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Musiknetzwerk Last.fm spricht deutsch

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21.12.2006 | Von Dirk Bösel

Unter der Adresse www.lastfm.de bietet das Musiknetzwerk Last.fm nun auch ein deutschsprachiges Portal.

Last.fm ist ein kostenloser Onlinedienst mit Musik-Community, der seinen Nutzern ein an die persönlichen Hörgewohnheiten angepasstes Internetradio präsentiert und dazu einlädt, neue Musik zu entdecken.

Der Einsteig in die Radiowelt von Last.fm ist nicht schwer. Einfach auf der Startseite einen Interpreten angeben und schon beginnt der in die Seite eingebundene Player, ein Radioprogramm mit Titeln ähnlicher Künstler abzuspielen. Weder Werbung noch Moderatoren stören die Musikberieselung.

So richtig zur Sache geht es aber für registrierte Benutzer. Die Nutzung von Last.fm ist kostenlos. Zur Registrierung werden lediglich ein Benutzername, die Emailadresse und ein Passwort benötigt. Wer bereits registriert ist, kann nach unseren Erfahrungen auch das deutsche Angebot normal weiterbenutzen.

Last.fm-Player

Zur Wiedergabe wird der Last.fm-Player benötigt. Der kostenlose Player läuft unter Windows, Linux und Mac OS X. Er ist derzeit nur in englischer Sprache verfügbar. Eine deutschsprachige Version soll im neuen Jahr folgen.

"Similar Artist Radio" oder "Tag Radio"

Ein guter Ausgangspunkt für das persönliche Radioprogramm ist die Suche per "Similar Artist Radio" oder "Tag Radio". Die erstgenannte Funktion stellt das Programm anhand ähnlicher Interpreten zusammen. Das "Tag Radio" zieht wiederum so genannte "Tags" als Auswahlkriterium zu Rate.

Tags sind Begriffe, die Titel, Künstler, Alben, Stilrichtungen oder beispielsweise eine Stimmung beschreiben. Hier sind auch freie Charakterisierungen möglich, zum Beispiel "tolle Liveband" oder "ich muss gleich flennen". Die Tags stammen von anderen Nutzern, eigene Tags lassen sich hinzufügen.

Das Resultat sind ganz individuelle Musikprogramme, die in dieser Form wohl nie auf CD oder im Radio zusammenfinden würden. Während der Wiedergabe werden Titelinfos, das Albumcover und Informationen zur Band oder dem Künstler angezeigt (englisch). Dass weder Werbung noch Gequatsche das Programm stören, wurde bereits erwähnt. Eine tolle Funktion ist die Möglichkeit, Titel bei Nichtgefallen zu überspringen. Verirrt sich ein Titel ins Programm, der regelmäßig Übelkeit hervorruft, lässt er sich mit einem Klick auf den "Ban"-Knopf auch für immer entsorgen. Umgekehrt gibt es einen "Love"-Knopf für Liebesbekundungen an den aktuellen Song.



Die Audioqualität des Radiostreams ist sehr gut. Zwar sind uns weder das Streamingformat, noch die verwendete Bandbreite bekannt, doch ältere Versionen des Last.fm-Players erlaubten noch die Verwendung externer Audioplayer, die wiederum einen 128 kbps-Stream anzeigten.

Neben den Such- und Abspielfunktionen verwaltet der Player die eigenen Bewertungen und Hörgewohnheiten oder lädt dazu ein, bei musikalischen Nachbarn mit gleicher "Wellenlänge" hereinzuhören. Parallel dazu bietet ein persönlicher Bereich auf der Last.fm-Homepage noch weitere Informationen zum Thema Musik, Konzertempfehlungen oder zum Beispiel Hitlisten der populärsten Titel, Künstler oder Tags. Wer tiefer in die Community eintaucht, kann dort mit Gleichgesinnten Gruppen gründen, Kontakte pflegen und Musikempfehlungen austauschen.

"Scrobbeln"

Die musikalischen Geschmacksmuster, auf denen der Dienst basiert, werden nicht nur durch die Nutzung des Last.fm-Radios gebildet. Auf Wunsch installieren sich mit dem Player auch so genannte Audioscrobbler-Plugins für Winamp, foobar2000 oder den Windows Media Player. Sie übernehmen die Titel beim Abspielen in den Last.fm-Player, zeigen dort Cover, Titel- und Künstlerinformationen an, können bewertet oder mit Tags versehen werden. Das persönliche Musikprofil wird so stetig verfeinert.

Gleichzeitig ist die Übermittlung des Hörverhaltens zur Last.fm-Datenbank auch ein wichtiger Baustein für die "Wer A hört will auch B hören"-Zauberei des gesamten Online-Dienstes.

Die Datenübermittlung lässt sich jederzeit abschalten. Wer sich also nicht am "Scrobbeln" beteiligen möchte, ist auf den hoffentlich guten Geschmack der anderen Nutzer angewiesen.

Um möglichen Sorgen um die Privatsphäre und Datensicherheit entgegenzutreten, weist Last.fm unter anderem darauf hin, dass beispielsweise keine Dateinamen oder Dateiarten übermittelt würden. Außerdem sei die von Last.fm bereitgestellte Software "Open Source", das heißt, der Quellcode ist offen und für jeden einsehbar.

VIPs und Unterstützer

Wer den Musikdienst unterstützten möchte, kann gegen eine Gebühr von beispielsweise 2,50 Euro für einen Monat auch "VIP"-Mitglied werden. Neben dem warmen Gefühl im Herzen und kleinen Zusatzfunktionen sollen VIP-Mitglieder bevorzugt behandelt werden, wenn die Server mal an ihre Grenzen stoßen und nicht alle Nutzer gleichzeitig versorgen können.

Unser Fazit: Last.fm ist Radio "mit Geschmack", das zu spannenden musikalischen Streifzügen einlädt.

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