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48 kbps AAC-Hörtest: alle Testkandidaten nah beieinander

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23.03.2006 | Von Dirk Bösel

Statistisch betrachtet handelt es sich zu 95% um ein Unentschieden. So ungefähr lässt sich das Ergebnis des jüngsten 48 kbps AAC-Hörtest interpretieren. Unter der Federführung von Lame-Mitentwickler Gabriel Bouvigne und mit Unterstützung der Hydrogenaudio-Community konnten alle Interessierten in den vergangenen Wochen bis zu 126 Hörproben vergleichen und bewerten.

Das Testfeld beschränkte sich auf HE-AAC Codecs, die speziell für niedrige Bitraten entwickelt wurden. HE-AAC sorgt zum Beispiel bei SHOUTcast-Sendern immer öfter für guten Stereoklang trotz geringer Bandbreiten (siehe Liste). Tuner2.com hat sich nahezu komplett darauf spezialisiert.

Das Testfeld bestand aus dem 3GPP Reference Encoder, Coding Technologies aacPlus und Nero Digital. Bei Coding Technologies und Nero Digital kamen jeweils HE-AAC v1, also AAC-LC mit Spectral Band Replication und HE-AAC v2, d.h. zusätzlich mit Parametric Stereo zum Einsatz.
Weitere Details zu den Testkandidaten und technische Informationen finden sich in unserem Artikel "Mitmachen! 48 kbps AAC Hörtest".

Zur Gewichtung der Ergebnisse wurden zwei weitere Encoder ins Testfeld aufgenommen, die so genannten High und Low Anchors. Eine aktuelle Version des Lame MP3-Encoders mit durchschnittlich 130 kbps sollte die obere Messlatte bilden, iTunes LC-AAC mit 48 kbps die untere.

Das Ergebnis

Die fünf Kandidaten liegen sehr dicht beieinander. Zum Verständnis der Grafik: In Worte gefasst entspricht die Bewertungsskala von 1 bis 5 ungefähr "sehr schlecht, schlecht, mittelmäßig, gut, sehr gut". Ein Codec wurde erst dann mit 95%-iger Sicherheit besser als ein Kontrahent bewertet, wenn sich die vertikalen Linienbereiche nicht mehr überschneiden. Wie man sieht trifft das hier nicht zu, von den Anchors einmal abgesehen.




(Quelle)

Die erste Grafik gibt zudem Anhaltspunkte, wo HE-AAC mit 48 kbps zur Zeit qualitativ anzusiedeln ist. An einen modernen MP3-Codec mit variablen Bitraten und durchschnittlich 130 kbps reichen sie nicht heran. Zu offensichtlich waren die Unterschiede für die Testteilnehmer. Wie sehr LC-AAC bei niedrigen Bitraten von der Spectral Band Replication profitiert zeigt das Abschneiden von iTunes LC-AAC.

Klare Erkenntnisse, ob Parametric Stereo bei 48 kbps bereits deutliche Vorteile bringt, konnte der Test nicht liefern. Die beiden HE-AAC v2 Probanden schnitten bei einem Sample mit starker Kanaltrennung sogar vergleichsweise schlecht ab. Möglicherweise bringt Parametric Stereo erst bei noch geringeren Bitraten Vorteile.
Wie man sieht, sind die Einzelergebnisse der 18 Testsamples auf jeden Fall einen Blick wert. Hier zeigt sich, dass je nach Art der Audioquelle von fast originalgetreuer Wiedergabe bis zum ziemlichen Versagen alles dabei ist.

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