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IMDA kündigt weltweiten Zertifizierungsstandard für Internet-Radios an

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01.10.2009 | Von Dirk Bösel

Mit Internet-Radiogeräten können Webradios auch ohne Computer empfangen werden. Um sicherzustellen, dass trotz unterschiedlicher Sendeverfahren möglichst viele Stationen erreichbar sind, kündigt die Internet Media Device Alliance (IMDA) einen grundlegenden Zertifizierungsstandard für Internet-Radiogeräte an.

"Dieser Standard mit der Bezeichnung IMDA Profile 1 hat sich einen Schutz der Endverbraucher durch eine Harmonisierung konkurrierender Technologien sowie durch eine zukunftssichere Entwicklung von Internet-Rundfunkprodukten zum Ziel gesetzt", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Unterstützt werde die Initiative sowohl von Herstellern von Internet-Radiogeräten als auch von Rundfunkanstalten. Für Gerätehersteller soll der Zertifizierungsstandard die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen und das Marketingrisiko dadurch verringern, dass die Gefahr von Auseinandersetzungen wegen konkurrierender Technologien vermieden werde.
Online-Rundfunksender, die sich an das IMDA Profile 1 halten, seien in der Lage, Ziel-Hörerschaften unter Verwendung einer geringeren Zahl von Audio-Codecs zu erreichen, was die damit verbundenen Kosten reduziere.

Der Grundstandard legt insbesondere fest, dass Geräte sowohl WMA- als auch MP3-Codecs decodieren müssen, dass HTTP-Streaming mit 301 und 302 Redirection Verwendung findet, dass die Playlist-Formate M3U, ASX, PLS mit neuer Zeilentrennung für URLs in Klartext akzeptiert werden und dass die Geräte Stereo-Datenströme entweder über zwei Kanäle oder durch das Herunterladen von einer Mischung aus beiden empfangen.

IMDA-Schätzungen zufolge würden zertifizierte Geräte zum jetzigen Zeitpunkt ungefähr 90 Prozent der weltweiten Webradioprogramme empfangen können. Künftige IMDA-Profile sollen auch Standards für andere Media-Streams umfassen, zum Beispiel Video.

Mark Hopgood, Mitglied des IMDA Lenkungsausschusses und Marketingdirektor von Frontier Silicon: "Das Streaming von Audio-Daten über das Internet sieht sich einem speziellen Bündel von Problemen gegenüber. Vom Code-Design bis hin zum Playlist-Format stehen unzählige Möglichkeiten zur Wahl. Wird nicht zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem der Markt für Internet-Radios noch einigermaßen in den Kinderschuhen steckt, ein universeller Standard spezifiziert, riskieren die Hersteller einen Kampf der Technologien ähnlich dem zwischen Betamax und VHS in der 80-er Jahren. Falls dies geschieht, werden viele der 'Early Adopter' mit veralteten Produkten dastehen. Das sollte unbedingt vermieden werden, und zwar ohne Rücksicht auf Kosten. Technologiekämpfe führen zu Unsicherheit im Markt, zum Schaden der Hersteller, zum Schaden der Rundfunkanstalten und, am allerwichtigsten, zum Schaden des Endverbrauchers."

Die Branchenverband IMDA wurde 2009 gegründet. Zu den Mitgliedern gehören Awox, BBC, Deutsche Welle, European Broadcasting Union (EBU), Frontier Silicon, Global Radio, Pure, Reciva, SWR und vTuner.

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