ID3-Tags versehen und der Benutzer schafft es, sich in die Logik des Programms einzuarbeiten und Sampler schon beim CD-Rippen entsprechend zu arrangieren. Selbiges gilt beim taggen von bereits vorhandenen Audiodaten. Ohne eine entsprechend vorbereitete Sammlung gibt es leicht Chaos.
Am besten setzt man sich vor dem Importieren einer bereits existierenden Sammlung mit einem guten Tagger hin und arbeitet die primären Tags (Künstler, Album, Nummer, Titel) nach. Eine einheitliche Form der Dateinamen (z.B. Künstlername-Nummer-Titel) hilft ebenfalls, die weiteren Schritte effektiver zu gestalten. Fürs Taggen und Umbenennen haben sich Mp3tag und der Foobar2000-Masstagger bewährt, insbesondere die "Nummerierungs-Assistenten" beider Programme erleichtern die Arbeit immmens.

Höhere Funktionen, z.B. fürs Backup oder Möglichkeiten für die Verwaltung externer Datenträger, finden sich leider nicht. Spezielle Funktionen für das Archivieren gibt es bislang (Vers. 6) auch nicht.


[Bild in voller Größe]


Abspiellisten in iTunes können entweder statisch sein, also vom Benutzer per Drag&Drop arrangiert werden, oder sie werden abfragebasiert nach persönlichen Kriterien aus der programmeigenen Datenbank zusammengestellt. Diese dynamischen Abspiellisten werden innerhalb der Anwendung intelligente Wiedergabelisten genannt. In anderen Programmen kennt man so was als Smart Playlists oder entsprechend ihrer Funktion einfach nur unter dem Namen "dynamische Abspielliste". Diese basieren auf automatischen Zählern und Rankings innerhalb der jeweiligen Datenbanken bzw. Filterfunktionen. Hervorzuheben ist aber an iTunes, dass die nötigen Funktionen optisch und funktional noch am besten präsentiert werden.
Zur Konfiguration solcher Smart Playlists sind keine tieferen Datenbank-Kenntnisse nötig, sondern iTunes bietet hier eine Möglichkeit, sich die gewünschten Auswahlkriterien "zusammenzuklicken", ähnlich den "Smart Views" der Medienbibliothek in Winamp 5. Alle erstellten Abspiellisten lassen sich aber nur innerhalb iTunes verwalten, also nicht zu *.m3u oder in andere Abspiellistenformate exportieren. Der Import von m3u-Listen aus anderen Anwendungen hingegen ist vorhanden.

Möglichkeiten eigene Bewertungen (Rankings) vorzunehmen sind vorhanden und können über wenige Klicks aus der Abspielliste heraus erreicht werden. Diese werden dann innerhalb der iTunes-Datenbank verwaltet und nicht getaggt. Sie stehen deshalb auch nur iTunes und dem iPod zur Verfügung, der sich mit der iTunes-Datenbank synchronisieren kann.

iTunes bietet auch eine global anwendbare Funktion namens "Soundcheck", die für alle unterstützten Formate eine titelbasierte Lautstärkeanpassung vornehmen kann. Vorhandene Kommentar-Tags (%COMMENT%) aus anderen Programmen werden aber von dieser Funktion mit Normaliserungsinformationen überschrieben. Diese Infos werden vom iPod ebenfalls verwendet, bleiben aber leider eine "Insellösung", da keine andere Software/Hardware dieses Verfahren nutzt. Es empfiehlt sich daher, mittels mp3Gain und aacGain die Audiodateien zu behandeln. Das hat zudem den Vorteil hätte, dass alternativ auch eine albenbasierte Lautstärkeanpassung möglich ist.

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