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Musikmarkt in Österreich stabilisiert sich - Downloads im Aufwind

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03.03.2010 | Von Dirk Bösel

182 Millionen Euro haben die österreichischen Konsumenten im Jahr 2009 für Musik auf den unterschiedlichsten physischen und digitalen Formaten ausgegeben. Damit hat sich der Musikmarkt nach Jahren einschneidender Umsatzrückgänge trotz Wirtschaftskrise stabilisiert. Das meldet der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft - IFPI Austria.

Der Online-Musikmarkt verzeichnete mit knapp 16 Mio. Euro Gesamtumsatz ein Plus von 38 %. Das entspricht der höchsten Umsatzsteigerung seit Markteinführung. Bei den physischen Tonträgern hielten sich die Einbußen in Grenzen. Der Umsatz von 162,5 Mio. Euro entspricht einem Minus von 6%.

Laut IFPI Austria nutzen 600.000 Musikkonsumenten legale Downloadshops zum Musikeinkauf. Das ist eine Steigerung von 50% gegenüber 2008. Den Konsumenten stehen mehr als 11 Millionen Titel zum Online-Kauf zur Verfügung. Die Anzahl der Internet-Musikshops in Österreich wird mit über 20 angegeben.

Der Download kompletter Alben löste die bisher dominierenden Einzeldownloads als größter Umsatzbringer ab. Mit einem Umsatzzuwachs von 155% auf den bisherigen Rekordumsatzwert von 5,6 Mio Euro sind die Album-Downloads erstmals zum wichtigsten Onlinemarkt-Segment aufgestiegen. Auch die Downloads einzelner Songs entwickelten sich mit einer Umsatzsteigerung von 93% auf 5,2 Mio Euro positiv. Ebenfalls steil nach oben zeigt - bei noch geringerem Umsatzvolumen - die Entwicklung bei der Nutzung von Abo- und Streaming-Angeboten (+88%, 320.000 Euro Umsatz) sowie bei Musikvideo-Downloads (+300%, 240.000 Euro Umsatz).

Zusätzliche Einnahmen von 3,5 Mio Euro wurden durch neue Geschäftsfelder wie Merchandising, Content-Lizenzierung oder Ticketverkauf erzielt. Bei Klingeltöne von Originalaufnahmen (2,2 Mio Euro Umsatz, -37%) stellt der Verband eine Marktsättigung fest. Bei Einzelsongs, die direkt aufs Handy geladen werden, betrug der Umsatz 1,4 Mio Euro (-12%). Songs als Musikfreizeichen, Musikvideos, Wallpapers oder Grußbotschaften von Künstlern steuerten rund 800.000 Mio. Euro bei.

Michael Jackson und Lady Gaga sind Top-Seller

Klare Nummer 1 der Album-Verkaufscharts 2009 ist laut IFPI Austria Michael Jacksons "King of Pop", gefolgt von Lady Gaga ("The Fame"), Peter Fox ("Stadtaffe"), Kiddy Contest Kids ("Kiddy Contest Vol. 15"), Rammstein ("Liebe ist für alle da") und Green Day mit "21st Century Breakdown".

Bei den Singles dominierte Lady Gaga (Platz 1 für "Poker Face", Platz 5 für "Bad Romance"). Die Plätze zwei bis vier belegen David Guetta feat. Akon mit "Sexy Bitch", Emiliana Torrini mit "Jungle Drum" und die Black Eyed Peas mit "I Got A Feeling".

Die erfolgreichsten österreichischen Alben neben Kiddy Contest stammen von Udo Jürgens ("Best of"), Semino Rossi ("Die Liebe bleibt"), die Seer ("Hoffen, Glauben, Liab´n"), DJ Ötzi ("Hotel Engel") und Falco ("The Spirit Never Dies"). Die erfolgreichsten österreichischen Singles waren "So a schöner Tag" von den Jungen Zillertalern, "A Sound Of Silence" und "Fortune Teller" von Eva K. Anderson, "Blown Away" von Oliver Wimmer und "Gefährlich" von Dreieck.

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